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Der Zittersieg im Re-Live DHB-Team erkämpft sich das Wohlfühl-Ende

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Deutschland und Portugal liefern sich ein enges Spiel um Platz fünf.

(Foto: imago images/foto2press)

Die Handball-EM geht für Deutschland einen Tag früher zu Ende, als erhofft. Und trotzdem geht es für das DHB-Team nach einem wechselhaften Turnier noch um was: Um Platz fünf und vor allem um ein gutes Gefühl. Ob ein guter Abschied gelang, lesen Sie im Re-Liveticker.

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Fazit: Die Europameisterschaft 2020 ist für die deutsche Handball-Nationalmannschaft Geschichte - und die endet nach einer enttäuschenden Vorrunde, viel Trubel nach dem Drama gegen Kroatien und einer starken Hauptrunde versöhnlich: Ein arg gebeuteltes DHB-Team erkämpft sich Platz fünf gegen starke Portugiesen, die hier heute noch einmal gezeigt haben, wie sie Frankreich und Schweden besiegen konnten. In der Abwehr fand Deutschland ohne den etatmäßigen Innenblock Pekeler/Wiencek vor allem in der zweiten Halbzeit nahezu überhaupt kein Mittel gegen die starken Kreisanspiele und das Überzahlspiel der Portugiesen. So war es in der ersten Hälfte Andreas Wolff, der durch zahlreiche Paraden für die Pausenführung sorgte - und am Ende konnte dann Johannes Bitter viele wichtige Bälle halten. Offensiv sorgte vor allem Johannes Kühn in der Schlussphase für die wichtigen Tore, als das Spiel in Richtung der Portugiesen zu kippen drohte.

Deutschland - Portugal 29:27 (14:13)

Deutschland: Wolff (Kielce/2), Bitter (Stuttgart) - Kühn (Melsungen/6), Golla (Flensburg/4), Michalczik (Minden/3), Zieker (Stuttgart/3), Häfner (Melsungen/2), Kohlbacher (Rhein-Neckar Löwen/2), Schmidt (Stuttgart/2), Böhm (Hannover/2), Drux (Berlin/1), Kastening (Hannover/1), Reichmann (Melsungen/1/1), Gensheimer (Rhein-Neckar Löwen), Weber (Leipzig)
Portugal: Quintana, Capdeville - Ferraz (4), Borges (4), Branquinho (3), Martins (3), Silva (3), Cavalcanti (2), Salina (2), Moreira (2/1), Portela (1), Areia (1), Magalhaes (1), Frade (1)
Schiedsrichter: Kurtagic/Wetterwik (Schweden)
Zeitstrafen: 3:4
Siebenmeter: 1/1:3/1

Mit Platz fünf holte die Mannschaft von Christian Prokop letztendlich das Maximum raus, mehr war nach den vielen Absagen echter Schlüsselspieler schon vor Turnierstart wohl einfach nicht drin. Vergessen wir trotz aller berechtigter Kritik an seltsam schwachen Auftritten in der Vorrunde nicht: Die vier Verlustpunkte der deutschen Mannschaft im Laufe des LTurniers resultieren ausschließlich aus den Partien gegen den kommenden Europameister und dessen Finalgegner. Im April stehen nun drei knackige Pflichtspiele in drei Tagen an: Gegen Schweden, Slowenien und den Afrikameister (Angola oder Algerien) geht es vom 17.-19. April in Berlin um zwei Tickets für Olympia.

60. Minute, 29:27: Was für eine Szene! Erst sichern sich die Portugiesen einen langen Ball elegant, dann hält Bitter aber den freien Wurf. Das war die Vorentscheidung, Deutschland schließt dieses Turnier auf Platz fünf ab.

58. Minute, 29:27: Drittes Tor für Marian Michalczik! Der Leipziger spielt hier stark - tolle Bewegung. Und dann blockt Golla, danach hält Bitter. Jetzt die Chance zu einer ganz kleinen Vorentscheidung.

57. Minute, 28:27: Aber durch ist das hier natürlich noch lange nicht: Ferraz verkürzt wieder.

57. Minute, 28:26: Stark von Kohlbacher: Der Kreisläufer erzielt einen ganz wichtigen Treffer. Deutschland biegt hier vielleicht wieder auf die Siegerstraße ein.

55. Minute, 27:26: Diesmal trifft Häfner von ganz weit draußen. Wichtiges Tor, nachdem Quintana zuvor spektakulär sgegen Reichmann gehalten hatte. Der portugiesische Keeper liefert hier auch ein ganz starkes Spiel ab.

54. Minute, 26:26: Die Schiedsrichter überprüfen einen Fehlwurf von Kühn am Bildschirm. Zunächst hatten sie hier weiterlaufen lassen, nach Ansicht der Bilder gibt es für einen Schubser aber doch noch zwei Minuten für die Portugiesen und Freiwurf für die deutsche Mannschaft.

53. Minute, 26:26: Das alte Spiel: Pass auf Borges, diesmal gibt es den Siebenmeter. Und den hält Bitter! Große Aktion des Stuttgarters! Jetzt aber.

52. Minute, 26:26: Kein guter Abschluss von Häfner. Es drohte zwar das Zeitspiel, die Wurfentscheidung war dann aber doch sehr wild.

51. Minute, 26:26: Wieder Kühn! Der Melsunger kämpft sein Team zum Ausgleich. Gute Phase für den Rückraumlinken. Und dann hält auch Bitter seinen ersten Ball des Tages. Wichtige Parade gegen Portela.

49. Minute, 25:26: Das ist wichtig: Kühn verkürzt wieder. Jetzt heißt es dranbleiben. In der Abwehr provoziert Reichmann das Stürmerfoul.

48. Minute, 24:26: Starke Aktion wieder von Silva: Der Spielmacher mit der Brille narrt die deutsche Abwehr, setzt Branquinho in Szene - und der trifft. Und Martins legt nach: Portugal zwei vorne.

47. Minute, 24:24: Da ist die portugiesische Führung. Wieder ist es Borges, wieder kann die deutsche Mannschaft das Anspiel nicht verhindern. Immerhin kann Zieker schnell wieder ausgleichen. Zwei Minuten gibt es obendrauf.

46. Minute, 23:23: Durchschnaufen. In Unterzahl steigt Häfner hoch, wirft völlig mittig, aber der Ball rutscht Quintana durch die Hosenträger. Im deutschen Tor steht jetzt Johannes Bitter, kann den Ausgleich aber auch nicht verhindern.

44. Minute, 22:22: Das gibt es doch nicht: Der Ball landet wieder bei Kreisläufer Alexis Borges und der trifft. Prokop nimmt die Auszeit und fordert "Widerstand!". Denn "dann brechen die weg". Das werden wir noch sehen müssen.

43. Minute, 22:21: Nächster Treffer für Kühn, der im fünften Versuch zum vierten Mal trifft.

42. Minute, 21:21: Nächster Treffer durch Wolff! Der Torwart ist gedankenschnell und präzise. Paul Drux war an der Aufgabe vor wenigen Sekunden noch gescheitert. Aber die Portugiesen gleichen postwenden aus.

41. Minute, 20:20: Die deutsche Abwehr findet hier im Moment keine Mittel gegen die portugiesische Offensive, immer wieder landet der Ball bei einem freien Mann. Da ssind aber auch großartige Anspiele. Gerade kippt hier die Partie.

40. Minute, 20:19: Zieker kontert den Ausgleich durch Quintana. Es bleibt ein enges Ringen.

39. Minute, 19:18: Jetzt klappt es wieder im sieben gegen sechs: Die Portugiesen bekommen wieder einen Spieler freigespielt - Anschluss.

38. Minute, 18:16: Die Atmosphäre in der leeren Riesenarena ist übrigens so mau, dass man jedes Kommando, jede Absprache hören kann. Für Freunde der ungefilterten Kommunikation ist das hier ein Fest.

36. Minute, 18:16: Und diesmal ging es ganz nach hinten los: Ballverlust Portugal - und Andreas Wolff erzielt seinen zweiten Turniertreffer. Im nächsten Versuch spielen sie ihre Überzahl im Rückraum aber gut aus und Martins verkürzt wieder.

36. Minute, 17:15: Die Portugiesen stellen die deutsche Abwehr auch taktisch vor eine neue Aufgabe, immer wieder spielen sie im Angriff sieben gegen sechs. Das erlebte man bei diesem Turnier ganz, ganz selten. Bisher kann das DHB-Team das aber gut kompensieren.

36. Minute, 17:15: Deutschlands Senkrechtstarter Timo Kastening ist hier noch nicht so richtig drin, der Hannoveraner hat schon drei Fehlversuche angesammelt. Gut: Julius Kühn trifft zweimal hintereinander.

34. Minute, 15:15: Und der nächste Abpraller landet erst bei einem Portugiesen und dann im deutschen Tor: Diogo Branquinho gleicht aus.

33. Minute, 15:14: Kohlbacher schnappt sich den Ball und trifft aus für ihn ungewohnter Distanz: Das waren mehr als sechs Meter.

32. Minute, 14:14: Weiter geht´s - und zwar mit einem Fehlwurf von Schmidt. Der erste portugiesische Versuch zum Ausgleich landet an der Latte, den zweiten nutzt Alexandre Cavalcanti.

Halbzeitfazit: Die arg dezimierte deutsche Nationalmannschaft führt zur Halbzeit gegen die EM-Überraschungsmannschaft Portugal mit 14:13. Die Ausfälle von Patrick Wiencek und Hendrik Pekeler machen sich in der Defensive gegen ungeheuer schnelle und passsichere Portugiesen bemerkbar, neun Paraden von Andreas Wolff sorgten aber für eine knappe Führung. Im Angriff häuften sich in der Endphase der ersten Halbzeit die technischen Fehler, was auch vielen Wechseln und großen Spielanteilen für die Spieler aus der zweiten Reihe geschuldet ist. Und vergessen wir nicht: Diese Portugiesen haben bei dieser EM schon Handball-Großmacht Frankreich geschlagen und in der Hauptrunde Rekordeuropameister Stockholm gedemütigt.

Wir erleben hier ein unterhaltsames Spiel um Platz fünf, abschenken wird hier niemand. Gleich geht es weiter.

Halbzeit, 14:13: David Schmidt besorgt mit einer schönen Energieleistung die Halbzeitführung.

28. Minute, 13:13: Das ist hier ein intensiver Kampf, die Portugiesen bringen die deutsche Abwehr ordentlich in Bewegung. Da ist es beinahe schade, dass ihnen der Kempa-Trick misslingt. Den Ballbesitzt kann das DHB-Team aber nicht nutzen, man stoppt den eigenen Angriff mit dem schon fünften technischen Fehler.

27. Minute, 13:13: Und da ist wieder der Ausgleich: Schmidt spielt einen unkonzentrierten Pass zur Mitte, den die Portugiesen abfangen. Magalhaes versenkt den Gegenstoß.

26. Minute, 13:11: Jetzt wieder die Zwei-Tore-Führung, weil Wolff eine große Parade gelingt. Das 13:11 erzielt David Schmidt, der hier möglicherweise erstmal wieder seine Abschiedsvorstellung aus dem engeren Kreis der Nationalmannschaft gibt. Vorher hatte schon Michalczik getroffen.

24. Minute, 11:11: Die Portugiesen finden immer wieder den Weg an den Kreis, diesmal reicht das für einen Siebenmeter. Den hält Wolff stark, der Abpraller landet aber wieder beim Schützen - Ausgleich.

22. Minute, 11:9: Joao Ferraz erzielt seinen dritten Treffer, aber Kühn kontert sofort.

21. Minute, 10:8: Ganz starke Szene von Golla: Michalczik findet den 22-Jähringen mit einem Tipppass, eine schnelle Drehung später liegt der Ball im Tor und ein Portugiese sitzt mit einer Zwei-Minuten-Sperre auf der Bank.

19. Minute, 9:8: Die Portugiesen spielen das toll, mit Tempo und Spielwitz bringen sie sich immer wieder in gute Wurfpositionen. Aber: Andreas Wolff ist hier in guter Form und nimmt dem Außenseiter einen freien Wurf vom Kreis weg. Sechs Paraden hat der Europameister von 2016 schon auf dem Konto.

17. Minute, 8:8: Kuriose Szene: Deutschland erobert den Ball, Michalczik will ihn ins leere Tor der Portugiesen werfen, doch Zieker interpretiert den Versuch als Pass und streckt sich vergeblich danach - es reicht nur, um den Wurf zu entschärfen. Den Fauxpas nutzen die Portugiesen zum Ausgleich.

15. Minute, 8:7: Was für ein Knaller von Joao Ferraz: Mit 119 Km/h donnert der ehemalige Wetzlarer den Ball an die Latte, von da prallt er an den Rücken von Wolff und von dort ins Tor. Vorne setzt Julius Kühn Patrick Zieker in Szene - und der Stuttgarter trifft.

14. Minute, 7:6: Mit Golla und Marian Michalczik stellen jetzt die beiden jüngsten deutschen Spieler den Innenblock - und bilden auch vorne die Achse. Und Michalczik macht´s. Sein erstes Turniertor!

13. Minute, 6:5: Der muss rein: Patrick Zieker entschließt sich, einen Tempogegenstoß auf eigene Faust zu Ende zu laufen, setzt seinen Aufsetzer aber an die Latte. Zieker ist neben Böhm sicherlich einer, der hier im Hinblick auf kommende Aufgaben Werbung in eigener Sache betreiben müssen.

11. Minute, 6:4: Deutschland wieder kurz mit zwei Toren vorne: Böhm knallt einen Ball mit 121 Km/h ins lange Eck. Dann geht es schnell: Erst verkürzt Silva, dann trifft Drux.

8. Minute, 4:3: Jetzt steht Uwe Gensheimer nach der Zeitstrafe für Zieker doch auf dem Feld, mit der erneuten Führung hat er aber nichts zu tun, die erzielt Golla.

7. Minute, 3:3: Tobias Reichmann netzt den nächsten Siebenmeter ein, aber Portugal bleibt dran. Deutschland jetzt für eine halbe Minute in doppelter Unterzahl - Paul Drux und Patrick Zieker sitzen draußen. Das nutzen die Portugiesen aus. Ausgleich.

3. Minute, 2:0: Nachdem ihm Johannes Bitter zuletzt den Rang als Starter abgelaufen hat, steht heute wieder Andreas Wolff im deutschen Tor. Bisher hat sich das gelohnt: Schon zwei Paraden, auch deshalb kann Fabian Böhm auf 2:0 stellen.

1. Minute, 1:0: Johannes Golla bringt Deutschland in Führung. Der Flensburger wird heute reichlich Spielanteile bekommen, in der Abwehr bildet er zusammen mit Paul Drux den Innenblock. Uwe Gensheimer ist übrigens doch dabei, sitzt aber nur auf der Bank.

15.59 Uhr: Das hier ist auch noch einmal eine Chance für die Spieler, sich für das - pardon - sauschwere Olympia-Qualifikationsturnier in Erinnerung zu bringen. Vom 17.-19.4. geht es in Berlin gegen Schweden, Slowenien und Angola oder Algerien um zwei Ticekts für Tokio. Aber jetzt geht es hier vor einigermaßen leeren Rängen los.

15.52 Uhr: Das Spiel findet übrigens in der Tele 2-Arena von Stockholm statt, normalerweise wird hier Fußball gespielt. Entsprechend sind die Dimensionen für Handballprofis gewaltig. "Das ist schon bombastisch", staunte Jogi Bitter nach dem Abschlusstraining. Und der hat 2007 auf dem Weg zum WM-Gold in den gewaltigen Hallen in Köln und Dortmund gespielt. "Das sieht toll aus und fühlt sich gut an." Das Problem: Die Ränge werden ohne skandinavische Beteiligung wohl eher spärlich besetzt sein. Johannes Kühn soll das egal sein. Der Melsunger Rückraumshooter fordert von sich und seinen Kollegen: "Wir müssen  jetzt noch einmal alles raushauen und wollen das Spiel gewinnen, dann können wir auch zufrieden sein."

15.46 Uhr: Aber auch mit Gensheimer, Pekeler und Wiencek hätten die Portugiesen eine hohe Hürde dargestellt. In der Vorrunde schlug das Team die Franzosen, in der Hauptrunde verpasste die Truppe Rekordeuropameister Schweden eine üble Klatsche (35:25). Die meisten Spieler stehen beim Champions-League-Club FC Porto unter Vertrag - und das macht sie so gefährlich: "Die Portugiesen machen einen richtig guten Job. Das ist eine Mannschaft, mit der wir in den nächsten Jahren unsere Wege kreuzen werden", sagte Prokop.

15.44 Uhr: "Für uns ist das ein ganz wichtiger Abschluss auch im Hinblick auf das Qualifikationsturnier. Es ist ja bekannt, dass Portugal sich auch qualifiziert hat", sagte Bundestrainer Christian Prokop der ARD-Sportschau am Freitag. Das Spiel sei "eine Investition in die Zukunft", sagte Prokop, "viele Spieler kriegen die Chance, gegen eine Top-Mannschaft zu spielen, wo man eine Top-Leistung bringen muss. Wir werden sehen, wo wir stehen".

15.36 Uhr: Worum es gegen die Portugiesen geht, die in der Vorrunde für die Handball-Großmacht Frankreich historisch geschlagen hatte, gab gestern DHB-Vizepräsident Bob Hanning vor: Ich wünsche mir einfach für die Mannschaft, dass dieser letzte Eindruck nochmal ein Highlight wird. Ob wir das schaffen, kann ich nicht sagen", sagte Hanning. "Ich glaube, dass das extrem schwer wird. Aber ich glaube, dass die Mannschaft versuchen wird, sich einen positiven Abschluss auch für den Kopf nochmal mitzunehmen."

Diese Aufgabe muss die Mannschaft allerdings mit einem arg gerupften Aufgebot lösen: Linksaußen Uwe Gensheimer wird wegen einer Viruserkrankung ebenso nicht zum Einsatz kommen wie Kreisläufer Hendrik Pekeler, der seit geraumer Zeit an Achillessehnenproblemen leidet. Sein Kieler Abwehrkollege Patrick Wiencek hatte aufgrund einer Knieverletzung schon zuvor passen müssen. Damit stehen dem Bundestrainer nur 14 Spieler zur Verfügung.

15.33 Uhr: Liebe Handballfreundinnen und -freunde,

es tut mir wirklich Leid, dass wir uns zum Abschluss der Europameisterschaft in diesem Rahmen zum letzten Mal hier versammeln. Auf das Spiel um Platz fünf hatte doch vor diesem Turnier wirklich niemand Lust. Um Medaillen sollte es gehen, das Halbfinale war das erklärte Minimalziel, das sich rückblickend als zu hoch gesteckt erwiesen hat. Ich finde es aber ehrenvoll, dass die Verantwortlichen im Verband, der Bundestrainer Christian Prokop und die Mannschaft nach den vielen, vielen Absagen und auch nach der schwachen Vorrunde noch daran festgehalten haben.

Natürlich muss sich das Team an ihren forschen Ansagen messen lassen, aber es ist gut möglich, dass die beiden einzigen Niederlagen des Turniers die gegen den morgigen Europameister und seinen Vize waren. Das ist dann nichts, wofür man sich entschuldigen muss, zumal die Mannschaft im Laufe dieses Turniers eine sichtbare Entwicklung durchgemacht hat. Umso wichtiger wäre es, dieses schwere Turnier mit einem positiven Gefühl abschließen zu können - mit einem Sieg gegen das Überraschungsteam Portugal nämlich. Mein Name ist Till Erdenberger und ich freue mich, dass ich Sie noch einmal durch das Spiel begleiten darf. Um 16 Uhr geht´s los.

Quelle: ntv.de