Forderung der Bundeswehr-SpitzeNeuer Heeresinspekteur Freuding verlangt mehr Kampfverbände und Luftabwehrtruppe

Der neue Inspekteur des Heeres, Christian Freuding, hat mehr Kampfverbände für das Heer gefordert. Gegenüber dem "Berlin Playbook Podcast" des Portals Politico verwies Freuding am Mittwoch auf "die Heeresflugabwehrtruppe gegen die Bedrohung aus der Luft". Diese Einheit werde bis 2028 neu aufgestellt. "Das Heer braucht aber auch einen Aufwuchs an Kampfverbänden", betonte Freuding.
Mit Blick auf Russland bekräftigte der Heeresinspekteur die Einschätzung, dass Moskau ab 2029 eine militärische Bedrohung darstellen könnte. "Nein, das ist alles andere als Alarmismus", sagte er. "Wir halten das für sehr plausibel." 2029 sei ein Ankerpunkt, "dass wir bis dahin so vorbereitet sind, also abschreckungsfähig zu sein, dass dieser Fall niemals eintritt".
Notwendig seien nun "Lückenschluss und Vollausstattung, wie wir das nennen", sagte der neue Inspekteur weiter. "Das heißt, wir brauchen Ersatz für Geräte und Munition, mit denen wir die Ukraine unterstützt haben." Freuding betonte: "Dann können wir unseren Auftrag auch erfüllen."
Generalmajor Freuding sollte am Mittwoch die Heeresführung von Alfons Mais übernehmen. Freuding leitete zuvor den Planungs- und Führungsstab im Bundesverteidigungsministerium, zudem dort den Ukraine-Sonderstab.