Technik

Apple veröffentlicht Update iOS 12.1.4 macht Facetime wieder sicher

Facetime.jpg

Facetime soll nach dem Update auf iOS 12.1.4 wieder sicher zu nutzen sein.

(Foto: Apple)

Mit dem Update auf iOS 12.1.4 behebt Apple einen schweren Fehler, mit dem es über eine Facetime-Funktion möglich war, andere Nutzer auszuspionieren. Besitzer eines iPhone oder iPad sollten die Aktualisierung aber auch aus anderen Gründen unbedingt installieren.

Vor rund einer Woche war Apple gezwungen, die Facetime-Funktion abzuschalten, weil es über die Gruppen-Chat-Funktion Angreifern möglich war, Nutzer unbemerkt zu belauschen. Im Anschluss musste das Unternehmen harsche Kritik einstecken, weil es auf entsprechende Warnungen eines 14-jährigen Schülers zu spät reagierte. Daran wird Apple wohl noch eine Weile zu knabbern haben, aber das Facetime-Problem selbst hat es jetzt mit der Aktualisierung auf iOS 12.1.4 jetzt aus der Welt geschafft.

Zwei weitere kritische Schwachstellen

Das Update sollten Nutzer eines iPhone oder iPad aber auch installieren, wenn sie Facetime überhaupt nicht nutzen. Laut "The Hacker News" behebt Apple mit der aktualisierten Software nämlich auch zwei sogenannte Zero-Day-Lücken. Sie wurden von Googles Project-Zero-Team entdeckt und wurden offenbar bereits von kriminellen Hackern für Angriffe ausgenutzt.

Bei beiden Schwachstellen handelt es sich um Speicher-Probleme. Eins ermöglicht einer bösartigen App, sich selbst weitgehende Berechtigungen zu gewähren. Der andere Fehler erlaubt es Angreifern sogar, Code im iOS-Kernel auszuführen. Außerdem hat Apple noch ein weiteres Facetime-Problem beseitigt, das im Zusammenhang mit Live Photos steht.

Apple belohnt Entdecker

"Reuters" schreibt, Apple habe mitgeteilt, den Facetime-Service gründlich untersucht und mit weiteren Updates für die App und die Server die Sicherheit insgesamt verbessert zu haben. Außerdem hat das Unternehmen angekündigt, die Familie des 14-jährigen Entdeckers der Schwachstelle zu entschädigen und dem Schüler zusätzlich ein Geschenk für seine Ausbildung zu machen.

Zuvor hatte Tim Cook in auf die Fragen US-Abgeordneten geantwortet, er sei zutiefst beunruhigt darüber, wie lange Apple gebraucht habe, um auf das Sicherheitsproblem zu reagieren.

*Datenschutz

Quelle: n-tv.de, kwe

Mehr zum Thema