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Besser bis nächstes Jahr warten? Was übers iPhone 13 schon bekannt ist

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Ein Vergleich der Maße des iPhone 12 Pro Max und des angeblichen iPhone 13 Pro Max.

(Foto: EverythingApplePro)

Konstruktionszeichnungen und ein bekannter Insider verraten bereits fünf Monate vor der vermutlichen Premiere einiges über die kommenden neuen iPhones. Die Kamera wird wohl noch größer, die Notch dafür kleiner, und eine Variante ist vielleicht die letzte ihrer Art.

Falls die Pandemie Apple nicht erneut einen Strich durch die Rechnung macht, wird der Konzern die kommenden iPhone-Modelle voraussichtlich wie üblich im September vorstellen, die dritte Woche des Monats steht entsprechend vorangegangener Events hoch im Kurs. Der treffsicherste Apple-Insider Ming-Chi Kuo ging davon bereits im Dezember aus und hat seine Ansicht bisher nicht verändert.

Eher iPhone 12s statt iPhone 13

Der taiwanische Analyst schreibt in seinen Investoren-Berichten "iPhone 13", aber wahrscheinlich nur, um die Angelegenheit nicht zu kompliziert zu machen. Denn schon jetzt ist ziemlich klar, dass die kommende iPhone-Generation eine S-Klasse wird, also wohl 12s heißen wird. Der Einfachheit halber bleibt auch ntv.de bei "iPhone 13", bis Klarheit über die Bezeichnung herrscht.

S-Klasse bedeutet, dass sich die neuen Modelle von den aktuellen kaum unterscheiden und komplett neue technische Funktionen nicht zu erwarten sind. Der jüngste Hinweis auf ein fast unverändertes Design sind Konstruktionszeichnungen zum iPhone 13 Pro Max und 13 mini, die von einem Hersteller für Smartphone-Hüllen stammen. Everything Apple Pro zeigt sie in einem Youtube-Video zusammen mit Dummys, die auf den Zeichnungen basieren.

Aufgemotzte Kameras

Sind die Angaben korrekt, wächst der Durchmesser der Objektive an, und das Kameramodul ragt noch etwas deutlicher als bei der 12er-Serie aus dem Gehäuse hervor - beim Max-Modell rund 0,9 Millimeter. Insgesamt soll das größte iPhone damit 0,26 Millimeter dicker als sein Vorgänger sein.

Der grundsätzliche Aufbau mit drei Kameras bei den Pro-Modellen und zwei Kameras bei den Standard-Geräten bleibt gleich. Beim iPhone 13 und 13 mini sollen die beiden Objektive der Kamera allerdings nicht mehr untereinander, sondern diagonal im Modul angeordnet sein.

"9to5Mac" zufolge geht Kuo davon aus, dass die Sensorgröße von 1/1.7″ auf 1/2" anwachsen wird. Außerdem sollen die Pixel des neuen Sensors statt 1,7 jetzt 2,0 Makrometer groß sein. Man kann also annehmen, dass die neuen iPhones ein gutes Stück lichtempfindlicher sein werden. Außerdem sollen zusätzliche Linsen die Bildqualität verbessern.

Dazu könnte dem Analysten zufolge zumindest das iPhone 13 Pro Max Weit- und Superweitwinkel-Kameras mit stabilisierten Sensoren (Sensor-Shift) haben. Das auf Zulieferer spezialisierte Branchenmagazin "Digitimes" geht davon aus, dass beide Pro-Modelle das Feature erhalten.

Schmalere Notch

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Dies sollen Displayabdeckungen des iPhone 13 und iPhone 13 mini sein.

(Foto: @duanrui1205)

Kuo erwartet außerdem, dass bei den neuen iPhones die Aussparung im Bildschirm etwas kleiner ausfallen wird. Dies scheinen Fotos von Displaygläsern zu belegen, die @duanrui1205 auf Twitter geteilt hat. Demnach wird die sogenannte Notch etwas schmaler sein als beim iPhone 12. Laut "9to5Mac" erreicht Apple dies, indem der Lautsprecher in den Displayrand wandert. Man kann dies an der entsprechenden Aussparung der Abdeckungen erkennen.

Die 2021er-iPhones werden nach wie vor einen Lightning-Anschluss haben. Erst im kommenden Jahr könnte Apple - wie von Kuo bereits im Dezember 2019 prophezeit - iPhones präsentieren, die nur noch per Funk Kontakt zu anderen Geräten herstellen und ausschließlich induktiv geladen werden.

Ähnliches galt bisher für eine weitere langfristige Voraussage, die der Kult-Analyst 2019 machte. Ein ins Display integrierter Fingerabdrucksensor wurde für iPhones - wenn überhaupt - erst fürs nächste Jahr erwartet. Weil sich aktuell aber weltweit viele Menschen, die Masken tragen müssen, eine Touch ID wünschen, könnte sie doch schon im kommenden September ein Comeback als Ergänzung zur Face ID feiern. "Bloomberg" berichtete, Apple teste das Feature zumindest.

Vielleicht Touch ID und 120-Hertz-Displays

Hoch gehandelt werden 120-Hertz-Displays. Einerseits würde Apple ohne Panels mit hoher Bildwiederholfrequenz sich etwas vor der Android-Konkurrenz blamieren, bei deren Top-Geräten die Funktion quasi schon Standard ist. Zweitens können Samsung und LG jetzt sparsamere 120-Hertz-OLED-Displays liefern, was angesichts Apples Widerwillen, eine schlanke Taille größeren Akkus zu opfern, ein wichtiges Argument ist. Zuletzt berichtete "Digitimes" darüber.

Etwas kräftiger werden die Batterien der kommenden iPhones aber wohl trotzdem ausfallen, da das Gehäuse dafür nicht vergrößert werden muss. Kuo erklärt dies durch platzsparendere Komponenten im Inneren. Allerdings sollen die Geräte durch die größeren Akkus ein bisschen schwerer werden.

Angetrieben wird die iPhone-13-Serie von Apples neuem A15-Chip. Er soll nicht nur nochmals deutlich stärker als sein Vorgänger, sondern gleichzeitig auch sparsamer sein.

Das letzte iPhone mini?

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Die kommenden iPhones sind also vermutlich durchaus technische Leckerbissen, auch wenn sie keine spektakulären Neuheiten bieten können. Wenn es aber nicht unbedingt nötig ist, weil das alte Smartphone bald den Geist aufgibt, spricht alles dafür, mit einem Neukauf bis nächstes Jahr zu warten. Es sei denn, man möchte ein iPhone mini haben.

Denn das kommende mini könnte das letzte seiner Art sein. "iMore" zufolge rechnet Kuo mit einem Aus der 5,4-Zoll-Variante des iPhone. Vielleicht sind die weltweiten Verkaufszahlen nicht zufriedenstellend, möglicherweise will Apple aber auch Komponenten und Fertigungsstraßen einsparen. Denn Kuo erwartet, dass 2022 jeweils zwei Pro- und zwei Standard-Modelle mit 6,1 und 6,7 Zoll großen Displays auf den Markt kommen.

Quelle: ntv.de

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