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Dafür ein besseres LCD? Günstiges iPhone soll kein 3D Touch haben

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Wird ein iPhone in diesem Jahr kein 3D Touch haben?

(Foto: kwe)

Ein anerkannter Apple-Kenner geht davon aus, dass das kommende 6,1-Zoll-iPhone kein 3D Touch haben wird. Dafür könnte es aber ein ganz besonders gutes LCD haben.

Was Ming-Chi Kuo voraussagt, hat gewöhnlich Hand und Fuß, auch bei den aktuellen iPhones lag der Apple-Analyst von KGI Securities schon sehr früh vor der Veröffentlichung richtig. Schon seit Längerem geht er davon aus, dass die neue Generation in diesem Jahr aus drei Geräten bestehen wird. Es soll weiter ein 5,8-Zoll Gerät geben, das durch ein Plus-Modell mit 6,5-Zoll-Display ergänzt wird. Beide Varianten sollen wie das aktuelle X-Modell OLED-Displays haben und entsprechend teuer sein. Dazu erwartet Kuo ein 6,1-Zoll-Gerät mit LCD, das für Apple-Verhältnisse geradezu günstig sein soll. Jetzt hat Kuo zu diesem iPhone weitere Details genannt.

Laut "MacRumors" erwartet der Analyst, dass das Gerät kein 3D Touch haben wird. Die Technik hat Apple mit dem iPhone 6s eingeführt. Dabei erkennt das Display, wenn ein Finger stärker zudrückt und zeigt daraufhin beispielsweise Menüs an. Apple verwende beim günstigen iPhone ein LCD, bei dem die Touch-Fläche ins Display-Glas integriert ist. Auf diese Weise soll der Bildschirm leichter und bruchfester als aktuelle Panels sein. Außerdem habe das LCD eine weitere Schicht mit Dünnfilm-Sensoren. Er wisse aber noch nicht, wozu sie dient, schreibt Kuo.

Vielleicht doch?

Insgesamt verteure die neue "Cover Glass Sensor"-Technik die LCDs um 23 bis 25 Dollar, hat der Analyst errechnet. Deshalb erwarte er, dass Apple zur Kompensation der Zusatzkosten bei diesem Modell auf 3D Touch verzichtet. Die OLED-iPhones sollen die Funktion aber weiterhin besitzen. "MacRumors" weist darauf hin, dass es noch eine weitere Möglichkeit gibt: Die neue Dünnfilm-Sensoren-Schicht könnte dazu dienen, ähnliche Funktionen wie 3D Touch zu ermöglichen.

Laut Kuo wird das 6,1-Zoll-Gerät für Apples Umsätze eine entscheidende Rolle spielen. Er erwartet, dass 65 bis 75 Prozent der verkauften iPhones günstige LCD-Modelle sein werden. Neben dem grundsätzlichen Design, Prozessor und Hauptkamera soll das "Spar-iPhone" auch die 3D-Gesichtserkennung Face ID an Bord haben.

Quelle: n-tv.de, kwe

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