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Abo für Private fällig DVB-T2 nicht mehr komplett gratis - was tun?

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Privatsender kann man ab sofort über DVB-T2 HD nicht mehr gratis empfangen.

(Foto: picture alliance / Britta Peders)

Ab sofort sind die privaten Sender bei DVB-T2 HD nicht mehr kostenlos. Wer RTL & Co. weiter empfangen möchte, muss jetzt ein Abo abschließen. Wer das nicht möchte, hat aber Alternativen, die oft genauso gut oder sogar besser sind.

Heute endet die kostenfreie Ausstrahlung der Privatsender über DVB-T2 HD. Zuschauer müssen jetzt für weiteren Empfang ihre Fernseher und Receiver freischalten. Nur die Sender des öffentlich-rechtlichen Rundfunks bleiben frei empfangbar.

Die für die Freischaltung des Privat-TVs nötigen Guthabenkarten gibt es für 69 Euro im Fachhandel. So abgeschlossene Abonnements sind ein Jahr gültig und enden automatisch, wie Betreiber Freenet TV mitteilt. Der auf der Guthabenkarte aufgedruckte Code kann über eine Webseite oder die Kundenhotline (0211/46 70 87 00) zusammen mit der ID-Nummer des Empfangsgeräts eingegeben werden.

Über die Webseite freenet.tv/aktivierung können Nutzer auch ein Abonnement mit Bankeinzug abschließen. Der Vorteil: Es verlängert sich zwar bis zur Kündigung automatisch, es kann aber auch jederzeit pausiert werden.

SD-Empfang über Satellit oder Kabel

Nutzer müssen aber nicht bei DVB-T2 bleiben, es gibt Alternativen. Eine relativ günstige Möglichkeit, DVB-T2 zu umgehen, ist Satellitenfernsehen. Hier gibt's die privaten Sender in SD-Auflösung kostenlos. Zwar gibt es bei den Sendern angeblich Überlegungen, auch bei dieser Technik die Gratis-Übertragung in SD zu beenden. Aber das geht nicht Knall auf Fall. Laut "Golem" dürfte dies frühestens 2022 passieren. Mieter sollten sich vor der Anschaffung aber unbedingt informieren, ob sie eine Schüssel installieren dürfen.

Ist man bereits Kabelkunde, ist es wahrscheinlich am besten, wenn man für Zweit-Geräte über eine Weiche einen weiteren Anschluss legt. Das Gleiche gilt für Kunden, die lieber DVB-T genutzt haben, weil sich die Anschlussdose zu weit vom Fernseher entfernt befindet. Wichtig ist dabei, dass das Kabel zwischen Multimediadose und Router beziehungsweise Modem nicht länger als 3,50 Meter ist. Der Weg zum Fernseher darf ruhig weiter sein, mit hochwertigen Kabeln sind zehn bis 15 Meter kein Problem. Im Zweifel erkundigt man sich beim Kundendienst.

Eine ziemlich geniale Möglichkeit, das Kabel-TV-Signal auf Android- und iOS-Geräte zu streamen, haben Besitzer einer Fritzbox 6490 Cable. Sie müssen die Funktion lediglich auf der Box einrichten und entsprechende Apps installieren. Alternativ kann man für rund 90 Euro auch einen FritzWLAN Repeater DVB-C kaufen, der ebenfalls drahtlos das Kabel-Signal weitergibt.

Streaming geht teuer oder günstig

Weitere Alternativen bietet das Internet, wo eine ganze Reihe von Anbietern um die Gunst von künftigen Ex-DVB-T-Nutzern buhlt. Wer nicht nur in HD-Qualität fernsehen, sondern auch Sendungen aufnehmen, zeitversetzt sehen oder auf eine Online-Videothek zugreifen möchte, kann die Dienste eines IPTV-Dienstes in Anspruch nehmen. Die Kosten sind bei den klassischen Anbietern aber wesentlich höher als bei DVB-T2, je nach Umfang kosten die Angebote von Telekom, Vodafone oder 1&1 ungefähr zwischen 35 und 60 Euro pro Monat. Außerdem beträgt die Mindest-Datenrate für HD-Empfang des DSL-Anschlusses je nach Anbieter zwölf bis 25 Megabit pro Sekunde (Mbit/s).

Preislich viel interessanter, aber nicht unbedingt mit weniger Funktionen ausgestattet ist Live-TV-Streaming, das auf Computern, Tablets, Smartphones oder mit Zusatz-Gerät auch auf Fernsehern empfangbar ist. Die öffentlich-rechtlichen Sender sind auch hier gratis, für HD-Qualität genügen Datenraten von rund sechs bis acht Mbit/s.

Es gibt viele TV-Streaming-Anbieter, die vielleicht interessantesten sind Zattoo, Magine TV und Waipu.tv. Bei Zattoo kostet das Premium-Abo mit 30 HD-Sendern zehn Euro im Monat. Magine TV ist mit sieben Euro günstiger, von 37 Sendern gibt es aber nur 20 in HD. Bei Waipu.tv, das durch ein eigenes Glasfasernetz besonders schnell und zuverlässig ist, kosten 61 Stationen inklusive HD-Option sowie Pause- und Aufnahme-Funktion fünf Euro. Wer außerhalb des heimischen WLAN das komplette Angebot genießen möchte, muss weitere fünf Euro ausgeben.

Quelle: ntv.de, mit dpa

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