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Der ideale Virus-Wächter wehrt alle Bedrohungen ab, löst keine Fehlalarme aus und verlangsamt ein System nicht.
Der ideale Virus-Wächter wehrt alle Bedrohungen ab, löst keine Fehlalarme aus und verlangsamt ein System nicht.(Foto: imago/Ikon Images)
Mittwoch, 28. November 2018

Gut sind fast alle Wächter: Wer passt am besten auf Windows 10 auf?

In einem Test von 19 Antivirus-Programmen schneiden fast alle Kandidaten gut ab, viele erreichen die volle Punktzahl. Microsofts Windows Defender schwächelt zwar etwas, schlägt sich aber trotzdem gut.

Das unabhängige Prüf-Institut AV-Test hat im September 19 Antivirus-Programme getestet. Das Ergebnis ist für die meisten Nutzer, die eins der Produkte verwenden, erfreulich, denn bis auf eine Software schnitten alle Kandidaten gut bis sehr gut ab.

Einen echten Versager gibt es nicht, auch Schlusslicht Malwarebytes Premium erhielt vom Institut noch ein Zertifikat, obwohl es bei der "Schutzwirkung" nur 4 von 6 Punkten bekam. Alle anderen Programme holten in der wichtigsten Kategorie mindestens 5,5 Punkte.

Auch bei der "Geschwindigkeit", wo AV-Test prüft, wie sehr eine Schutz-Software ein Computersystem ausbremst, konnten die meisten Kandidaten überzeugen. Lediglich G Data Internet Security (4) und Malwarebytes Premium (5) blieben unter 5,5 Punkten. In der Kategorie "Benutzbarkeit" holten 16 Programme die volle Punktzahl, weil sie keine oder sehr selten Fehlalarme auslösten. Nur PC Pitstop (3,5), Malwarebytes Premium (4,5) und Comodo Internet Security Premium (5) konnten hier nicht mithalten.

Sechs Gewinner, Windows Defender gut genug

Insgesamt erreichten sechs Antivirus-Wächter volle 18 Punkte: Norton Security, eScan Internet Security Suite, Kaspersky Internet Security, Bullgard Internet Security, Bitdefender Internet Security und Avira Antivirus Pro.

Microsofts Windows Defender kam auf 17 Punkte und scheiterte damit knapp an der Bewertung "Top Product". Ein Blick auf die Einzelwertungen zeigt aber, dass Nutzer wenig Grund haben, eine Alternative zu der werbefreien Gratis-Lösung zu suchen.

Bei der Schutzwirkung schrammte der Defender nur haarscharf an 6 Punkten vorbei. Angriffe, die Lücken ausnutzen, gegen die es noch keinen Patch gibt, wehrte Microsofts Wärter zu 99,4 beziehungsweise 99,3 Prozent ab. Alle anderen Bedrohungen erkannte er zu 100 Prozent.

Bei der Geschwindigkeit bremste der Defender lediglich Installationen häufig genutzter Programme ab, was für den Nutzer-Alltag kaum von Bedeutung ist. In der Kategorie "Benutzbarkeit" erreichte der Windows Defender 6 Punkte.

Quelle: n-tv.de