Technik
Das Dell XPS 15 gibt's jetzt auch als 2-in-1-Gerät - ein Notebook-Trend 2018.
Das Dell XPS 15 gibt's jetzt auch als 2-in-1-Gerät - ein Notebook-Trend 2018.(Foto: Dell)
Mittwoch, 31. Januar 2018

Mehr Laufzeit, Leistung, Luxus: Deshalb wird 2018 ein tolles Notebook-Jahr

Von Johannes Wallat

Das Jahr 2018 könnte für den Notebook-Sektor besonders spannend werden. Technische Neuheiten und tolles Design machen die Windows-Geräte des neuen Jahres zu wahren Leckerbissen.

Auf der Technik-Messe CES in Las Vegas zeigte die Computerindustrie einen ersten Ausblick auf das Notebook-Jahr 2018. unter den vorgestellten Geräten waren einige Hochkaräter, die Leistung mit einem schicken Äußeren kombinieren, darunter Acers Swift 7 oder Dells neues XPS 13. Vieles deutet darauf hin, dass 2018 ein gutes Notebook-Jahr wird. n-tv.de verrät die größten Trends des Jahres.

Lange Akkulaufzeiten

Immer an, immer verbunden - so lässt sich die vielleicht spannendste Entwicklung des Notebook-Jahres überschreiben. Denn 2018 wird das Jahr, in dem erstmals Windows-Notebooks mit Arm-Chips auf den Markt kommen. Arm liefert die Prozessorarchitektur für Smartphone-Chips, die von Samsung über Apple und Huawei bis hin zu Mediatek und Qualcomm alle nutzen. Ihre größte Stärke: viel Leistung bei wenig Verbrauch.

Im Dezember 2017 stellte Microsoft zusammen mit Qualcomm die ersten Notebooks mit Snapdragon-Chips vor, Mitte 2018 sollen nun die ersten Modelle auf den Markt kommen, in denen ein Snapdragon 835 taktet - das ist aktuell der Top-Chip von Qualcomm, der Nachfolger 845 steht aber schon in den Startlöchern. Erste Windows-Geräte mit Snapdragon sind das Asus NovaGo, das Lenovo Miix 630 und das HP Envy x2.

Flach und kompakt

Notebooks sind nicht nur Arbeitsgeräte, sondern auch Lifestyle-Produkte, und bei denen geht es immer auch um Design. Deshalb versuchen alle Hersteller, ihre Geräte noch schicker, flacher und kompakter zu machen. Apples Macbooks sind dabei längst nicht mehr die einzigen mit Stil: Hersteller wie Asus, Dell, HP oder Acer zeigen mit ihren Notebooks, wie man leistungsstarke Technik in einem ultraschlanken Gehäuse unterbringt. Dabei unterbieten sie sich gegenseitig mit immer neuen Bestmarken, die oft nur Millimeter auseinander liegen.

Flacher als das Acer swift 7 ist angeblich derzeit kein Notebook.
Flacher als das Acer swift 7 ist angeblich derzeit kein Notebook.(Foto: Acer)

Momentaner Spitzenreiter bei den flachsten der Flachen: Das Acer Swift 7 mit einem Gehäuse, das nur 0,89 Zentimeter dick ist. Dell zeigt unterdessen, wie man möglichst viel Bildschirm auf möglichst wenig Fläche kriegt und macht bei der Neuauflage seines Edel-Notebooks XPS 13 9370 den Displayrahmen noch schmaler.

Bessere Displays

Im Fernsehgeschäft werden ständig neue Technologien eingeführt und die bestehenden weiter verbessert. Von ultrahoher Auflösung und besonders hohem Dynamikumfang dank HDR-Technologie können 2018 auch die Notebooks profitieren. Neben 4K-Displays sind es vor allem Bildschirme mit hohem Dynamikumfang, die 2018 spannend machen: Lenovo bringt mit dem neuen Thinkpad X1 Yoga ein Gerät auf den Markt, das es auf Wunsch auch mit HDR-LCD gibt. Das Notebook unterstützt dann den Standard Dolby Vision, der sich im TV-Bereich gegen das offene Format HDR10+ durchzusetzen versucht - wer am Ende gewinnt, ist derzeit völlig offen.

In der Oberklasse längst an der Tagesordnung: IPS-Bildschirme mit stabilen Betrachtungswinkeln. Vor wenigen Jahren waren IPS-Panels noch die Ausnahme, doch inzwischen sind sie weit verbreitet. 2018 werden noch mehr Notebooks ein IPS-Display bekommen, bis die Technologie wie bei den Smartphones schon jetzt zum Standard wird.

2-in-1-Geräte

Notebooks mit Touch-Display gibt es schon lange, auch Laptops mit drehbarem Scharnier sind 2018 längst keine Neuheit mehr. Doch die Flexibilität, die solche 2-in-1-Geräte bieten, bekommt immer mehr Fans. Deshalb werden sich auch solche Geräte immer mehr durchsetzen. Unterschiedliche Ansätze gibt es viele: Lenovo hat mit seinen Yoga-Modellen eine ganze Reihe von Notebooks mit 360-Grad-Scharnier im Angebot. Das HP Spectre x360 bekommt 2018 eine Neuauflage, Dell hat mit dem XPS 15 eine starke 2-in-1-Lösung, und mit dem Surface Book hat auch Microsoft schon bewiesen, dass man Funktionalität und flexibles Design durchaus mit Hochleistung kombinieren kann.

Sicherheit und Komfort beim Log-In

Windows Hello ist Microsofts Sicherheitszentrale. Der Dienst unterstützt eine schnelle und bequeme Anmeldung am Notebook, ohne ein Passwort eingeben zu müssen. Stattdessen werden Fingerabdruck-Scanner, Gesichtserkennung oder Iris-Scanner eingesetzt. Auch diese überaus bequemen und sicheren Lösungen werden 2018 in mehr Geräten Einzug halten. In Smartphones sind Fingerabdruck-Scanner schon heute Standard, Notebooks dürften folgen.  

Weniger Anschlüsse

Ein Trend, der sicher nicht jedem gefällt: Das Aussterben der Anschlüsse und Steckplätze. Mit den immer schlanker werdenden Gehäusen werden auch immer mehr Eingänge gestrichen, für die schlicht kein Platz mehr ist oder die als veraltet gelten. DVD-Laufwerke sind bereits quasi ausgestorben. Aber auch wer noch Wert auf einen HDMI-Ausgang, mehrere USB-A-Steckplätze, einen LAN-Anschluss oder einen SD-Kartenleser legt, muss vor dem Kauf genau hinschauen. Parallel werden gute Docking-Stationen immer wichtiger.

Ein Ladeanschluss für alle

Der Wandel im Stecker- und Anschlussbereich hat aber auch Vorteile. Je mehr sich USB-C als Schnittstelle und USB 3.1 und Thunderbolt 3 als neue Standards durchsetzen, desto mehr rüsten auch die Hersteller auf den vielseitigen Anschluss um - und streichen proprietäre Ladeanschlüsse hoffentlich bald vollständig. Auch hier könnte die Smartphone-Industrie als Vorbild dienen, in der sich USB-Anschlüsse für alle längst durchgesetzt haben.

Übrigens, weil es oft für Verwirrung sorgt: USB 3.1 und Thunderbolt 3 sind zwei Technologien, die sich den gleichen Anschluss teilen. Thunderbolt 3 zeichnet sich durch noch höhere Übertragungsraten mit einer größeren Bandbreite aus, außerdem kann über den Standard noch mehr Ladestrom fließen. Thunderbolt 3 ermöglicht auch den Anschluss von Profi-Technik, zum Beispiel einer externen Grafikeinheit oder mehrerer 4K-Monitore. Wichtiger Unterschied: Alle Technik mit USB 3.1 funktioniert auch an Thunderbolt-Anschlüssen, umgekehrt lässt sich Thunderbolt-Hardware aber nicht an einem USB-3.1-Anschluss in Betrieb nehmen. Genauer erklärt n-tv.de die Unterschiede im Artikel "Welchen Nutzen hat USB-C?"

Quelle: n-tv.de