Fußball

Skandaltor in Köln Worüber tuschelt Andreasen mit Frontzeck?

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Leon Andreasen hatte zwar - wie er selbst sagt - gespürt, dass ihn etwas am Arm trifft, aber es ging alles sehr schnell.

(Foto: imago/T-F-Foto)

Mit dem rechten Unterarm bringt Leon Andreasen den Ball hinter die Torlinie. Offenbar unbemerkt vom Schiedsrichter, der das klarste Schummeltor in der Bundesligageschichte gibt. Danach rennt Andreasen zu seinem Trainer und flüstert auffällig lange.

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Trainer Michael Frontzeck und Christian Schulz von Hannover freuen sich nach dem Spiel.

(Foto: dpa)

Es ist die 38. Minute. Hannovers Hiroshi Kiyotake flankt einen Eckball in den Strafraum der Kölner. Die Kopfball-Verlängerung schiebt Leon Andreasen mit dem rechten Unterarm über die Linie. Das Tor ist eindeutig irregulär, den TV-Bildern nach zu urteilen. 48.700 Fans im Stadion warten auf den Pfiff des Schiedsrichters. Doch statt Handspiel und Gelber Karte entscheidet Bastian Dankert zur Verzweiflung der Kölner und zur Verwunderung der Fans im Stadion auf Tor. Offenbar hatte Dankert das Vergehen ebenso wenig bemerkt wie seine Assistenten.

"Volleyballer" Andreasen läuft nach seinem Treffer aufgeregt zu Michael Frontzeck an die Linie. Spieler und Trainer flüstern auffällig lange, aber anders als erwartet schickt Frontzeck seinen Profi danach nicht zum Schiedsrichter, um die Situation aufzuklären, sondern schubst ihn zurück in die eigene Hälfte.

Währenddessen rennt Köln Trainer Peter Stöger stinksauer zum Assistenten und bietet ihm seine Brille an. "Es ist - schönen Gruß an den DFB - ärgerlich, dass wir heute Handball-Schiedsrichter hier hatten und das Spiel durch einen Kempa-Trick entschieden wird", sagte Kölns Geschäftsführer Jörg  Schmadtke später bei Sky. Sünder Andreasen gab nach Ansicht der TV-Bilder zu: "Das war ein klares Handspiel. Ich hatte nur gespürt, dass mich etwas am Arm trifft, aber es ging alles sehr schnell."

Am Ende steht die Frage, warum der Schiedsrichter Andreasen nicht selbst befragt hat. So wie es der Unparteiische Tobias Welz am 10. April 2012 gemacht hat. Da gab St. Paulis Spieler Marius Ebbers auf Nachfrage sein Handspiel gegen Union Berlin zu und wurde daraufhin für sein vorbildliches Verhalten vom DFB mit der DFB-Medaille "Fair ist mehr" ausgezeichnet.

Quelle: ntv.de, dsi