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Re-Live: Handball-EM "Bad Boys" verpassen Sieg im Thriller

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(Foto: imago/Heuberger)

Das erste EM-Gruppenspiel eine Gala, das zweite ein Drama mit Verlängerung und Videobeweis. Zum Vorrundenabschluss wartet Mazedonien auf Deutschlands Handballer. Ein Sieg ist Pflicht für den Titelverteidiger, das Spiel ein Thriller - ohne Happy End.

Fazit. Noch alles drin in der Hauptrunde, beteuert Abwehrhüne Finn Lemke. Trotz Hypothek und trotz Weltklasse-Gegnern wie Spanien und Olympiasieger Dänemark. Hier finden Sie den  ausführlichen Spielbericht zum nächsten deutschen Handball-Thriller. Ich verabschiede mich, den nächsten Handball-Liveticker gibt es am Freitag. Dann freut sich wieder Kollege Nordmann auf Sie. Bis dahin noch einen schönen Abend.

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Fazit. Für die "Bad Boys" heißt es jetzt hoffen: auf einen Sieg von Montenegro gegen Slowenien. Dann würde Deutschland die beiden Punkte aus dem Auftaktsieg mit in die Hauptrunde nehmen. Andernfalls nimmt der Titelverteidiger nur zwei Punkte mit in die Hauptrunde und damit eine schwere Hypothek im Kampf ums Halbfinale. Sicher ist: Das nächste Spiel für Deutschland steht am Freitagabend an.

Fazit. Wie schon gegen Slowenien muss das DHB-Team bis zum Schluss fighten und zittern, ein Happy End gibt es diesmal nicht - obwohl die "Bad Boys" zwölf Sekunden für den letzten Angriff haben. Den spielt das deutsche Team aber zu "undiszipliniert", wie Bundestrainer Christian Prokop nach dem Spiel sichtlich enttäuscht analysiert. Die Variante, Groetzki auf rechtsaußen anzuspielen, sei von allen Optionen "sicherlich die schlechteste" gewesen.

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(Foto: REUTERS)

60. Minute, 25:25: Fäth muss direkt abschließen, weil die Zeit schon runtergelaufen ist. Aus halbrechter Rückraumposition braucht es schon einen kleinen Wunderwurf - der Fäth nicht gelingt. 25:25. Remis in Zagreb und damit definitiv nicht der Gruppensieg fürs DHB-Team.

60. Minute, 25:25: Deutschland im Angriff, Fäth legt den Ball wieder raus auf rechts zu Groetzki. Der will abschließen, wird aber gebremst. Die Zeit läuft runter. Nur noch ein Freiwurf.

60. Minute, 25:25: Prokop nimmt die letzte Auszeit und appelliert an sein Team: "Wir haben keine zweite Chance!" Volles Risiko für Deutschland, um den Sieg zu erzwingen - dazu nimmt Prokop auch den Keeper aus dem Tor.

60. Minute, 25:25: Endlich ein Abschluss von Mazedonien, Stoilov bricht durch die Mitte durch. Dem ARD-Kommentator bleibt vor Schreck die Stimme weg - ehe sie vor Begeisterung bricht. Denn Heinevetter pariert. Ballbesitz Deutschland, noch zwölf Sekunden. Alle anschnallen.

60. Minute, 25:25: Mazedonien spielt die Uhr auf 17 Sekunden runter. Zur Erinnerung: Zu Beginn des Angriffs stand sie bei 60 Sekunden. Trifft Mazedonien, wird es für die "Bad Boys" womöglich richtig ... bad. Sorry, der musste jetzt sein.

60. Minute, 25:25: Noch 45 Sekunden auf der Uhr, Ballbesitz bei Mazedonien. Zeit für eine Auszeit. Bundestrainer Prokop schwört sein Team noch einmal ein. Er hat ja auch noch eine Auszeit.

59. Minute, 25:25: Es bleibt zwar atemlos in Zagreb. Wir erlauben uns dennoch die Erinnerung. Deutschland braucht unbedingt einen Sieg. Ballbesitz Mazedonien, noch 60 Sekunden.

58. Minute, 25:25: Weber besorgt die erneute DHB-Führung, Taleski antwortet. Es bleibt atemlos in Zagreb - und unfassbar laut. Noch zwei Minuten auf der Uhr. Sie werden lang - und dramatisch.

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Weltklasse-Wuchtbrumme: Mazedoniens Kreisläufer Stoilov.

(Foto: REUTERS)

57. Minute, 24:24: Zharko Peshevski ist nicht nur der Figurenzwilling von Kreisläufer-Wuchtbrumme Stoilov, er kann auch ähnlich gut abschließen.

57. Minute, 24:23: Du meine Güte. Nach Fehlversuch von Weinhold schaltet Mazedonien blitzschnell um. Doch nicht schnell genug für Wiencek, der sensationell rettet - und direkt den deutschen Gegenstoß einleitet. Groetzki könnte werfen, Groetzki wirft, Tor.

56. Minute, 23:23: Wie es sich für einen richtigen Handball-Thriller gehört, bleibt es hochspannend bis zum Schluss. Kein Team kann sich absetzen. Den erneuten Ausgleich markiert Martin Popovski für Mazedonien.

54. Minute, 23:22: Philipp Weber fasst sich ein Herz. Er täuscht an, verlädt den mazedonischen Mittelblock und macht es frei am Kreis dann so lässig wie ein Kreisläufer. Deutschland ein Tor vorn, keine sechs Minuten mehr.

54. Minute, 22:22: Eben musste sich Manaskov nach ein Pflaster auf eine blutende Kniewunde verpassen lassen. Jetzt trifft er auf Anspiel von Lazarov von links außen zum Ausgleich.

53. Minute, 22:21: "Air Lazarov" hebt wieder ab, doch der deutsche Mittelblock macht seinem Namen alle Ehre: Er blockt mit allen Mitteln. Wichtig, denn das DHB-Team ist immer noch in Unterzahl.

52. Minute, 22:21: Wieder Siebenmeter, diesmal für Deutschland. Gensheimer holt ihn raus und macht ihn rein. Sein fünftes Tor zur erneuten DHB-Führung.

52. Minute, 21:21: Wiencek verschuldet nicht nur einen Siebenmeter, sondern kassiert auch noch eine Zeitstrafe. Manaskov gegen Heinevetter heißt das Duell vom Strich - das der Mazedonier für sich entscheidet.

51. Minute, 21:20: Nächstes Tor für Weinhold, bereits sein Treffer Nummer acht. Aus dem halblinken Rückraum schließt er unhaltbar für Ristovski ab. Deutschland wieder vorn.

50. Minute, 20:20: Lazarov schließt ab, Heinevetter pariert.

48. Minute, 20:20: Ausgleich in Zagreb nach dem schönsten deutschen Angriff im Spiel. Pekeler trifft vom Kreis, nachdem der Ball wunderbar durch die DHB-Reihen gelaufen ist.

48. Minute, 19:20: Technischer Fehler Mazedonien, Ballbesitz Deutschland. Bei eigenem Angriff nimmt das DHB-Team jetzt auch immer den Keeper raus, bislang klappt das gut.

48. Minute, 19:20: Auszeit. Prokop fordert Disziplin und Selbstbewusstsein und Unterstützung für Keeper Heinevetter. Klingt nach einem guten Matchplan.

47. Minute, 19:20: Fäth läuft an, täuscht an, dribbelt - und macht das Tor.

46. Minute, 18:20: Was auffällt: Mazedonien bleibt bei seinem langsamen Angriffsstil und baut geduldig auf. Dann hämmert mal wieder Kiril Lazarov den Ball ins Tor. Heinevetter ist machtlos.

45. Minute, 18:19: Im deutschen Tor steht jetzt Silvio Heinevetter, der direkt gegen Kiril Lazarov spektakulär pariert. Der kriegt eine zweite Chance - und zimmert den Ball an die Latte. Erst Können, dann Glück. Gute Kombination, oder?

45. Minute, 18:19: Trotz Körperkontakts mit Gegenspieler Taleski macht Weinhold sein siebtes Tor im neunten Versuch. Schön durchgetankt, nicht schön verwandelt, aber ganz schön wichtig.

44. Minute, 17:19: Wiencek trifft zum 17:19, nachdem Fäths Versuch zunächst pariert wird. Doch Gensheimer passt gut auf und setzt den Kreisläufer in Szene, der sein viertes Tor erzielt.

43. Minute, 16:19: "Zwei, drei Würfe verworfen, das ist alles": Prokop macht seinen Mannen Mut, fordert aber gleichzeitig mit Engagement. Was er nicht will: Halbherzigkeit.

43. Minute, 16:19: ... Kiril Lazarov. Mazedonien mit drei Toren vorn, das Spiel ist wieder gekippt. Prokop reagiert, Auszeit.

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Aus dem mazedonischen Rückraum schlägt es immer wieder im deutschen Tor ein.

(Foto: imago/Heuberger)

42. Minute, 16:18: Von Kai Häfner kommt nix, sein Abschluss segelt am Tor vorbei. Das rächt ...

41. Minute, 16:18: Pekeler muss mit zwei Minuten vom Parkett, dazu gibt es Siebenmeter - den Manaskov bildschön über Wolff ins deutsche Tor hebt. Deutschland in Unterzahl und mit zwei Toren im Rückstand. Trotzdem muss jetzt was kommen.

40. Minute, 16:17: Paul Drux will für Deutschland antworten, doch Borko Ristovic fährt cool die linke Hand raus und hat den Rückraumschuss.

39. Minute, 16:17: Stoilov schon wieder, nach Rückhandpass von Lazarovic. Tolles Tor des mazedonischen Sportler des Jahres.

38. Minute, 16:16:  Weinhold macht das 16. deutsche Tor nach schnörkellosem Angriff und Abschluss über halblinks. Zuvor hatte Filip Taleski für Mazedonien getroffen.

37. Minute, 15:15: Die achte Parade von Andreas Wolff bringt vorn die Chance zum Ausgleich. Gensheimer fliegt von links in den Kreis, zielt - und trifft. Trotzdem hat das DHB-Team aus seiner Überzahl zu wenig gemacht.

35. Minute, 14:15: Zeitstrafe für Mazedonien. Und was macht Deutschland beim Angriff in Überzahl? Wirft die Chance zum Ausgleich einfach weg.

35. Minute, 14:15: Kein Tor, aber trotzdem erwähnenswert: Denn Kiril Lazarov zeigt erneut ein feines Handspiel hinter dem Rücken auf Kreisläufer Stoilov. Der wird aber unfair gestoppt. Im zweiten Anlauf macht es Lazarov selbst mit brachialer Präzisionsgewalt in den rechten oberen Winkel. Zeit für ein erneutes Wow!

34. Minute, 14:14: Aber nur Sekunden. Dann gleicht Drux aus. Tor des Wollens.

33. Minute, 13:14: Taleski ist durch am Kreis, Weinhold will noch retten. Sein Schubser ist aber regelwidrig, der Siebenmeter folgerichtig. Manaskov zeigt keine Nerven, und plötzlich ist Mazedonien wieder vorn.

32. Minute, 13:13: Erst scheitert Drux mit einem deutschen Abschluss, dann Fäth. Zwischendrin vollendet Manaskov einen Schnellangriff. Ausgleich.

31. Minute, 13:12: Und weiter geht es in Zagreb - mit einem deutschen Tor. Weinhold schließt ab, Ristovski ist dran, aber der Ball mogelt sich trotzdem in den Kasten. Mazedonien antwortet mit Taleski.

Pause. Große Probleme bereitete den "Bad Boys" vor allem die mazedonische Überzahltaktik durch das Herausnehmen des Keepers beim eigenen Angriff. DHB-Vizepräsident Bob Hanning gibt zu, dass Deutschland davon überrascht wurde. Sein Gegenrezept: Näher an die Gegenspieler, schneller umschalten.

Pause. Es ist das erwartet harte Spiel für die deutsche Handball-Nationalmannschaft. Wie gegen Slowenien findet das DHB-Team nicht gut in die Partie. Allerdings legen die "Bad Boys" den Schalter schon in der ersten Halbzeit um: Ab der 15. Minute kommt Deutschland besser ins Spiel - und dreht die Partie mit einem 5:0-Tore-Lauf. Danach schleichen sich wieder Flüchtigkeitsfehler ein, so dass Mazedonien dranbleiben kann. 12:11 ist so knapp wie es klingt.

30. Minute, 12:11: Den letzten Abschluss der ersten Halbzeit hat Deutschland. Wiencek kriegt den Ball am Kreis, wirft aber hart bedrängt links neben das Tor. Der DHB-Kreisläufer will einen Siebenmeter, die Referees pfeifen zur Pause.

29. Minute, 12:11: Wo steht das Phrasenschwein? Warum, fragen Sie? Weil wir schreiben müssen: Glück im Unglück für das deutsche Team. Denn: Erst scheitert Drux mit seinem Abschluss von halbrechts, dann setzt Mazedoniens Dejan Manaskov den Ball am leeren DHB-Tor vorbei. Puh. Zuvor hatte Bundestrainer Christian Prokop seine erste Auszeit genommen und sein Team noch einmal motiviert.

28. Minute, 12:11: Schönes Tor aus dem Rückraum. Kiril Lazarov schraubt sich hoch, schaut, ziel und setzt den Ball linksunten in den DHB-Kasten. Nix zu machen, nichtmal für Wolff.

27. Minute, 12:10: Ganz allein läuft Reichmann nach schnellem Gegenstoß auf das mazedonische Tor zu. Er hat Zeit, viel Zeit, zu viel Zeit. Starkeeper Ristovski kann parieren. Das war eine 1000-prozentige Chance, die Reichmann da auslässt.

26. Minute, 12:10: Fäth könnte abschließen, sieht aber den besser postierten Tobias Reichmann. Also schließt der ab zum 12:10. Mazedoniens Jungstar Filip Taleski hämmert den Ball aber zum Anschlusstreffer an Wolff vorbei.

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Voll im Spiel: DHB-Keeper Andreas Wolff knüpft an seine Gala gegen Montenegro an.

(Foto: REUTERS)

25. Minute, 11:9: Erster Siebenmeter für Mazedonien. Kiril Lazarov himself tritt an - und scheitert am Standbein von DHB-Titan Wolff. Auch den Nachwurf setzt Lazarov daneben. Pech für ihn, stark von Wolff. Bereits seine siebte Parade.

25. Minute, 11:9: Wiencek trifft vom Kreis. Tor zählt aber nicht. Die Referees entscheiden auf vorheriges Stürmerfoul von Fäth. Korrekt.

24. Minute, 11:9: Stoilov verkürzt am Kreis, obwohl zwei DHB-Abwehrspieler an ihm kleben. Ob sein Spitzname in Mazedonien wohl auch "The flying pig" ist?

23. Minute, 11:8: Mit seinem linken Arm pariert Andreas Wolff einen Abschluss von Linksaußen titanesk. Deutschland greift erneut schnell an, Weinhold treibt den Ball nach vorn, behält die Übersicht und bedient den freien Gensheimer. Der DHB-Kapitän hämmert den Ball in den linken Knick. Schön.

22. Minute, 10:8: Auch in Unterzahl nimmt Mazedonien den Keeper raus - und trifft endlich mal wieder. Taleski beendet den 5:0-Torlauf des DHB-Teams und stellt auf Zwei-Tore-Rückstand für sein Team.

22. Minute, 10:7: Weinhold scheitert noch am Kreis. Der Abpraller landet aber beim reaktionsschnellen Wiencek, der trifft.

21. Minute, 9:7: Zeitstrafe für Mazedonien - wegen eines Wechselfehlers. Erste Überzahl für Deutschland.

21. Minute, 9:7: Wieder rettet die Torlatte für Deutschland. Das nutzt Weinhold aus. Vierter Treffer in Folge und erste Zwei-Tore-Führung für das deutsche Team. Spiel gedreht.

19. Minute, 8:7: Erst pariert Wolff, dann rettet die Latte. Den deutschen Versuch, ins leere Tor abzuschließen, kann Mazedonien durch Taleski noch vereiteln. Doch das DHB-Team setzt schnell nach - und trifft durch Wiencek zur Führung. Erst die zweite im Spiel nach dem frühen 1:0.

18. Minute, 7:7: Paul Drux zieht dynamisch durch die Mitte zum Kreis, will abschließen - und kollidiert mit einem mazedonischen Abwehrkoloss. Stürmerfoul? Siebenmeter, entscheiden die weißrussischen Schiedsrichter. Gensheimer sagt abgezockt "Danke!". Ausgleich in Zagreb.

17. Minute, 6:7: Auszeit durch Mazedonien. Danach erhöht Filip Taleski wieder auf Zwei-Tore-Vorsprung. Der hält nur Sekunden, Steffen Fäth verkürzt umgehend. Erstes Turniertor für den Noch-Berliner.

16. Minute, 5:6: Nächste Parade Wolff, nach der Deutschland schnell umschaltet. So schnell, dass Gensheimer in zentraler Position am Kreis freigespielt wird - und cool zum 5:6 verwandelt. Alles wieder offen.

15. Minute, 4:6: Der Ball ist im mazedonischen Tor, aber Stürmerfoul durch Gensheimer. Wolff pariert aber hinten, spielt schnell auf Patrick Groetzki. Der lässt den Ball ins erneut verwaiste Tor zum 4:6 kullern.

14. Minute, 3:6: Wieder spielt Mazedonien einen Kempa-Trick auf einen Außenspieler, doch Tobias Reichmann geht gedankenschnell dazwischen. Leider verletzt sich der Rechtsaußen dabei, weil er unglücklich im Gesicht getroffen wird. Und leider versenkt Mazedoniens Wuchtbrumme am Kreis namens Stoilov den Ball im zweiten Anlauf.

13. Minute, 3:5: Keeper Wolff läuft zu Hochform auf, der deutsche Angriff leider noch nicht. Diesmal scheitert Drux. Drei Tore nach dreizehn Minuten - nennen wir es eine bescheidene, ausbaufähige Ausbeute fürs DHB-Team.

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Mazedoniens Fans sahen einen starken Beginn ihres Teams.

(Foto: REUTERS)

12. Minute, 3:5: Nach zwei gescheiterten mazedonischen Angriffen probiert es Kiril Lazarov diesmal selbst. Doch auch gegen den Weltstar ist Wolff zur Stelle. Dritte Parade in Folge.

11. Minute, 3:5: Endlich wieder ein erfolgreicher Abschluss. Weinhold kämpft ihn in Unterzahl zum Anschlusstreffer rein.

10. Minute, 2:5: Offensiv geht weiter nicht viel, Weber handelt sich die erste Zwei-Minuten-Strafe des Spiels ein. Doch Wolff ist da und entschärft den nächsten Abschluss von Mazedonien. Er läuft warm.

10. Minute, 2:5: Wunderschön bedient Kiril Lazarov seinen Mitspieler Goce Georgiewski auf Rechtsaußen, der per Kempa-Trick abschließt. Doch diesmal ist Wolff da. Schöner Angriff, noch schönere Parade.

9. Minute, 2:5: Nächster Ballverlust der "Bad Boys" bei eigenem Angriff. Die deutschen Handballer machen ihrem Spitznamen bislang leider spielerisch alle Ehre.

8. Minute, 2:5: Die Anfangsphase geht klar an Mazedonien. Nach deutschem Schrittfehler geht das Angriffsrecht an die Mazedonier, die mit Kuzmanovski wuchtig durch die Mitte treffen. Der Ball schlägt im rechten oberen Torwinkel ein, Wolff ist machtlos.

7. Minute, 2:4: Mazedonien spielt in der Anfangsphase bei eigenem Angriff immer ohne Torhüter. Die Überzahl nutzt Žarko Peševski.

6. Minute, 2:3: Das DHB-Team bleibt dran. Steffen Weinhold kämpft den Ball ins Tor zum Anschlusstreffer.

6. Minute, 1:3: Deutschland baut eine Handball-Mauer auf, Mazedonien antwortet mit Handball-Kunst. Nach doppeltem Kempa-Trick kommt Kiril Lazarov zum Abschluss und vollendet einen Weltklasse-Spielzug. Wow.

4. Minute, 1:2: Finn Lemke ist zurück! Prokop reagiert personell und bringt den Rückkehrer unerwartet früh. Dort steht jetzt mit Lemke, Patrick Wiencek und Hendrik Pekeler eine Wand.

4. Minute, 1:2: Weber spielt schön Uwe Gensheimer auf rechts frei, der mit seinem Dreherversuch aber an Mazedoniens Keeper Mitrevski scheitert.

3. Minute, 1:2: Nach dem Ausgleich will Deutschland sofort antworten. Doch der Abschluss von Spielmacher Philipp Weber durch die Mitte wird pariert. Auf der Gegenseite kommt Filip Kuzmanovski zum Abschluss - und trifft.

2. Minute, 1:1: Hatte DHB-Teammanager Roggisch vor Kreisläufer Stoilov gewarnt? Hatte er. Der hat nicht nur eine interessante Figur, sondern bestätigt die Warnungen prompt und macht das 1:1.

2. Minute, 1:0: Erster Abschluss Mazedonien, erste Parade von Wolff. Der spielt schnell zu Reichmann, der aus der Distanz ins leere mazedonische Tor trifft.

18.15 Uhr: Anwurf in Zagreb. Mazedonien hat den Ball. Im DHB-Tor beginnt Andreas Wolff.

18.15 Uhr: "Spieler gegen Mazedonien sind immer heiß", sagt DHB-Teammanager Oliver Roggisch. Bei der EM 2016 kämpfte sich das DHB-Team auf dem Weg zum Titel zu einem hauchdünnen 24:23-Vorrundensieg. Neben Kiril Lazarov warnt Roggisch insbesondere vor Kreisläufer Stojanche Stoilov.

18.13 Uhr: Das Protestdrama gegen Slowenien ist für das DHB-Team übrigens ausgestanden, auch der zweite Einspruch wurde abgelehnt. Für den europäischen Handballverband geht der Streit mit Slowenien aber noch weiter. Alle Infos dazu gibt es hier.

18.12 Uhr: Europameister und ARD-Experte Dominik Klein sagt übrigens über Lemke: "Er ist der Bad Boy schlechthin." Prokops Entscheidung, seine vielkritisierte Entscheidung zu revidieren und Lemke zurückzuholen, sei gut und ein Zeichen. Dem kann man zustimmen.

18.11 Uhr: In Zagreb werden die Hymnen gespielt. Überraschend in der deutschen Startelf: Steffen Fäth, der in den ersten beiden Spielen nur gut anderthalb Minuten auf der Platte gestanden hatte.

18.09 Uhr: "Ich bin froh, hier zu sein. Ich sage nun allen Hallo und gehe dann  ins Bett." So hatte sich Lemke nach zwölfstündigem Anreise-Marathon bei seiner Ankunft in Zagreb vorgestellt. Das Team nahm seine Rückkehr hocherfreut auf. "Jetzt haben  wir unseren erfahrenen Abwehrchef zurück. Ich freue mich sehr für  Finn", kommentierte DHB-Keeper Andreas Wolff die Rückkehr.

18.02 Uhr: Die deutsche Zielsetzung ist klar: Prokop will mit seinem Team als Gruppensieger in die Hauptrunde einziehen, um eine realistische Halbfinalchance zu wahren. Heißt auch: Gegen Mazedonien muss für den Titelverteidiger zwingend ein Sieg her. Dafür hat der Bundestrainer nach der defensiv erschreckenden ersten Halbzeit und der "Mini-Meuterei" gegen Slowenien personell reagiert. Für Abwehrspieler Bastian Roschek holte er den zuvor als Abwehrchef abgesetzten Europameister Finn Lemke zurück ins Team, der aus Fuerteventura eingeflogen wurde. Den Mittelblock, die Abwehrzentrale, werden gegen Mazedonien zunächst Patrick Wiencek und Hendrik Pekeler bilden.

 

17.57 Uhr: Und was sagt Handball-Bundestrainer Christian Prokop zu den Mazedoniern? Er warnt, und tat das schon vor dem Turnierstart: "Es wäre aber ein Fehler, diese Mannschaft auf die Lazarov-Brüder zu reduzieren. Wenn man Ristovski im Tor sieht, der Spiele entscheiden kann, oder auch ein Filip Taleski, der in der Bundesliga zwar unter Wert spielt, aber ein riesiges Potenzial hat, dann wissen wir, dass die Aufgabe schwer wird."

17.51 Uhr: Schauen wir kurz auf Mazedonien. Unumstrittener Star ist Kiril Lazarov. Auch wenn der wurfgewaltige Rückraumspieler inzwischen schon 37 Jahre alt ist, bleibt das mazedonische Spiel auf ihn und seinen jüngeren Bruder Filip zugeschnitten. Bei den beiden knappen EM-Siegen über Slowenien und Montengro hämmerte Kiril Lazarov den Ball bereits elfmal ins gegnerische Tor. Bruder Filip steuerte fünf Treffer bei.

17.45 Uhr: Handball-Europameisterschaft, EM-Gruppenfinale in Zagreb, Deutschland gegen Mazedonien. Herzlich willkommen zum Liveticker!

Nach der Torgala gegen Montenegro zum EM-Start brauchten die deutschen Handballer gegen Slowenien schon Video-Wahnsinn, um zumindest einen "glücklichen, einen dreckigen Punkt" zu erkämpfen, so formulierte es Regel-Titan Silvio Heinevetter im n-tv.de Interview. Was bringt das Gruppenfinale gegen Mazedonien? Lassen wir uns überraschen - möglichst positiv.

Quelle: ntv.de, Von Christoph Wolf