Fußball

"Nacht vor Spiel kaum schlafen" Zuversichtliches Stuttgart klaut Hertha die Ruhe

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Vor dem letzten Spieltag ist sogar der erfahrene Magath nervös.

(Foto: IMAGO/Andreas Gora)

Drei Punkte liegt Hertha BSC in der Tabelle vor dem VfB Stuttgart, der Klassenerhalt liegt in der eigenen Hand. Doch die Schwaben wittern nach dem starken Remis beim Meister aus München ihre Chance. Berlins Trainer Felix Magath ist tatsächlich nervös.

In seinen 502 Bundesligaspielen als Chefcoach hat Felix Magath schon alles erlebt. Und doch bringt der anstehende Abstiegsshowdown in Dortmund den erfahrenen Trainer von Hertha BSC ein wenig aus der Ruhe. "Ich werde die Nacht vor dem Spiel kaum schlafen", verriet Magath. Er weiß: Seine Mannschaft hat am Samstag (15.30 Uhr/Sky und im ntv.de-Liveticker) einiges zu verlieren, nach zwei vergebenen Matchbällen zittern die Berliner um den Verbleib in der Fußball-Bundesliga.

Dabei haben es die Herthaner selbst in der Hand. Ein Punkt reicht für den Klassenerhalt. "Ich sehe einen Grund für Hoffnung, weil wir uns stabilisiert haben. Das Minimalziel haben wir erreicht - jetzt wollen wir das Maximalziel erreichen", sagte Magath am Donnerstag. Er sei "leicht angespannt und nervös", aber das sei er vor jedem Spiel, versicherte der 68-Jährige.

Drei Zähler Vorsprung auf den VfB Stuttgart nehmen die Berliner mit ins Saisonfinale, das Torverhältnis spricht jedoch für die Schwaben. Für Sport-Geschäftsführer Fredi Bobic braucht es aber "keine Brandrede" mehr, um die Spieler einzuschwören. "Jeder weiß, worum es geht. Es gilt jetzt, Zuversicht und Selbstbewusstsein auszustrahlen", sagte Bobic.

"Standen schon wesentlich schlechter da"

Doch Zuversicht strahlen auch die Stuttgarter aus. Die Schwaben wittern ihre Chance, haben das Momentum nach dem starken 2:2 bei Meister Bayern München auf ihrer Seite und ein Heimspiel gegen den 1. FC Köln vor der Brust. "In München haben wir gezeigt, dass wir mit Druck umgehen können. Wir wollen alles dafür tun und alles raushauen. Die Jungs sind heiß", sagte Trainer Pellegrino Matarazzo. "Zusammen mit den Fans werden wir den Kessel brennen lassen", kündigte Sportdirektor Sven Mislintat an.

Auch Vorstandschef Alexander Wehrle glaubt fest an den Klassenerhalt. "Wir standen schon wesentlich schlechter da", sagte Wehrle, der im März nach neun Jahren als Geschäftsführer bei den Kölnern zum VfB gekommen war. "Ich bin mit meinem Kopf nur beim VfB", versicherte der 47-Jährige, der auch in der Relegation "keine Bestrafung" sieht.

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Doch so weit soll es nicht kommen, der VfB will seinen kleinen Strohhalm ergreifen. Dabei helfen soll auch das Meistertrikot der Saison 1991/92, das sich die Schwaben als Glücksbringer überstreifen. "Das Trikot knüpft an den Geist von 1992 an, der uns beflügeln soll", sagte Wehrle.

Dass die Schwaben noch ernsthaft in den Rückspiegel gucken müssen, ist nicht zu erwarten. Mit drei Punkten und sieben Treffern Rückstand auf den VfB braucht Arminia Bielefeld gegen RB Leipzig nicht weniger als ein Wunder, um den achten Bundesliga-Abstieg noch abzuwenden. "Lasst euch nicht unterkriegen, zusammen stehen wir wieder auf", tröstete die Arminia ihre Fans bereits unter der Woche.

Quelle: ntv.de, ara/sid

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