Kurznachrichten

Klimakonferenz in Kattowitz Klimaforscher Latif: Deutschland sendet zu UN-Konferenz die falschen Signale

Zum Auftakt der UN-Klimakonferenz im polnischen Kattowitz hat der Klimaforscher Mojib Latif der Bundesregierung vorgeworfen, an die internationale Gemeinschaft die falschen Signale zu senden.

"Deutschland steht in gewisser Weise mit leeren Händen da", sagte Latif am Montag dem SWR. Generell gehe es derzeit beim Klimaschutz "in die falsche Richtung". Auf Deutschland bezogen verwies Latif auf die Entscheidung, die Vorlage eines konkreten Zeitplans für den Kohleausstieg auf das kommende Jahr zu verschieben. Dahinter könnten sich jetzt andere Länder wie Polen "sehr gut verstecken und sagen, ja, Deutschland will auch länger an der Kohle festhalten, also machen wir das auch".

Gleiches gelte für das Abholzen von Wäldern. Wenn Deutschland zugunsten des Braunkohleabbaus den Hambacher Forst abholze, "was wollen sie einem Brasilianer sagen, wenn der sagt, ok, jetzt fange ich auch an, ordentlich den Regenwald abzuholzen"?, fragte Latif. Auch in anderen Bereichen gehe es in Deutschland nicht voran, kritisierte der Experte mit Blick auf die Sektoren Verkehr und Gebäude.

Quelle: ntv.de, AFP

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