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Microsoft kriegt's alleine hin Gratis schützt man Windows 7 am besten

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Windows Security Essentials kann sehr gut alleine auf Windows 7 aufpassen.

(Foto: imago stock&people)

Ein Test zeigt: Wer auf seinem Rechner noch Windows 7 als Betriebssystem hat, muss keine Software von Drittanbietern installieren, um den Computer zu schützen. Microsoft kriegt das auch sehr gut ohne fremde Hilfe hin.

Das unabhängige Prüf-Institut AV-Test hat im Januar und Februar 18 Antivirus-Wächter für Windows 7 getestet. Untersucht wurde, wie gut eine Software Angriffe abwehrt, wie sehr sie das System ausbremst und ob sie zu Fehlalarmen neigt. Insgesamt absolvierten sieben Kandidaten die Prüfungen mit Bravour und dürfen sich jetzt "Top-Produkt" nennen.

Drei Schutz-Lösungen erhielten die volle Punktzahl: AnLab V3 Internet Security 9.0, Kaspersky Lab Internet Security 18.0 und Trend Micro Internet Security 12.0. Fast ebenso gut schnitt aber auch Microsofts kostenloses Bordwerkzeug Windows Security Essentials ab.

Bei der Schutzwirkung leistete es sich wie die Testsieger keinen einzigen Ausrutscher und wehrte zuverlässig sowohl bekannte Malware als auch kritischere Zero-Day-Attacken ab. Das sind Angreifer, die Schwachstellen ausnutzen, gegen die es noch kein Update gibt. Außerdem belastet Windows Security Essentials das System deutlich weniger als der Industrie-Durchschnitt und bekam auch dafür die volle Punktzahl. Der Testsieg wurde lediglich durch drei Fehlalarme verhindert, wofür Microsofts Wächter einen halben Punkt abgezogen bekam.

Antivirus-Software kann selbst zum Risiko werden

Bei über 1500 verwendeten Samples sind drei falsche Reaktionen vertretbar und Windows Security Essential hat im Gegensatz zu den Testsiegern nicht nur den Vorteil, komplett kostenlos zu sein: Nutzer müssen die Sicherheit ihres Betriebssystems nicht der Software von Drittanbietern anvertrauen. Um ihre Arbeit erledigen zu können, benötigen diese nämlich sehr weitgehende Zugriffsrechte.

Das bedeutet, dass die Programme selbst zum Risiko werden können, wenn sie fehlerhaft geschrieben wurden. Im schlimmsten Fall dienen sie dann als Einfallstor für Angreifer. Oder die Antivirus-Software verpfuscht die Sicherheit von anderen Programmen. So schrieb ein ehemaliger Mozilla-Entwickler, Antivirus-Software habe mehrmals Firefox-Aktualisierungen blockiert und so verhindert, dass Nutzer wichtige Sicherheits-Updates erhielten. Entwickler würden viel Zeit dafür verschwenden, durch Schutz-Programme verursachte Probleme zu beheben.

Quelle: n-tv.de, kwe

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