Technik

Deezer hilft allenKostenlose Web-App findet KI in Playlisten

18.06.2026, 17:02 Uhr
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Kreative-Leistung-oder-Maschinengemachtes-Das-ist-heute-immer-oefter-die-Frage-und-der-KI-Detektor-hilft-dabei-Antworten-zu-finden
KI-Songs selbst zu erkennen, ist nicht einfach. (Foto: Christin Klose/dpa-tmn)

Wer sicher sein möchte, dass sich in seine Playlisten bei Streamingdiensten keine KI-Songs eingeschlichen haben, kann dies auf einer Webseite gratis überprüfen lassen. Das Tool stammt vom Anbieter Deezer, aber es hilft auch Nutzern von Spotify und anderen Konkurrenz-Plattformen.

Menschengemacht oder KI-generiert? Diese Frage stellt sich längst auch bei Musik. Denn mit Generatoren wie Suno oder Udio gibt es KI-Lösungen, die Songs und ganze Alben vollsynthetisch produzieren - und das so "gut", dass es für viele Menschen schwer oder gar nicht zu erkennen ist. Deshalb setzen viele Streaminganbieter schon auf eine KI-Kennzeichnungspflicht oder planen deren Einführung.

Um zu verhindern, dass Tantiemen Menschen oder Firmen zufließen, die gar nicht kreativ tätig waren, sondern nur Musikgeneratoren genutzt und dies vielleicht sogar verschleiert haben, durchforsten die Anbieter ihre Datenbanken aber auch mit Erkennungssystemen - etwa mit dem KI-Detektor von Deezer.

Fast niemand hört den Unterschied

Der französische Anbieter führte Ende 2025 eine Umfrage mit 9000 Teilnehmern durch. 97 Prozent der Befragten konnten in einem Blindtest mit zwei KI-Titeln und einem echten Lied keinen Unterschied feststellen. 52 Prozent fühlten sich deshalb unwohl.

Nicht alle Teilnehmer der Umfrage lehnten in der Umfrage KI-Musik rigoros ab. Nur 40 Prozent von ihnen gaben an, sie zu überspringen, ohne sie anzuhören, schlüge sie ihnen ein Streamingdienst vor. Aber eine große Mehrheit ist für Transparenz, unter anderem wollten 80 Prozent der Teilnehmer, dass rein mit KI produzierte Musik gekennzeichnet wird.

45 Prozent der Befragten wünschten sich eine Möglichkeit, KI-Songs von ihrer Streaming-Plattform herausfiltern zu können. Diese Möglichkeit bietet ihnen Deezer mit dem Tool, um "den eigenen Katalog zu schützen, für faire Vergütung zu sorgen und rechtliche Risiken in Zusammenhang mit Gen-AI zu mindern".

Aber auch Nutzende beliebiger Streamingdienste können kostenlos darauf zurückgreifen, um herauszufinden, ob und wie viele Voll-KI-Tracks in ihren Playlisten stecken. Das geht ganz einfach: Auf der entsprechenden Deezer-Seite auf den Button "Meine Playlists scannen" klicken, den genutzten Streamingdienst auswählen, dann das eigene Konto verbinden und die gesamte Bibliothek scannen lassen. Das Ganze ist kostenlos für bis zu 100 Playlists möglich. Anschließend erhält man eine Ergebnisauswertung.

Leider listet das Tool die KI-Songs nicht auf, man erfährt lediglich, wie viel Prozent der Titel in einer Bibliothek KI-generiert ist. Man muss also selbst noch Detektivarbeit leisten. Dabei kann man darauf achten, ob ein Song besonders gefällig oder "glatt" wirkt. Eindeutiger sind die zusätzlichen Infos. Wenn dort keine Konzerte, eine Biografie oder veröffentlichte Alben zu sehen sind, ist das sehr verdächtig. Es gibt auch oft keine echten Covers bei KI-Titeln oder sie sehen alle gleich aus. Um sicherzugehen, kann man einzelne Songs bei "AI Songs Checker" überprüfen lassen. Zwei Versuche sind gratis.

Quelle: ntv.de, kwe/dpa

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