Technik

2000-Euro-Variante möglich Apple stellt das iPhone 13 vor

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Ein mattes Schwarz und Bronze sollen neue Farben der Pro-Varianten des iPhone 13 sein.

(Foto: Youtube-Screenshot/MacRumors)

Am kommenden Dienstag präsentiert Apple die neuen iPhone-Modelle. Eine Überraschung wird es kaum geben, fast alles ist über die 13er-Serie schon bekannt. Die wichtigsten Änderungen gibt es bei Kamera, Display und Leistung, möglicherweise wird die am besten ausgestattete Variante 2000 Euro kosten.

Nachdem das iPhone-12-Quartett im vergangenen Jahr wegen der Corona-Pandemie verspätet vorgestellt wurde, geht in diesem Jahr die Premiere der neuen Modelle pünktlich am kommenden Dienstag über die Bühne. Obwohl Apple gelegentlich hart gegen Leaker vorgeht, sind auch diesmal im Vorfeld schon fast alle Details durchgesickert. Zuletzt gab es auch Infos zu den neuen Farben und der Preisgestaltung.

Dass Apple die neuen Geräte als 13er-Serie vom Stapel lässt, ist noch nicht hundertprozentig sicher, 12s wäre auch möglich. Aber diverse Zulieferer nutzen schon diese Bezeichnung und recht glaubwürdige Fotos von Verpackungslaschen lassen kaum Zweifel aufkommen. Außerdem hat Apple seit dem iPhone 6s keine S-Klasse mehr ins Rennen geschickt.

Kaum verändertes Design

Was das Design betrifft, wäre 12s durchaus die passendere Bezeichnung, denn die neuen iPhones unterscheiden sich äußerlich nicht stark von den aktuellen Geräten, wie man unter anderem in einem Youtube-Video sieht, das "MacRumors" anhand von Dummys gedreht hat, die auf wahrscheinlich echten Konstruktionszeichnungen beruhen.

So wird Apple auch in diesem Jahr vier Varianten mit drei verschiedenen Displaygrößen zum Kauf anbieten: Das iPhone 13 Pro hat ein 6,1 Zoll großes Display, das Pro Max einen mächtigen 6,7-Zoll-Bildschirm. Dazu kommen das iPhone 12 mit 6,1-Zoll-Panel und das handliche iPhone 13 Mini mit 5,4 Zoll großem Display.

Die jüngste Bestätigung eines iPhone-13-Quartetts stammt höchst offiziell von der US-Zulassungsbehörde FCC, die Zeichnungen für das neue Magnet-Ladedocks veröffentlichte, das unter anderem mit "vier neuen iPhones" getestet wurde.

Neue Farben

Zumindest einige der neuen Geräte wird man aber vielleicht sofort erkennen können, denn Apple hat angeblich das Farbangebot neu gemischt. "91Mobiles" hat in einem ukrainischen Online-Shop Angebote entdeckt, die zwar noch verhüllt sind, aber schon die Farbauswahl verraten. Demnach wird es das iPhone 13 und das iPhone 13 zusätzlich in Pink geben, die Pro-Modelle sollen Varianten in Bronze und einem matten Schwarz erhalten.

Das iPhone mini in Pink könnte ein Sammlerobjekt werden. Denn laut "Appleinsider" erwartet der treffsichere Analyst für das kommende Jahr zwei Pro- und zwei Standard-Modelle mit 6,1 und 6,7 Zoll großen Displays, also kein kleines Modell mehr.

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Diese Displayabdeckungen zeigen die veränderte Notch des iPhone 13 und des iPhone 13 mini.

(Foto: @duanrui1205)

Auch wenn man es auf den ersten Blick nicht sieht, hat sich bei den Displays etwas getan. So bleibt die unbeliebte Aussparung für die TrueDepth-Kamera zwar erhalten, soll aber wenigstens etwas kleiner ausfallen, wie Kuo laut "MacRumors" schon im Frühjahr prognostiziert hatte. Auf Twitter von @duanrui1205 gezeigte Fotos von Displaygläsern zeigen den kleinen, aber feinen Unterschied.

Schnelleres Display

Kuo wusste über seine peniblen Recherchen bei Zulieferern auch schon früh, dass die Pro-Varianten des iPhone 13 eine von 60 auf 120 Hertz (Hz) verdoppelte Bildwiederholfrequenz haben werden. Bis jetzt war Apple die Technik zu stromhungrig, aber die neue Generation von 120-Hz-OLEDs ist deutlich sparsamer. Kombiniert mit einer variablen Anpassung der Frequenz sollte dies also kein Hindernisgrund mehr sein. IPhone 13 und iPhone 13 mini haben aber voraussichtlich weiter nur 60-Hz-Bildschirme.

Kräftigere Akkus

Die Akkus aller vier Modelle sollen etwas mehr Reserven haben. Leaker Max Weinbach hat hierzu über sein Twitter-Konto @PineLeaks kürzlich einige Werte angegeben. So sollen die Batterien der beiden 6,1-Zoll-Varianten zwar gleich groß bleiben, aber eine 10 Prozent höhere Kapazität haben. Der Akku des Pro Max soll 18 bis 20 Prozent größer sein, das iPhone 13 mini rund eine Stunde länger durchhalten als der Vorgänger.

Auf einen integrierten Fingerabdrucksensor hofft man beim iPhone 13 vergeblich. Wenn überhaupt, kann man die Technik fürs nächste Jahr erwarten, wenn wieder ein größeres Upgrade ansteht. Dann ist es auch wahrscheinlich, dass Apple nur noch Funkkontakt und induktives Laden zulässt, was das Ende des Lightning-Anschlusses und Spekulationen auf einen USB-C-Eingang bedeutete.

Kein Ende nimmt die Leistungssteigerung im Inneren der iPhones. Die 13er-Serie wird von Apples neuem A15-Chip angetrieben. Angeblichen Benchmark-Ergebnissen eines Prototyps nach setzt er vor allem im Grafikbereich noch eine Schippe drauf. Neu ist auch Qualcomms 5G-Chip Snapdragon X60. Laut "Bloomberg" soll er in der Lage sein, über sein GPS-Modul Notrufe via Satellit abzusetzen, wenn sich der Nutzer in einem Gebiet ohne Mobilempfang befindet.

Lichtempfindlichere Kameras

Am meisten Gehirnschmalz haben Apples Ingenieure offenbar in die Kameras auf der Rückseite gesteckt, obwohl das optisch nicht so sehr auffällt. Der grundsätzliche Aufbau mit drei Kameras bei den Pro-Modellen und zwei Kameras bei den Standard-Geräten bleibt gleich. Beim iPhone 13 und 13 mini sollen die beiden Objektive der Kamera allerdings nicht mehr untereinander, sondern diagonal im Modul angeordnet sein.

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Die von "MacRumors" angefertigten Dummys des iPhone 13 und iPhone 13 mini.

(Foto: Screenshot/MacRumors)

"9to5Mac" schreibt, Kuo gehe davon aus, dass die Sensorgröße von 1/1.7 auf 1/2.0 Zoll anwachsen wird. Außerdem sollen die Pixel des neuen Sensors statt 1,7 jetzt 2,0 Makrometer groß sein. Man kann also annehmen, dass die neuen iPhones ein gutes Stück lichtempfindlicher sein werden.

Max Weinbach hat auch hier interessante Details geliefert. Weitwinkel- und Tele-Kamera sollen mindestens 15 Prozent empfindlicher sein, der Sensor der Ultraweitwinkel-Knipse soll sogar um 40 Prozent zugelegt haben.

Bei Nachtaufnahmen sollen die neuen iPhones erkennen, wenn Sterne am Himmel zu sehen sind und automatisch die Kamera so einstellen, dass sie auch auf den Fotos funkeln. Außerdem sollen verzerrte Schatten durch Langzeitbelichtungen ausgeglichen werden und die Farben sollen bei Nachtaufnahmen natürlicher dargestellt werden.

Video-Porträtmodus

Schließlich bekräftigt Weinbach Gerüchte, wonach die 13-er-iPhones einen Video-Porträtmodus haben werden. Dabei sollen Tiefenschärfe und andere Effekte wie bei Porträtfotos nachträglich angewendet werden können.

Kuo zufolge könnte zumindest das iPhone 13 Pro Max Weit- und Superweitwinkel-Kameras mit stabilisierten Sensoren (Sensor-Shift) haben. "Digitimes" geht davon aus, dass beide Pro-Modelle das Feature erhalten, das besser arbeitet als eine herkömmliche optische Bildstabilisierung am Objektiv.

Laut "MacRumors" erwartet Kuo außerdem, dass die Ultraweitwinkel-Kamera der Pro-Varianten wie die Hauptkamera mit einem Autofokus ausgestattet ist. Die aktuellen Geräte haben sogenannte Fixfokusobjektive. Das heißt, Schärfepunkt und Blende sind so eingestellt, dass in einem bestimmten Entfernungsbereich alles scharf dargestellt wird.

Startpreise unverändert, aber ...

Die ohnehin nicht gerade günstigen iPhones könnten in diesem Jahr noch etwas teurer werden. "Nikkei Asia" berichtet, Marktführer TSMC habe Befürchtungen bestätigt, wonach er seine Chip-Preise erhöhen müsse. Laut dem Branchendienst "Digitimes" könnte Apple bis zu 20 Prozent drauflegen müssen. "MacRumors" schreibt, es heiße, Apple wolle die Erhöhung zumindest teilweise an die Käufer weitergeben, um die Auswirkungen auf die Profitabilität der iPhone-13-Serie zu mindern.

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Möglicherweise "versteckt" Apple die Preiserhöhung hinter einem veränderten Speicherangebot der Pro-Modelle. Laut "MyDriver" könnten iPhone 13 und iPhone 13 mini wie bisher mindestens 900 beziehungsweise 800 Euro kosten und mit 64, 128 und 256 Gigabyte (GB) Flash-Speicher zu haben sein.

Auch die Pro-Modelle könnten wie gehabt mit 128 GB 1150 und 1250 Euro kosten. Laut "MyDriver" lässt Apple aber die 256-GB-Variante weg, weshalb Käufer, die mehr Speicher wünschen, gleich zu den 1500 beziehungsweise 1600 Euro teuren 512-GB-Modellen greifen müssen. Außerdem soll es Pro-Varianten mit 1 Terabyte (TB) Speicher geben, die umgerechnet 1900 und 2000 Euro kosten könnten.

Quelle: ntv.de

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