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Schnäppchen-Check bei Warentest Wie gut sind Fernseher vom Discounter?

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Fürs Wohnzimmer sind die kleinen Billig-Fernseher eher nicht geeignet.

(Foto: imago images/Westend61)

Stiftung Warentest schaut sich neun günstige Fernseher an, die Discounter, Supermärkte oder Baumärkte anbieten. Die Preise sind niedrig, das Bild ist manchmal okay, den guten Ton trifft keins der Geräte.

Einen Fernseher kauft man normalerweise nicht spontan, aber wenn man beim Einkauf im Supermarkt die günstigen Preise der dort angebotenen Geräte sieht, kann die Verlockung schon groß sein, sich so ein Ding in den Einkaufswagen zu packen. Sie passen da meistens rein, denn gewöhnlich stehen in den Regalen kleinere Fernseher mit Bildschirmdiagonalen bis 43 Zoll. Dabei kauft man allerdings die Katze im Sack, denn Vorführgeräte gibt es in der Regel nicht. Stiftung Warentest hat neun vermeintliche Schnäppchen geprüft, die im Lebensmittelhandel oder in Baumärkten angeboten werden. Man findet die meisten der getesteten Fernseher aber auch im Online-Handel.

Bekannte Marken, unbekannte Hersteller

Sechs der Prüflinge haben 32 Zoll kleine Bildschirme, drei Fernseher 43 Zoll große Displays. Das günstigste Gerät kostet gerade mal gut 130 Euro, das teuerste 400 Euro. Die Modelle stammen dem Namen nach von JVC, Nokia, OK, Tele­funken und Toshiba, doch Marke und Hersteller sind selten identisch. So werden die Fernseher von JVC, Tele­funken und Toshiba alle­samt vom türkischen Konzern Vestel gefertigt. OK ist die Hausmarke von Mediamarkt und Saturn, Lizenznehmer für Nokia-Fernseher ist das Unternehmen Streamview aus Wien in Österreich.

Die Bildqualität hat die Tester bei den meisten Geräten enttäuscht. Das liegt vor allem daran, dass die Billig-Fernseher oft große Probleme bei der Darstellung schneller Szenen haben, die sich in Rucklern oder Schlieren ausdrücken. Nur zwei der Testkandidaten haben eine einstellbare Bewegtbildoptimierung, die die Probleme etwas ausgleichen können.

Full-HD ist scharf genug

Der Tele­funken XU43K521 mit 43 Zoll großem Bildschirm bietet die beste Bild­qualität in seiner Größenklasse. Er kostet rund 380 Euro. Der Fernseher ist eines von zwei Geräten, die eine UHD-Auflösung (3840 x 2160 Pixel) bieten. Ein noch etwas besseres Bild liefert der knapp 214 Euro günstige JVC LT-32VF5075 auf seinem 32-Zoll-Display. Die Mattscheibe hat nur eine Full-HD-Auflösung (1920 x 1080 Pixel), was aber bei der Größe ausreichend für eine scharfe Darstellung ist.

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Einen guten Ton darf man bei keinem der Testkandidaten erwarten. Das ist aber auch bei teureren Geräten in dieser Größenklasse der Fall, da einfach kein Platz für vernünftige Lautsprecher vorhanden ist. Die Fernseher bieten aber Anschlüsse, an die man beispielsweise eine günstige Soundbar anstöpseln kann.

Mieser Ton, zeitgemäße Ausstattung

Die Ausstattung der Billig-Fernseher findet Stiftung Warentest durchaus zeitgemäß. So lassen sich fast alle Geräte über ein LAN-Kabel oder WLAN mit dem Internet verbinden, Apps für die gängigen Streaming­dienste wie Netflix oder Amazon Prime sind meistens auch an Bord. Alle klassischen Empfangs­wege lassen sich dank integriertem Dreifach-Tuner ohne Zusatz­gerät nutzen.

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Eine Besonderheit ist allerdings die Möglichkeit, TV-Sendungen auf einen USB-Speicher aufzuzeichnen. Diese Funktion bieten von den Prüflingen nur der 32-Zöller Nokia Smart TV 3200A (280 Euro) sowie der Toshiba 43UA2B63DG, der einen 43 Zoll großen Bildschirm hat und mit einem Preis von 400 Euro das teuerste getestete Gerät ist.

Für den Kino­abend mit Actionfilm und Popcorn sollte man besser einen größeren Fernseher kaufen. Gerade in der 50-Zoll-Klasse findet man etliche Geräte, die kaum teurer als die Testkandidaten sind. Als Zweitgerät für die Küche oder die Gartenlaube taugen aber auch die kleinen Billigheimer.

Quelle: ntv.de, kwe

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