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Gewinneinbruch, aber positiver Ausblick AMD fährt weiter Achterbahn

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AMD ist wegen Problemen bei seinen Chipfabriken im ersten Quartal wieder in die roten Zahlen gerutscht.

(Foto: picture-alliance/ dpa)

Bei AMD geht es weiter auf und ab: Im ersten Quartal rutscht der Chiphersteller in die roten Zahlen. Den Kampf mit dem übermächtigen Rivalen Intel will das Unternehmen dennoch nicht ausgeben. Und wenn sich die angekündigten Umsatzerwartungen erfüllen, könnten Anleger eine Überraschung erleben.

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Der Chiphersteller Advanced Micro Devices (AMD) ist erneut tief in die Verlustzone gekippt. Im ersten Quartal schrieb der Intel-Konkurrent einen Verlust von 590 Mio. US-Dollar. Ein Jahr zuvor hatte es noch 510 Mio. US-Dollar Gewinn erwirtschaftet. Der Grund für den Einbruch war wieder einmal eine Belastung durch die Firma Globalfoundries, in die Chipwerke von AMD ausgelagert worden waren. Diesmal ging es um gut 700 Mio. US-Dollar. Der Umsatz sank im Jahresvergleich um zwei Prozent auf 1,59 Mrd. US-Dollar.

Die Belastung durch Globalfoundries war von einer anderen Art als frühere Wertberichtigungen, die schon mehrfach die AMD-Quartalszahlen verhagelt hatten. Diesmal hatte AMD die Verträge mit Globalfoundries angepasst, und sich mit der Riesen-Zahlung das Recht erkauft, die Prozessoren auch von anderen Auftragsfertigern produzieren zu lassen. AMD gab auch den Restanteil von knapp neun Prozent an Globalfoundries auf. Zu dem Auftragsfertiger gehört die einstige ARM-Fabrik in Dresden.

Kampf mit Intel geht weiter

Dennoch gibt sich AMD im Wettstreit mit dem größeren Konkurrenten Intel optimistisch und hat für das laufende Quartal überraschend hohe Erlöse in Aussicht gestellt. Für das zweite Quartal erwartet AMD einen Anstieg im Vergleich zum Vorquartal um drei Prozent, plus oder minus drei Prozentpunkte. Analysten hatten im Schnitt mit Erlösen in Höhe von 1,56 Mrd. US-Dollar für das vergangene und 1,59 Mrd. US-Dollar für das laufende Quartal gerechnet, also einem Anstieg von nur zwei Prozent.

Nach Entlassungen im Vorjahr und neuen, flexibleren Verträgen mit Zulieferern über die Fertigung von Silizium-Scheiben konnte die AMD-Aktie in diesem Jahr 44 Prozent zulegen. Dies ist deutlich mehr als Intels Kursplus von 14 Prozent im selben Zeitraum. Jedoch steht beim Branchenprimus die neue Prozessorengeneration namens 'Ivy Bridge" in den Startlöchern. Intel hatte am Dienstag mit seiner Bilanz die Erwartungen der Analysten zwar übertroffen, jedoch keine Euphorie ausgelöst.

Die beiden Rivalen konkurrieren in einem Marktsegment, dass nur ein moderates Wachstum aufweist. AMD hält seit Jahren rund ein Fünftel des Marktes für PC-Prozessoren, fast den ganzen Rest kontrolliert der große Rivale Intel. Intel meldete für das vergangene Quartal zwar auch nur einen stagnierenden Umsatz und einen Gewinnrückgang, es sind jedoch Zahlen in einer ganz anderen Größenordnung als bei AMD. Der Intel-Umsatz liegt bei 12,9 Mrd. US-Dollar, der Gewinn trotz eines Rückgangs von 13 Prozent immer noch bei 2,7 Mrd. US-Dollar.

Die vergangenen Jahre waren hart für AMD, erst jüngst gab es wieder gelegentlich schwarze Quartalszahlen. Die Integration des dazugekauften Grafikchip-Spezialisten ATI verschlang viel Geld. Zudem gab es immer wieder Produktionsprobleme. Trotz aller Anstrengungen gelang es AMD nicht, Intel spürbar Marktanteile abzunehmen - und jetzt ist das PC-Geschäft deutlich weniger attraktiv geworden. Auch der große Konkurrent sucht nach Wegen, wie er sein Geschäft auf mobile Geräte ausweiten kann.

Tablets setzen PC-Industrie unter Druck

Denn die unsichere Wirtschaftslage in Europa und den USA sowie der Höhenflug von Tablet-Rechnern mit Touchscreen, wie das iPad von Apple, machen der PC-Industrie zu schaffen. Vor allem Verbraucher greifen immer öfter zu Smartphones oder Tablet-Computern und nutzen ihre bisherigen Personal Computer länger. Bei Smartphones und Tablets dominiert seit Jahren die Plattform des britischen Chipentwicklers ARM. Intel macht gerade einen neuen Anlauf mit einem Smartphone-Prozessor.

Die steigende Nachfrage aus China und anderen aufstrebenden Volkswirtschaften haben allerdings das Umsatzwachstum gesichert. Im Vergleich zum Vorjahr lag das Plus im ersten Quartal laut dem Marktforschungsinstitut Gartner bei 1,9 Prozent. AMD hat in dem Wettlauf aber schlechtere Ausgangsbedingungen: Der Konzern hat deutlich weniger Geld für Neuentwicklungen als Intel. Der neue AMD-Chef Rory Read kaufte zuletzt für mehr als 330 Mio. US-Dollar die Firma SeaMicro, einen Spezialisten für Server-Technologien.

Quelle: n-tv.de, dpa/rts

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