Kurznachrichten

Versicherungswirtschaft Marktführer HUK-Coburg sieht neuen Preiskampf in der Autoversicherung

Im Geschäft mit Autoversicherungen in Deutschland ist nach Einschätzung von Marktführer HUK-Coburg ein neuer Preiskampf entbrannt. "Der fängt an", sagte Vorstandssprecher Klaus-Jürgen Heitmann der "Börsen-Zeitung".

Die Versicherer hielten die Preise stabil, obwohl sie diese wegen der steigenden Ausgaben für Unfälle eigentlich anheben müssten. "Dies geht zu Lasten der Profitabilität." Das habe im vergangenen Jahr auch für die mit Abstand größte Sparte von HUK-Coburg gegolten, räumte Heitmann ein. Auch sie habe die Durchschnitts-Beiträge gesenkt. Die Schaden-Kosten-Quote habe sich im Vergleich zu 2018 (93,7 Prozent) verschlechtert, sei aber deutlich unter 100 Prozent geblieben. Konzernweit liege der Gewinn aber dank höherer Gewinne aus den Kapitalanlagen anders als erwartet über dem Niveau von 2018.

Die Allianz, die in der Autoversicherung nur die Nummer zwei ist, versucht, HUK-Coburg mit neuen Preismodellen verstärkt Konkurrenz zu machen. Zudem hat sie ihren Direktversicherer Allianz Direct (vorher AllSecur) europaweit ausgerollt. Trotzdem hat HUK-Coburg nach eigenen Berechnungen Marktanteile gewonnen. Im Laufe des Jahres habe der Versicherer mehr als 400.000 Auto-Kunden hinzugewonnen und komme nun auf rund 12,5 Millionen, sagte Heitmann. Das umkämpfte Neugeschäft zum Jahreswechsel sei dagegen etwas geringer ausgefallen als 2018. Damals hatte die HUK-Coburg anderen Versicherern 97.000 Kunden abspenstig gemacht. Die Allianz hat bisher keine Zahlen für das Wechselgeschäft genannt.

Quelle: ntv.de, rts

Newsticker