Olympia

"Wir sind stolz auf Dich" Mehrkampf-Aus für Biles, Zuspruch von Obama

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Nach den Olympischen Spiele 2016 war Simon Biles im Weißen Haus zu Besuch.

(Foto: picture alliance / AP Photo)

Auch am Tag nach Simon Biles' Rückzug im Teamfinale der Kunstturnerinnen reißt der Zuspruch für sie nicht ab. Michelle Obama, Michael Phelps, das Weiße Haus: Die Liste ist lang. Biles verzichtet auf einen Start im Mehrkampf-Finale.

Rekord-Weltmeisterin Simone Biles wird am Donnerstag nicht am olympischen Mehrkampf-Finale der Kunstturnerinnen in Tokio teilnehmen. Dies teilte der US-Verband mit. Die 24-Jährige hatte am Dienstag beim Mannschafts-Finale ihren Wettkampf nach dem ersten von vier Durchgängen abgebrochen und dies anschließend mit mentalen Problemen begründet. Die US-Riege belegte Rang zwei hinter dem ROC-Team und vor Großbritannien.

Über die Teilnahme von Biles an den Gerätefinals in der kommenden Woche werde "von Tag zu Tag" entschieden, heißt es in der Mitteilung weiter. Ihre Bereitschaft für die weiteren Wettkämpfe werde sie "von Tag zu Tag" beurteilen, sagte die 24-Jährige beim US-Fernsehsender NBC: "Körperlich fühle ich mich gut, ich bin in Form." Am Donnerstag (12.50 MESZ) steht das Mehrkampf-Finale auf dem Programm.

Unterdessen erhielt Biles viel Zuspruch und Unterstützung. "Bin ich gut genug? Ja, ich bin gut genug. Das Mantra, das ich täglich praktiziere. Simone Biles, wir sind stolz auf dich und drücken dir die Daumen", twitterte die ehemalige First Lady Michelle Obama. Rekord-Olympiasieger Michael Phelps, der 2018 seinen eigenen Kampf mit Depressionen und Selbstmordgedanken nach den Sommerspielen 2012 offenbart hatte, sagte, Biles' Kampf zu sehen, habe ihm "das Herz gebrochen".

Der 23-malige Schwimm-Olympiasieger erklärte bei NBC weiter, dass die Olympischen Spiele für Athleten überwältigend sein könnten und dass er während seiner eigenen Karriere oft damit zu kämpfen gehabt habe, Unterstützung zu finden. "Das Wichtigste ist, dass wir alle manchmal um Hilfe bitten müssen, wenn wir durch diese Zeiten gehen", sagte Phelps. "Ich kann sagen, dass es für mich persönlich eine große Herausforderung war. Es war schwer für mich, um Hilfe zu bitten." Die zweimalige Ski-Olympiasiegerin Mikaela Shiffrin erklärte: "Simone Biles, zaubere weiterhin dein Lächeln hervor, denn es ist unbestreitbar golden. Immer."

Sarah Hirshland, Geschäftsführerin des Olympischen und Paralympischen Komitees der USA, twitterte: "Simone, du hast uns so stolz gemacht. Wir sind stolz darauf, wer du als Mensch, Teamkollegin und Athletin bist." Biles verdiene "Dankbarkeit und Unterstützung", erklärte Jen Psaki, die Sprecherin des Weißen Hauses in Washington: "Sie ist immer noch die Größte, und wir alle können uns glücklich schätzen, wenn wir sie in Aktion erleben."

Biles war im olympischen Teamfinale nach einem nur halbwegs geglückten Sprung ausgestiegen und hatte ihren Rückzug anschließend unter Tränen mit ihrer fragilen Psyche erklärt. "Ich musste tun, was richtig für mich ist und mich auf meine mentale Gesundheit fokussieren und nicht mein Wohlbefinden gefährden", sagte die 24-Jährige.

Quelle: ntv.de, sue/sid

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