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Henning Lambertz ist von den Leistungen der Mannschaft enttäuscht.
Henning Lambertz ist von den Leistungen der Mannschaft enttäuscht.(Foto: picture alliance / dpa)
Mittwoch, 10. August 2016

Wo bleiben die Medaillen?: Bundestrainer rechnet mit Schwimmern ab

Immer noch hängt ein Medaillenfluch über den deutschen Schwimmern. Die Erwartungen von Bundestrainer Henning Lambertz bleiben unerfüllt. Vor allem Paul Biedermann liefert nicht. Aber ganz abschreiben will der Coach seine Athleten noch nicht.

Kein Edelmetall - dieser Fluch hängt über der deutschen Schwimmmannschaft. Das hinterlässt Spuren, vor allem beim Bundestrainer. Henning Lambertz hat angesichts der überwiegend ernüchternden Ergebnisse ein negatives Halbzeitfazit gezogen. "Ich muss mich nicht verstellen und so tun, als wäre ich noch immer total optimistisch und froh", sagte Lambertz, der vor allem mit den Wettkämpfen am Dienstag mit zwei klar verpassten Medaillenchancen haderte: "Nach so einem Tag wäre es falsch, rumzulaufen wie ein Clown und zu sagen: Ach, alles ist gut. Das passt einfach nicht."

Die 4x200-Meter-Freistilstaffel mit Schlussschwimmer und Weltrekordler Paul Biedermann hatte im letzten olympischen Finale seiner Karriere nur den sechsten Platz belegt. Europameisterin Franziska Hentke war über 200 Meter Schmetterling als Elfte sogar am Minimalziel Endlauf gescheitert. "Das ist mega enttäuschend", sagte der deutsche Bundestrainer

Edelmetall-Chance für Koch

Der einzige Lichtblick sei der Einzug von Weltmeister Marco Koch ins Finale über 200 m Brust gewesen. Sollte der Darmstädter aber im Endlauf am späten Mittwochabend die anvisierte Medaille verpassen, könnte das deutsche Schwimmteam sogar noch schlechter abschneiden als beim medaillenlosen Olympia-Debakel vor vier Jahren in London.

Damals hatten Biedermann und Co. zumindest acht Finalplätze erschwommen, in Rio waren es nach der Hälfte der Wettkämpfe erst drei. Lambertz wollte diese Rechnung aber noch nicht aufmachen: "Ich fange jetzt nicht an, an so einem Tag Statistiken hin- und herzuwälzen."

Quelle: n-tv.de