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Top 400-Euro-Smartphone OnePlus Nord 2 neuer Preis-Leistungs-Star

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Das OnePlus Nord 2 gibt es auch in mattem Grau und Dunkelgrau.

(Foto: kwe)

Vor rund einem Jahr ist das OnePlus Nord ein Verkaufsschlager, weil es starke Technik zu einem sehr guten Preis bietet. Jetzt ist der Nachfolger auf dem Markt, der für unverändert 400 Euro noch besser sein soll. ntv.de hat ausprobiert, ob das stimmt.

Im vergangenen Sommer hat OnePlus mit dem Nord einen echten Preis-Leistungs-Star auf den Markt gebracht. Denn das Android-Smartphone bot für 400 Euro bereits 5G-Empfang, ein 90-Hertz-Display, gute Ausdauer und eine sehr akzeptable Kameraausstattung. Kein Wunder, dass sich das Gerät gut verkaufen ließ und dem Hersteller 2020 einen großen Teil seines Umsatzes einbrachte. Seit dem 28. Juli ist jetzt die zweite Nord-Generation am Start, die den Erfolg des Vorgängers wiederholen soll.

OnePlus hat das Design weitgehend unverändert gelassen. Neben neuen Farben bietet das Nord 2 aber eine komplett veränderte Kamera-Optik. Die Verarbeitung ist einwandfrei und das Gerät macht einen sehr soliden Eindruck. Um den Preis niedrig zu halten, haben sich die Chinesen eine Zertifizierung gespart. Trotzdem weiß man inzwischen, dass das Smartphone einen Regenguss unbeschadet überstehen kann.

Knackiges 90-Hertz-Display

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Das Gerät wiegt 189 Gramm und ist 8,25 Millimeter dick.

(Foto: kwe)

Wie beim Vorgänger ist auch beim OnePlus Nord 2 das OLED-Display flach, was ntv.de grundsätzlich besser gefällt als seitlich gebogene Panels. Denn so ist der Bildschirm einfacher zu bedienen und Inhalte werden an den Rändern nicht verzerrt.

Das Display ist mit einer Pixeldichte von 410 ppi sehr scharf und bietet mit 90 Hertz eine hohe Bildwiederholfrequenz. Die Farben sind lebendig, aber realistisch, die Kontakte knackig und die Leuchtkraft auch für helles Tageslicht hoch genug. Der Fingerabdrucksensor ist ins Display integriert und reagiert schnell und präzise. Insgesamt hat man beim Panel das Gefühl, dass OnePlus bewährte Technik fortgesetzt hat. Aber das ist okay, die Qualität stimmt.

Neuer, leistungsstarker Chip

Unterm Bildschirm steckt die wichtigste Neuerung. Denn der 5G-Chip stammt nicht mehr von Qualcomm, sondern von Mediatek. Der taiwanische Hersteller war früher eher als Zulieferer für günstige Smartphones bekannt, hat aber aufgerüstet und bietet mit dem Dimensity 1200-AI einen sehr potenten Mittelklasse-Chip.

Im Test hat sich der Prozessor als mehr als kräftig genug für den Alltag erwiesen. Er kommt auch mit grafisch aufwändigeren Spielen zurecht und gewährt eine jederzeit flüssige Bedienung des OnePlus Nord 2. Das Testgerät ist mit 12 Gigabyte Arbeitsspeicher ausgestattet, aber die 100 Euro Aufpreis kann man sich sparen, die Standardvariante kriegt das mit 8 GB auch hin. Ein Grund mehr zu bezahlen wäre schon eher der auf 256 GB verdoppelte Flash-Speicher, da er nicht erweiterbar ist.

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Hauptkamera, ...

(Foto: kwe)

Der Mediatek-Chip ist auch nicht zu gierig, wodurch der 4500 Milliamperestunden fassende Akku das Smartphone mühelos über den Tag bringt. Im Notfall ist eine leere Batterie mit dem mitgelieferten 65-Watt-Netzteil in rund 30 Minuten wieder voll geladen, wobei eine spezielle Technik dafür sorgt, dass der Akku dabei nicht überhitzt. Da kann man verkraften, dass das OnePlus Nord 2 nicht induktiv betankt werden kann.

Schließlich ist der Chipsatz auch bei der Konnektivität auf dem neuesten Stand. Er unterstützt in beiden zur Verfügung stehenden SIM-Plätzen 5G und bietet Bluetooth 5.2 und Wifi 6.

Prima Hauptkamera, akzeptable Ultraweitwinkel-Kamera

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... Ultraweitwinkel-Kamera.

(Foto: kwe)

Die Kameraeinheit auf der Rückseite unterscheidet sich mit zwei großen Objektiven deutlich von der schmalen Einheit des Vorgängers. Sie besteht aus einer optisch stabilisierten Hauptkamera mit 50 Megapixeln (MP) und Blende f/1.88 sowie einer 9-MP-Ultraweitwinkel-Kamera mit Blende f/2.5. Ergänzt wird das Duo von einer 2-MP-Monochrom-Kamera für Tiefeninformationen.

Wie es die Spezifikationen vermuten lassen, gelingen mit der Hauptkamera sehr schöne Aufnahmen mit vielen Details. Die Knipse kommt auch mit komplizierten Lichtverhältnissen und Dunkelheit klar und überzeugt durch kräftige Farben und Kontraste. Auch die Videos der Kamera können sich mehr als sehen lassen.

Was die Ultraweitwinkel-Kamera betrifft, ist OnePlus auf dem Vorjahres-Niveau stehen geblieben: Die Bilder sehen bei gutem Licht zwar grundsätzlich gut aus, verlieren aber an den Rändern deutlich an Schärfe.

Vorne hat sich auch etwas getan: Es gibt nur noch eine sehr gute 32-MP-Frontkamera mit Blende f/2.45, die zusätzliche Ultraweitwinkel-Kamera für Gruppen-Selfies ist dagegen dem Rotstift zum Opfer gefallen.

Vorgänger auch noch attraktiv

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Ausgeliefert wird das OnePlus Nord 2 mit Android 11, dessen Benutzeroberfläche sehr dezent und nutzerfreundlich angepasst wurde. Der Hersteller garantiert zwei Jahre Updates für das Betriebssystem und drei Jahre Sicherheits-Patches.

Als Fazit kann man sagen, dass auch die zweite Generation wieder ein Preis-Leistungs-Star ist, der fast schon Oberklasse-Technik liefert. Der Unterschied zum Vorgänger ist allerdings nicht sehr groß, weswegen man auch zum ersten Nord greifen könnte, das es jetzt schon ab 330 Euro gibt. Allerdings muss man dabei bedenken, dass man dann nur noch mit einem statt zwei großen Software-Update rechnen kann.

Quelle: ntv.de

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