Kurznachrichten

Strenge Sicherheitsvorkehrungen Weiberfastnacht eröffnet Straßenkarneval - Sturmböen und Regen am Nachmittag

Düsseldorf/Köln/Mainz (dpa) - Im Rheinland und anderswo beginnt an Weiberfastnacht oder Altweiber der Straßenkarneval. Wohl noch nie waren die Sicherheitsvorkehrungen dabei so streng wie diesmal.

Als Reaktion auf Terroranschläge wie in Berlin werden vielerorts Fahrzeugsperren eingesetzt. In Köln, Düsseldorf und Mainz gilt an Rosenmontag ein Fahrverbot für Lastwagen. In Köln und Düsseldorf will die Polizei zudem Beamte mit Maschinenpistolen einsetzen. In Mainz hat Polizeidirektor Achim Zahn an die Narren appelliert, bei der Wahl ihrer Verkleidung an die Sicherheitslage zu denken: Wer sich als Islamist verkleide und eine Sprengstoffgürtel-Attrappe trage, könne Ärger erwarten.

Das närrische Programm selbst dürfte weitgehend nach bewährtem Schema ablaufen. In Düsseldorf stürmen um 11.11 Uhr die "Möhnen" - ältere Frauen - das Rathaus und nehmen den Bürgermeister gefangen. In Köln eröffnet zur selben Zeit das Dreigestirn, bestehend aus Prinz, Bauer und Jungfrau, das Bühnenprogramm in der Innenstadt. In Mainz versammeln sich die Närrinnen auf dem Schillerplatz.

Dabei sollten die Kostüme sturm- und wasserfest sein. Ab dem Nachmittag muss laut Deutschem Wetterdienst mit Regenschauern und Windgeschwindigkeiten zwischen 105 und 110 Kilometern pro Stunde gerechnet werden. Im Laufe des Abends erwarten die Meteorologen sogar Orkanböen. In Düsseldorf wollten die Karnevalisten am Donnerstagmorgen kurzfristig entscheiden, ob das Programm aufgrund der Sturmgefahr verkürzt wird.

Karnevalsverweigerer können sich auf den Literaturnobelpreisträger und gebürtigen Kölner Heinrich Böll (1917-1985) berufen. Von ihm stammt der Ausspruch: "Ich kann mir keine schrecklichere Pflicht vorstellen als die Pflicht zum Humor."

Quelle: ntv.de

Regionales
ntv.de Dienste
Software
Newsletter
Ich möchte gerne Nachrichten und redaktionelle Artikel von der n-tv Nachrichtenfernsehen GmbH per E-Mail erhalten.