Kurznachrichten

Sicherheitslage ist entscheidend Studie: Rückkehrprogramm für Flüchtlinge insgesamt erfolgreich

Das Rückkehrprogramm der Bundesregierung, mit dem seit 2017 über 15.000 Flüchtlinge in ihre Heimatländer gebracht wurden, verläuft einer aktuellen Studie zufolge insgesamt erfolgreich: 70 Prozent der Befragten sind mit ihrem Leben am Rückkehrort zufrieden oder nehmen eine neutrale Position ein, wie aus der am Mittwoch veröffentlichten Evaluation zum Reintegrationsprogramm "StarthilfePlus" hervorgeht.

Vor allem die Einschätzung der Sicherheitssituation unterscheidet sich je nach Rückkehrort: Zufriedenheitswerte von über 60 Prozent sind den Angaben zufolge in Armenien, Aserbaidschan, aber auch dem Irak festzustellen. In Afghanistan und dem Libanon nennt hingegen jeder zweite die Sicherheitslage problematisch. Eher zögerlich verläuft die Integration in den jeweiligen Arbeitsmarkt des Rückkehrlandes: Durchschnittlich acht Monate nach der Rückkehr erreichen die Befragten moderate Beschäftigungsquoten von rund 39 Prozent.

Die befragten Rückkehrer waren fast alle zwischen 2014 und 2017 nach Deutschland gekommen. Zum Zeitpunkt der Rückkehrentscheidung war der Asylantrag von 70 Prozent der Befragten negativ beschieden. Finanzielle Unterstützung erhielten die Programmteilnehmer in zwei Raten, die vor Abreise und sechs bis acht Monate nach Ankunft in den Rückkehrländern ausgezahlt wurden. "Mehr als 80 Prozent der Befragten sind mit StarthilfePlus zufrieden", erklärte die zuständige Abteilungsleiterin im Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (Bamf), Corinna Wicher.

In den Jahren 2017 und 2018 bekamen 15.184 Menschen eine Förderung durch das 2017 eingeführte Programm. Es wird im Auftrag des Bundesinnenministeriums vom Bamf umgesetzt. Koordiniert wird dies mit der Internationalen Organisation für Migration (IOM). Ziel ist, mittellose Migrantinnen und Migranten aus mehr als 40 Herkunftsländern, darunter Ausreisepflichtige sowie Menschen mit sehr geringen Aussichten auf einen asylrechtlichen Schutzstatus.


Quelle: ntv.de, AFP

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