Kurznachrichten

Die Verbraucherpreise bleiben unten EZB-Ökonomen rechnen mit anhaltend niedriger Inflation

Die Inflation in den Euro-Ländern wird nach Einschätzung der Europäischen Zentralbank noch länger deutlich unter der angepeilten Zielmarke liegen. Die Ökonomen der EZB veranschlagen demnach für dieses Jahr lediglich einen Preisauftrieb von 0,6 Prozent, kommendes Jahr von 1,1 Prozent und 2016 von 1,4 Prozent, wie EZB-Präsident Mario Draghi am Donnerstag in Frankfurt mitteilte.

Noch im Juni hatten die EZB-Fachleute mit einer Inflationsrate in diesem Jahr von 0,7 Prozent gerechnet. Die Notenbank spricht nur bei Werten von knapp unter zwei Prozent von stabilen Preisen. Liegen die Werte deutlich und über einen längeren Zeitraum darunter, droht nach Ansicht der EZB eine deflationäre Abwärtsspirale, die im schlimmsten Fall die Wirtschaft lähmen kann.

In den nächsten Monaten werde die Inflation niedrig bleiben, sagte Draghi. Die EZB hat auch deswegen ihren Leitzins überraschend auf 0,05 Prozent gesenkt. Bremsspuren bei der Konjunktur werden sich nach Einschätzung der Zentralbank schon in diesem Jahr deutlich zeigen. Die EZB-Ökonomen erwarten nur noch ein Plus des Bruttoinlandsprodukts der Währungsunion von 0,9 Prozent, nachdem sie im Juni noch ein Wachstum von einem Prozent prognostiziert hatten. Im kommenden Jahr soll die Wirtschaft um 1,6 (Juni-Prognose: 1,7) und 2016 um 1,9 (1,8) Prozent zulegen.

Die Ökonomen der EZB und der ihr angeschlossenen nationalen Notenbanken erstellen vierteljährliche Prognosen zu Teuerung, Wirtschaftswachstum und Entwicklung der Beschäftigung in den Euro-Ländern. Sie sind eine wichtige Grundlage für die Entscheidungen des EZB-Rats, aber nicht die einzige.

Quelle: ntv.de, rts

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