Fußball-WM 2018

Nach dem WM-Aus Spaniens Pérez: Del Bosque ist unersetzbar

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(Foto: picture alliance / dpa)

Zwei Spiele, zwei Niederlagen: Spaniens Ausscheiden ist eine Blamage für den Weltmeister. Dennoch will der Verband an dem Mann festhalten, dessen Abschied eigentlich unvermeidbar scheint. Die spanischen Fußballfans dürfte das nicht gerade freuen.

Der spanische Fußball-Verband RFEF hat seinen Wunsch bekräftigt, den bis 2016 laufenden Vertrag mit Trainer Vicente del Bosque trotz des vorzeitigen Ausscheidens bei der WM in Brasilien zu erfüllen. "Ich möchte, dass er weitermacht. Er hat seinen Rücktritt noch nicht eingereicht. Und falls er es tut, werden wir ihn bitten, zu bleiben. Es gibt keinen Besseren", sagte Generalsekretär Jorge Pérez dem spanischen Radiosender Cope.

Er habe allerdings nach dem 0:2 gegen Chile am Mittwoch, das das Aus für den Titelverteidiger bedeutete, noch immer nicht mit del Bosque über dessen Zukunft gesprochen, fügte Pérez an. Das wolle er erst nach der Rückkehr der spanischen Delegation nach dem dritten Gruppenspiel gegen Australien (Montag) in Madrid tun.

Pérez betonte, die Kritik nach der Pleite in Brasilien berühre del Bosque (63) nicht. Allerdings habe er Sorge, dass dessen Familie ihn vielleicht bitten könnte, sich von der Selección zu verabschieden. Del Bosque betreut die Rote Furie seit 2008. Nach dem Spiel gegen Chile hatte er betont, es werde nun alles auf den Prüfstand kommen - auch seine Position. Für viele Beobachter klang das wie eine Rücktrittsankündigung.

Für die spanischen Fußballfans ist die Lage klar: Bei einer Internetumfrage der renommierten Madrider Sportzeitung Marca sprachen sich 68,6 Prozent (93.269 Personen) für eine Entlassung des 63-Jährigen aus. 31,4 Prozent (42.727 Personen) wollen an dem einstigen Erfolgscoach festhalten, der mit Spanien drei große Titel nacheinander gewonnen hatte, die EM 2008 und 2012 sowie den ersten WM-Titel 2010 in Südafrika.

Quelle: n-tv.de, cro/sid

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