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ReLIVE: Halbfinale der Heim-WM Norwegen zerstört deutschen Handball-Finaltraum

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(Foto: dpa)

Ein Schritt fehlt den deutschen Handballern noch auf dem Weg ins Sehnsuchts-Endspiel bei ihrer Heim-WM. In Hamburg geht's gegen Norwegens Tormonster, die Deutschland in der ersten Halbzeit verputzen. Auch in der zweiten Halbzeit schmeckt das DHB-Spiel nicht gewohnt gut.

Fazit (VI): Die Aggressivität, die gegen Norwegen bisweilen fehlte, zeigt auch DHB-Kapitän Uwe Gensheimer im ARD-Interview. "Super Frage" ätzt er nach der freundlichen Erkundigung nach seinem Befinden, ehe er nachschiebt: "Uns geht's beschissen."

Wir lesen uns wieder am Sonntag zum kleinen WM-Finale. Dort trifft WM-Mitgastgeber Deutschland auf Rekord-Weltmeister Frankreich als Ouvertüre für das skandinavische Finale zwischen Dänemark und Norwegen. Und damit: Tschüss!

Den Spielbericht zum bitteren deutschen WM-Aus finden Sie hier. Hilft ja nix.

Fazit (V): Auch Silvio Heinevetter stellt sich, in der Hamburger Halle bräuchte es inzwischen nur noch wegen der stumpfen Stimmungsmusik ein Mikro. Fans sind kaum noch da. Bilanz des Keepers, der früh für Andreas Wolff ins deutsche Tor durfte: "Vorne und hinten der Wurm drin." Aber, betont er: "Übermorgen sind wir wieder voller Kräfte und Tatendrang." Dann sieht Handball-Deutschland wieder ein anderes DHB-Team. Wäre gut.

Fazit (IV): Ein Knackpunkt im deutschen Spiel: Die frühe Rote Karte für Abwehrchef Hendrik Pekeler, der schon in der 44. Minute auf die Bank musste. Keine Lust hat Bundestrainer Christian Prokop auf die Frage des ARD-Kollegen, ob Norwegen das Spiel gewonnen oder Deutschland es verloren haben. "Das ist eine dumme Frage", sagt er knapp und stellt klar: "Heute war Norwegen einfach besser." Ein wenig mehr traute im Rückraum hätte sich Prokop aber doch gewünscht.

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Fazit (III): Flüstermodus auch bei Abwehrriese Finn Lemke. "Sehr bedauerlich" nennt der 2,15-Meter-Riese den K.o. - und richtet den Blick sofort auf den Sonntag. Da geht es gegen Frankreich immerhin um eine WM-Medaille. Motto deshalb: Aus abhaken und den zur Unzeit verlorenen WM-Flow der Gruppenphase und Hauptrunde wieder ausgraben.

Fazit (II): Niedergeschlagen: Rückraumriese Paul Drux, der sein enttäuschtes Spielfazit vor Niedergeschlagenheit fast ins ARD-Mikro flüstert. Seiner Analyse - zu wenig Intensität, zu viele einfache Tore, Pech bei den Zeitstrafen - ist nichts hinzuzufügen. Norwegen war einfacher abgezockter.

Fazit (I): "Brutal schön" nannte Bundestrainer Prokop das Halbfinalduell mit Norwegen vorab. Es beginnt furios und endet brutal bitter. Allerdings: Mit Norwegen setzt sich in Hamburg die an diesem Abend bessere Handball-Mannschaft durch. Herausragend bei den Norwegern, die ihr zweites WM-Finale in Folge bestreiten: Denker und Lenker und Torschütze Sander Sagosen sowie Kreisläufer Bjarte Myrhol, der zum besten Spieler der Partie gewählt wird. Kann man machen.

60. Minute, 25:31: Nach weiteren Toren des überragenden Sander Sagosen und von Goran Johannessen heißt es am sogar 25:31. Das Spiel ist aus, Deutschland ist raus - und spielt jetzt statt im Traum-WM-Finale gegen Mit-Gastgeber Dänemark am Sonntag gegen Rekord-Weltmeister Frankreich um Platz drei.

59. Minute, 25:29: Nur noch 85 Sekunden hat das DHB-Team, um drei Tore aufzuholen. Als noch 77 Sekunden auf der Uhr sind, sind es schon vier Tore, Myrhol trifft mal wieder.

58. Minute, 25:28: Von Sagosen gibt's Tormedizin für den hinkenden Teamkollegen Röd, dem DHB-Team und den entgeisterten deutschen Fans schmeckt sie richtig bitter.

58. Minute, 25:27: Was man niemandem wünscht, nicht einmal einem aufmüpfigen norwegischen Handballer: Von Patrick Wiencek und Paul Drux in die Zange genommen zu werden. Norwegens Torjäger Magnus Röd passiert aber genau das, er kann das Parkett nicht allein verlassen. Bitter - und gute Besserung!

57. Minute, 25:27: Wie ein Lämmerschwanz wackelt das deutsche Tor, nachdem Johannessen den Ball an den Pfosten nagelt. Auch im Nachsetzen sitzt der norwegische Angriff nicht, schließlich kommt Deutschland in den Gegenstoß. Wiede vollendet, wieder Hoffnung. Und wieder DRAMA!

56. Minute, 24:27: Aufgeben? Abschenken? Nicht mit Fabian Böhm. Dessen Motto: Einschenken, und zwar den Norwegern ein Tor.

55. Minute, 23:27: Auszeit Norwegen, Crunchtime in Hamburg. Und direkt nach Wiederbeginn heißt es: Der Kreis bleibt heiß im norwegischen Spiel. Kristian Björnsen trifft völlig frei, während er mutmaßlich "Allein, allein" summt.

55. Minute, 23:26: Nennen Sie Ihre Kinder SILVIO, also vielleicht mit viertem Vornamen. Die Parade von Herrn Heinevetter gegen Norwegens Kreistortroll Myrhol ist einfach schön. Die von Norwegens Keeper gegen Fabian Wiede kurz darauf allerdings auch. Der heißt übrigens Torbjorn ...

54. Minute, 23:26: Um Norwegens Röd herum zieht Böhm ab. Schöner Wurf, schöner Treffer.

52. Minute, 22:26: Fäth verliert den Ball, was Röd bestraft. Vier Tore Rückstand, obwohl Heinevetter zwischendurch pariert.

51. Minute, 22:25: Und da ist sie schon! Mit dem linken Fuß pariert Heinevetter gegen den durchgebrochenen Sagosen. Guter Mann! Weil es danach beim deutschen Angriff keinen Durchbruch gibt, nimmt Christian Prokop die letzte Auszeit. Tenor: Fighten, fighten, fighten!

50. Minute, 22:25: Noch zehn Minuten in Hamburg - und langsam braucht Deutschland ein Handball-Wunder. Dabei helfen würde eine Heinevetter-Parade als Wachmacher.

48. Minute, 22:25: Im Moment hält das DHB-Team gut mit und den Abstand konstant. Hinten hält es aber keinen, auch nicht gegen Magnus Röd. Das muss anders werden - und die Zeit läuft ab.

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Uwe Gensheimer trifft wie ein Kapitän - trotzdem liegt Deutschland gegen Norwegen zurück.

(Foto: dpa)

47. Minute, 22:24: Deutsches Tormonster gefällig? Bitteschön, Gensheimer heißt es. Siebter Treffer im siebten Versuch, diesmal von links.

46. Minute, 21:24: Bjarte Myrhol, noch so ein norwegischer Tortroll. Schon wieder frei am Kreis, schon wieder drin.

45. Minute, 21:23: Sagosen aus dem Rückraum, vierter Treffer für den überragenden Mann des Spiels. Aber Groetzki antwortet. Wichtig. Sehr wichtig!

44. Minute, 20:22: Gerade noch Ekstase, jetzt schon wieder Ernüchterung, denn Böhm verpasst es auf 20:21 zu stellen. Als bittere Zugabe kassiert Hendrik Pekeler seine dritte Zeitstrafe - damit ist das Halbfinale für ihn beendet. Herbe Schwächung für die ohnehin nicht sattelfeste DHB-Deckung. In Unterzahl macht Böhm trotzdem das 20:22, nachdem Sagosen für Norwegen getroffen hatte.

43. Minute, 19:21: Nach Fehler von Sagosen könnte Deutschland auf zwei verkürzen - und tut das durch Jannik Kohlbacher. Der tankt sich am Kreis durch und den Ball rein. Kurz darauf mal wieder Ekstase, denn Björnsen scheitert gegen Heinevetter am Pfosten.

41. Minute, 18:21: Böhm zieht mit Wucht und Wille an den Kreis - und dadurch einen Siebenmeter. Gensheimer verwandelt auch den souverän.

40. Minute, 17:21: Magnus Jondal kann es nicht nur per Siebenmeter, sondern auch von linksaußen. Er trifft via Innenpfosten.

39. Minute, 17:20: Fehlwurf von Norwegens Eivind Tangen aus dem Rückraum, Erleichterung bei den bereits dezent pfeifenden Fans - und kurz darauf Jubel, als Böhm über den falschen Fuß abzieht und die norwegische Deckung auf dem falschen Fuß erwischt.

38. Minute, 16:20: Wieder vier. Sagosen findet am Kreis Myrhol. Nix zu machen für Wolff und - bei aller Sagosen'schen Klasse - auch einfach zu einfach. Da muss mehr kommen.

37. Minute, 15:19: Auszeit durch Christian Prokop - der sich an einer Mischung aus Beruhigung und Motivation probiert. Taktisch soll umgestellt werden, zudem fordert er mehr Aktivität und Bewegung. Die braucht es auch. Immerhin: Direkt nach der Auszeit kämpft Tim Suton den Ball ins Tor. Nur noch drei.

37. Minute, 15:19: Nächstes Tor, wieder für Norwegen. Eivind Tangen kompromisslos. Wolff chancenlos - und bedient. Schon wieder.

36. Minute, 15:18: Sagosen zeigt sein gesamtes Repertoire, ist ja schließlich WM-Halbfinale. Zu seinem Repertoire gehört auch: Rückraumknaller. Aus neun Metern schlägt der Ball links oben ein.

35. Minute, 15:17: Es wird turbulent. Erst trifft Gensheimer winkeltechnisch höchst anspruchsvoll von links, dann Norwegens O'Sullivan trocken vom Kreis, ehe Wiede mit einem 101-km/h-Hammer antwortet.

34. Minute, 13:16: Und plötzlich liegt Deutschland wieder mit drei Toren hinten. Denn während Pekeler vorn frei am Kreis verwirft, steckt Sagosen wunderbar auf Myrhol durch. Der schweißt frei am Kreis ein.

33. Minute, 13:15: Sechs Pässe bleiben Norwegen noch zum Angriff, weil die Schiedsrichter Zeitspiel angezeigt haben. Die sechs Pässe reichen aber, um eine Zeitstrafe gegen Kohlbacher rauszuholen. In Überzahl behält Norwegen die Übersicht, Myrhol stellt wieder auf zwei vor.

31. Minute, 13:14: Norwegen eröffnet die zweite Halbzeit - und Andreas Wolff darf zurück ins DHB-Tor. Hält er so konzentriert, wie er aussieht, macht Norwegen kein Tor mehr. Halten muss Wolff erstmals nix, weil Kapitän Gensheimer den Norwegern den Ball klaut und beim Gegenstoß dann den Überblick behält. Pass auf Wiede, Tor von Wiede.

Halbzeitfazit (II): "Mutiger vorne sein, weniger parallel und dafür mehr in die Tiefe. Aber: Nur zwei Tore hinten, nix passiert, das packen wir noch. Alles nicht überraschend, voll im Soll, ein Tor Vorsprung reicht." Was das eben war? Die Halbzeit-Turboanalyse von DHB-Teammanager Oliver Roggisch im Ticker-Steno. Uff, weiter gehts.

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Halbzeitfazit (I): Alle haben ein schweres Spiel erwartet - und das liefert Norwegen den deutschen Handballern. Die agieren zu oft zu fahrig und hektisch. Verloren ist noch lange nichts, aber in der zweiten Halbzeit braucht es etwas mehr Ruhe, etwas mehr Paraden - kurz etwas mehr von jenem Fokus und jener Konzentration, die DHB-Vizepräsident Bob Hanning dem Team direkt vor Spielbeginn noch optimistisch attestiert hatte. Entscheidend dürften die Zeitstrafen werden, die im ersten Durchgang üppig verteilt wurden.

30. Minute, 12:14: Nur noch ein Tor Rückstand - denn "Böööööööööööööööööööööhm" verkürzt per Rückraumgeschoss. Der ARD-Kommentator ist begeistert, die Halle in Hamburg auch - da steht der n-tv.de Liveticker nicht zurück. In die Pause geht das DHB-Team trotzdem mit einem Zwei-Tore-Rückstand, denn kurz vor Ende verschuldet Finn Lemke noch einen Siebenmeter. Eine Sache für Jondal und damit tortechnisch eine klare Sache.

29. Minute, 11:13: Was war denn das? Viel Risiko am norwegischen Kreis, das sich leider nicht lohnt. Wir decken das Mäntelchen des Schweigens über den Fehlpass von Fabian Wiede. Glück für Deutschland: Auch Sagosen leistet sich einen Superstar-untypischen Fehler.

28. Minute, 11:13: ... in der DHB-Coach Prokop an einer Schussfalle für die Norweger bastelt. In eine Art Schussfalle tappt dann auch Sander Sagosen, der gegen Abwehrkolosse Wiencek zieht - und von ihm einfach abprallt. Grenzwertig konsequent verteidigt.

27. Minute, 11:13: Und plötzlich ist Platz auf der Platte, denn nach doppelter deutscher Unterzahl müssen binnen 18 Sekunden auch die Norweger Overby und Gullerud auf die Strafbank. Siebenmeter gibt es auch noch für Deutschland, den wirft Matthias Musche - und zwar mit ganz viel Gefühl ins Tor. Erste Auszeit Norwegen, ...

26. Minute, 10:13: Nächster technischer Fehler für Deutschland, diesmal durch WM-Nachrücker Tim Suton. Noch bitterer: Die nächste Zeitstrafe, diesmal für Gensheimer. Noch viel, viel bitterer: Kurz darauf ist Deutschland sogar doppelt in Unterzahl, da auch Pekeler runtermuss. Der verursacht außerdem noch einen Siebenmeter. Jondal sagt danke, Norwegen erstmals mit drei Toren vorn.

25. Minute, 10:12: Norwegen zaubert mit feinen Pässen, Simone Thomalla flippt im Publikum aus - weil die Norweger den Ball nicht an ihrem Lebensgefährten im DHB-Tor vorbeigezaubert bekommen. Das klappt erst nach technischem Fehler von Böhm beim deutschen Angriff und norwegischem Gegenstoß. Magnus Röd schon wieder.

24. Minute, 10:11: In Unterzahl hämmert Fabian Böhm den Ball aufs norwegische Tor - und ihn rein. Die Geschwindigkeitsanzeige steht bei 108 km/h, bisher Rekord an diesem Abend.

23. Minute, 9:11: Björnsen von rechts - und Grund für Christian Prokop, die erste Auszeit zu nehmen.

22. Minute, 9:10: Gestatten, Sander Sagosen. Norwegen wieder vorn nach Durchbruch von links. Hübsch. Weniger hübsch als hart: Die zwei Minuten für Hendrik Pekeler.

22. Minute, 9:9: Erst verkürzt Wiede, der schön zieht und abschließt. Dann reflext Heinevetter einen Gegenstoß weg, ehe Kohlbacher den nächsten deutschen Siebenmeter rausholt und die erste norwegische Zeitstrafe zieht. Die trifft Espen Lie Hansen. Apropos treffen: Das macht auch Gensheimer mit seinem vierten Tor. Wieder Ausgleich.

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Früh raus: DHB-Keeper Andreas Wolff.

(Foto: imago/Bildbyran)

20. Minute, 7:9: Aus zentraler Position schließt Goran Johannessen für Norwegen ab, drin. Danach muss Wolff für DHB-Keeper Silvio Heinevetter raus und ist nicht amused. Gilt auch für Steffen Fäth, der klar gestoßen wird, aber keinen Freiwurf erhält. Konsequenz: Gegenstoß von Norwegen, Gegenstoßtor für Norwegen durch Magnus Röd, erster Zwei-Tore-Rückstand fürs DHB-Team.

18. Minute, 7:7: Diesmal probiert es Björnsen nach einem Tempogegenstoß vom Kreis, diesmal ist Wolff da. Grandioses Fingerspitzengefühl beim DHB-Titan - und auch bei Rechtsaußen Patrick Groetzki, der auf rechts freigespielt eiskalt ausgleicht. Vorlage von Fabian Wiede, soviel Zeit muss sein.

17. Minute, 6:7: Steffen Fäth probiert's einfach mal aus neun Metern, leider vergebens. Leider nicht vergebens, aber wunderschön anzuschauen: Der Diagonalball von Sagosen auf Kristian Björnsen, der von rechts wie Air Norwegen abhebt, fliegt - und trifft.

16. Minute, 6:6: Ausgleich auf der Ergebnistafel, deutsche Unterzahl auf der Platte. Jannik Kohlbacher muss mit zwei Minuten runter, in Überzahl trifft Röd für Norwegen. Torhamstermonster.

15. Minute, 6:5: Deutschland wieder vorn - dank Gensheimers Nervenstärke vom Siebenmeterpunkt. Verursacht hatte den Sander Sagosen gegen Wiencek. Glück für die Norweger: Eine Zeitstrafe kriegt Sagosen nicht. Verbuchen wir es als Superstar-Bonus.

13. Minute, 5:5: Mit exakt 100 km/h zieht Paul Drux ab. Nix zu machen für Norwegens Keeper, Emotionseruption in Hamburg.

12. Minute, 4:5: Mit allem, was er hat, tankt sich Paul Drux durch die Abwehr, und der Berliner hat einiges zu bieten - und wird belohnt, indem er einen Siebenmeter rausholt. Chefsache beim DHB-Team, Kapitän Uwe Gensheimer tritt an - und verwandelt problemlos. Sein zweites Tor und der Ausgleich - bis Röd mit seinem dritten Tor wieder für Norwegen vorlegt.

11. Minute, 3:4: Der Ball kreiselt ewig vor der deutschen Abwehr. Von rechts nach links und zurück, nur eine Lücke in der DHB-Abwehr gibt es nicht. Als Sagosen doch eine gefunden zu haben glaubt und Magnus Röd trifft, gibt's vorher Schrittfehler.

9. Minute, 3:4: Paul Drux zieht zum Tor und wird hart attackiert - aus Sicht der tschechischen Schiedsrichter aber nicht hart genug für einen Freiwurf. Deutschland seit fünf Minuten ohne Tor.

8. Minute, 3:4: Die norwegische Abwehr steht nach deutschem Blitzstart jetzt besser. Häfner kann zwar abschließen, trifft aber nicht. Magnus Röd für Norwegen schon. Erster deutscher Rückstand.

7. Minute, 3:3: Ausgleich in Hamburg, das trotzdem weitersingt und weiterjodelt. Bjarte Myrhol vollendet auf feine Vorlage von Sander Sagosen.

6. Minute, 3:2: Wegen der Unterzahl nimmt Prokop seinen Torwart Wolff raus und bringt mit Kai Häfner einen sechsten Feldspieler. Bringt aber nix ein.

5. Minute, 3:2: Andreas Wolff meldet sich im WM-Halbfinale an mit einer Parade gegen Magnus Röd. Vorn verliert Pekeler jedoch den Ball, beim norwegischen Gegenstoß verursacht Paul Drux einen Siebenmeter und kassiert die erste Zeitstrafe. Der Strafwurf sitzt durch Magnus Jondal, sein 15. Treffer im 16. Versuch. Da kann nichtmal Wolff was wegtitanisieren.

4. Minute, 3:1: Mehrmals versuchen sich die Norweger am Torabschluss, erst mit Tempo, dann mit Wucht. Doch nachdem Patrick Wiencek das Stürmerfoul gegen Sagosen zieht, nimmt der DHB-Express Fahrt auf. Hendrik Pekeler vollendet frei und cool zum 3:1. Starker Start.

2. Minute, 2:1: Nur neun Sekunden nach der deutschen Führung fällt der norwegische Ausgleich. Magnus Röd macht's. Die DHB-Antwort auf der Gegenseite heißt Fabian Wiede, der den Ball mit 87 km/h und etwas Glück ins Tor zimmert.

1. Minute, 1:0: Fäth, Drux, zunächst kreist der Ball durch den deutschen Rückraum - bis er auf rechts links bei Kapitän Uwe Gensheimer landet. Der fliegt - und trifft.

1. Minute: Anwurf in Hamburg vor ekstatischer Kulisse. Deutschland hat den Ball.

20.26 Uhr: Hymnen in Hamburg, die DHB-Startaufstellung im Liveticker für Sie ganz frisch. Bitteschön!

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20.23 Uhr: Kollege Nordmann hatte uns in seinem Liveticker vom tiefenentspannten Torspektakel zum Hauptrundenabschluss gegen Spanien ja neben Druck auch Handball-Drama in Aussicht gestellt – und dabei ganz sicher das hochdramatische EM-Halbfinale 2016 zwischen beiden Teams im Hinterkopf. Damals musste sich das DHB-Team erst durch eine Verlängerung und nach Spielende auch noch durch einen norwegischen Protest zittern, ehe der Finaleinzug feststand – und am Ende der Titel.

20.17 Uhr: Beim WM-Triumph 2007 stand Dominik Klein selbst für Deutschland auf der Platte, das Handball-Wintermärchen reloaded begleitet er als ARD-Experte. Seine Prognose vor dem Halbfinale, das Bundestrainer Christian Prokop als "brutal schöne Aufgabe" beschrieb: Alles offen - mit minimalem 51:49-Gastgebervorteil für das Prokop-Team. Sein Tipp, auf wen es im deutschen Team besonders ankommen wird: Torwart-Titan Andreas Wolff.

 

20.10 Uhr: Torreich könnte es auch zwischen DHB-Team und Norwegern zugehen. Deutschland stellt zwar die Monster-Abwehr der WM – die Norweger hatten vor Dänemarks Rausch gegen Frankreich allerdings den Monsterangriff des Turniers. Herausragend: Rückraumstar Sander Sagosen, der in den bisherigen acht WM-Spielen schon sagenhafte 42 Tore erzielte. Allerdings: DHB-Kapitän Uwe Gensheimer kann da mit identischer Torausbeute mithalten. Problemchen: Mit Magnus Jondal hat Norwegen einen weiteren hochkarätigen Torjäger, der kommt sogar auf 46 Treffer – davon 14 von 15 verwandelten Siebenmetern.

20.00 Uhr: Einen wunderschönen guten Abend zusammen und herzlich willkommen zum zweiten Halbfinale der Handball-WM 2019. Deutschland gegen Norwegen, das verspricht angesichts der bisherigen Turnierleistungen beider Teams durchaus Feinschmecker-Handball. Gespielt wird in Hamburg, die Kulisse beim letzten deutschen WM-Heimspiel vor dem großen und kleinen Finale im dänischen Herning dürfte ähnlich euphorisch werden wie zuvor in Berlin und Köln. Aber auch spielerisch darf es gern so furios werden wie im ersten WM-Halbfinale. Da schrumpfte Co-Mitgastgeber Dänemark den Titelverteidiger und Rekord-Weltmeister aus Frankreich einfach mal zum Handball-Zwerg und kanterte die Franzosen mit 38:30 aus der WM.

Quelle: n-tv.de

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