Technik

Schöne Spanier mit Android One BQ X2 und X2 Pro sind starke Schnäppchen

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Das BQ Aquaris X2 (links) und das Aquaris X2 Pro ähneln sich wie Zwillinge.

jwa

Schlanke Software und jahrelange Update-Garantie: Das sind die verlockenden Pluspunkte von Android-One-Smartphones. Die günstigen Top-Modelle von BQ haben aber noch mehr zu bieten. n-tv.de verrät, was das Aquaris X2 und das Aquaris X2 Pro ausmacht.

Günstige Smartphones mit guter Technik müssen nicht unbedingt aus China kommen. Neben der finnischen Kultmarke Nokia zeigen auch die Spanier von BQ mit ihren Smartphones, dass auch Europäer gut und günstig können. Beide Firmen bieten ihren Kunden dabei einen weiteren entscheidenden Vorteil: Ihre Smartphones sind Teil des Android-One-Programms und bekommen damit über Jahre schnelle Updates. Was die aktuellen BQ-Stars Aquaris X2 und Aquaris X2 Pro drauf haben, hat n-tv.de ausprobiert.

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Aquaris X2 und X2 Pro: Beide BQ-Modelle sehen so aus, wie Smartphones heute eben aussehen.

(Foto: jwa)

Rein äußerlich unterscheidet das Aquaris X2 Pro kaum etwas von den aktuellen Spitzen-Smartphones. Das Display ist groß und im 18:9-Format langgezogen, wie es gerade modern ist. Eine "Notch" an der Oberseite hat es nicht, aber die gibt's bei Samsungs Stars S9, S9 Plus und Note 9, dem HTC U12+ oder Sonys XZ2 und dem XZ2 Premium auch nicht. Das Gehäuse ist auf der Rückseite aus Glas, oben links in der Ecke sitzt eine Dual-Kamera - auch das kennt man von anderen Spitzen-Handys. Und der kreisrunde und leicht vertiefte Fingerabdruck-Scanner sitzt auf der Rückseite genau dort, wo er sitzen soll. Dass das Aquaris X2 eine Klasse unter dem Pro spielt, fällt zuerst einmal nur dadurch auf, dass die Rückseite aus griffigem Kunststoff besteht, ansonsten gleichen sich beide wie ein Ei dem anderen.

Äußerlich machen beide einen starken Eindruck. Auch die Technik stimmt: Das X2 Pro hat 4 Gigabyte (GB) Arbeitsspeicher (RAM) und 64 GB internen Speicher, das X2 ist mit 3 GB RAM und 32 GB Flash-Speicher zwar schwächer, aber immer noch gut bestückt - einen Steckplatz für microSD-Karten haben beide, alternativ können Nutzer auch zwei SIM-Karten einsetzen. Beide Modelle gibt es auch mit jeweils doppelter Speicherausstattung und mehr RAM:  64/4 GB beim X2 und 128/6 GB beim X2 Pro.

Technisch fast ebenbürtig

Technische Daten

  • System: Android 8.1
  • Display: 5,65 Zoll, LCD, Full HD+
  • Prozessor X2 Pro: Snapdragon 660
  • Prozessor X2: Snapdragon 636
  • Arbeitsspeicher X2 Pro: 4/6 GB
  • Arbeitsspeicher X2: 3/4 GB
  • Interner Speicher X2 Pro: 64/128 GB + microSD
  • Interner Speicher X2: 32/64 GB + microSD
  • Dual-Kamera: 12 MP + 5 MP, f/1.8
  • Frontkamera: 8 MP, f/2.0
  • WLAN ac, LTE Cat. 6, Bluetooth 5.0, NFC
  • USB-C
  • Akku: 3100 mAh, Quick Charge 4+
  • Maße: 150,7 x 72,3 x 8 mm
  • Gewicht X2 Pro: 168 g
  • Gewicht X2: 163 g

Einziger technischer Unterschied ist neben der Speicherausstattung der Prozessor: Im X2 Pro steckt der Qualcomm Snapdragon 660, ein schneller Mittelklasse-Prozessor, der WLAN ac, Bluetooth 5.0 und LTE unterstützt. Deutlich schwächer als die aktuellen Spitzen-Chips ist er eigentlich nur bei der Grafikleistung – wer also aufwändige Games zocken will, könnte vom X2 Pro enttäuscht werden, im Alltag dürfte man aber kaum Unterschiede merken. Das X2 hat einen Snapdragon 636, der etwas schwächer ist, für ein Mittelklasse-Smartphone aber immer noch angemessene Leistung bringt.

Im Alltag zeigen beide Geräte eine gute Leistung, flotte Navigation durch die Menüs ist kein Problem, Apps starten zügig. Das liegt auch an der schlanken Software - gemäß den Regeln des Android-One-Programms setzen beide auf nahezu reines Android ohne Zusatzsoftware. Die "BQ Plus"-App, eine Art Zusatzversicherung fürs Smartphone, und die Kamera-App sind die einzigen Ausnahmen. Willkommenes Extra: die Radio-App, mit der man UKW-Sender empfangen kann. Das Kopfhörerkabel dient als Antenne.

Die Kamera gefällt

Wichtigster Indikator für die Qualität eines Smartphones ist für viele Nutzer die Kamera. Erster wichtiger Pluspunkt für die Aquaris-Modelle: Die App ist aufgeräumt, klar strukturiert, aufs Wesentliche reduziert und mit allen Funktionen ausgestattet, die heute angesagt sind. Die Dual-Kamera mit einem 12-Megapixel- und einem 5-Megapixel-Sensor und Offenblende f/1.8 macht ansehnliche Porträt-Fotos mit Unschärfeeffekt, eine HDR-Automatik und ein manueller Modus sind auch dabei. Nützlich: Im Porträtmodus kann man die Stärke der Hintergrundunschärfe vierstufig einstellen. Vor allem bei Tageslicht gelingen beiden Aquaris-Modellen schöne Fotos.

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Das Aquaris X2 und das X2 Pro sind im Android-One-Programm, sie kommen also mit Update-Garantie.

(Foto: jwa)

Auch die Frontkamera knipst Porträtfotos mit schönem Bokeh, die Auflösung beträgt 8 Megapixel, die maximale Blendenöffnung liegt bei f/2. Im Test machen beide ansehnliche Fotos, vor allem bei Tageslicht. Die automatische Belichtungsmessung ist bei großen Helligkeitsunterschieden mitunter etwas sprunghaft, der Dynamikumfang ist kleiner als etwa bei den Spitzenknipsen des Samsung Galaxy S9 oder des Huawei P20. Das ist aber auch voll in Ordnung, denn beide Smartphones sind deutlich günstiger. Einziger spürbarer Unterschied zwischen dem X2 und dem X2 Pro: Das X2 ist bei der Verarbeitung von Aufnahmen etwas langsamer.

Starkes Gesamtpaket

Mit ihrem starken Gesamtpaket kann man beide Aquaris-X2-Modelle ruhigen Gewissens jedem empfehlen, der auf der Suche nach einem guten Android-Smartphone mit aktueller Software ist. Größter Vorteil gegenüber der Günstig-Konkurrenz aus China ist dabei das Android-One-Versprechen: Zwei Jahre lang aktuelle Software und drei Jahre lang Sicherheitsupdates. Erfahrungsgemäß kann da kein China-Smartphone mithalten und selbst die Spitzengeräte der großen Hersteller bekommen selten so lange Updates.

Damit ist das X2 Pro zum Beispiel dem technisch etwas stärkeren Honor 10 überlegen. Beide Geräte kosten rund 400 Euro. Direkt vergleichbar sind die Aquaris-Phones am ehesten mit Nokias aktuellen Modellen. Das X2 kostet 320 Euro, es ordnet sich damit preislich zwischen dem Nokia 6.1 und dem 7 Plus ein und liegt auch technisch dazwischen. Das 7 Plus, zuletzt noch als eines der besten Smartphones des Jahres ausgezeichnet, ist technisch und preislich gleichzeitig ein direkter Konkurrent zum X2 Pro - beide haben den gleichen Prozessor und Arbeitsspeicher und kosten 400 Euro. Das 7 Plus hat zwar einen größeren Akku und eine bessere Kamera mit größerem Sensor und optischem Zweifach-Zoom. Dafür ist das X2 Pro kompakter und passt besser in Hand und Hosentasche. 

Quelle: n-tv.de

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