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Insolvenzwelle befürchtet Zentralverband des Deutschen Friseurhandwerks hofft auf unkomplizierte Hilfen

Das Friseurhandwerk befürchtet angesichts des verlängerten Lockdowns zur Eindämmung der Corona-Pandemie in seinem Gewerbe eine Insolvenzwelle.

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(Foto: dpa)

Die rund 80 000 Friseursalons in Deutschland leisteten einen enormen Beitrag zur Bekämpfung der Corona-Pandemie, sagte Jörg Müller, Hauptgeschäftsführer des Zentralverbands des Deutschen Friseurhandwerks, am Mittwoch. Viele kleine Familienbetriebe könnten die damit verbundenen Einnahmeverluste aber nicht mehr schultern. "Das bedeutet, dass viele Betriebe in ihrer Existenz ernsthaft bedroht sind - ich befürchte eine Insolvenzwelle in unserem Handwerk in den nächsten Monaten", sagte Müller.

Staatliche Hilfen müssten jetzt schnell und unbürokratisch fließen. Viele Betriebe berichteten von Problemen bei der Bereitstellung staatlicher Hilfen, sagte Müller. "Wenn das Monate dauert, sind unsere Handwerker buchstäblich verdurstet." In vielen kleinen Betrieben, etwa in solchen mit nur drei Mitarbeitern, sei der Chef oder die Chefin wichtigster Mitarbeiter des Betriebs. "Sie gehen in den aktuellen Regelungen aber noch leer aus und erhalten kein Kurzarbeitergeld - hier müssen Lösungen gefunden werden, die diese Menschen berücksichtigen", forderte Müller. Außerdem müsse es gezielte Hilfen geben, um Ausbildungsbetriebe zu unterstützen. "Sonst geht die Ausbildungsbereitschaft in den Betrieben zurück, und das wäre fatal."

Quelle: ntv.de, dpa

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