Wirtschaft

Offizielles Advent-Angebot für Douglas Aktionäre dienen Papiere an

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(Foto: picture alliance / dpa)

Die Übernahme von Douglas durch Advent nimmt konkrete Formen an. Der US-Finanzinvestor bietet 38 Euro pro Aktie - eine Anhebung des Betrages schließt er aus. Die Douglas-Aktionäre können ihre Papiere nun bis zum 4. Dezember anbieten.

Der US-Finanzinvestor Advent hat offiziell vorgelegt. Die Anteilseigner haben bis zum 4. Dezember Zeit, ihre Aktien anzubieten. Die Frist könne bis voraussichtlich zum 21. Dezember verlängert werden, teilte Advent mit.

Der Investor bietet wie bereits bekannt 38 Euro je Aktie, eine Erhöhung schloss er aus. Die Mitte Oktober angekündigte Übernahme erfolgt im Einvernehmen mit der Douglas-Gründerfamilie Kreke. Auch andere Großaktionäre wollen Anteile verkaufen. Damit hat Advent die Mehrheit des Grundkapitals sicher. Der Investor strebt aber mindestens 75 Prozent an.

50,5 Prozent des Grundkapitals von Douglas sind bereits durch Zusagen der Familie Kreke sowie der Großaktionäre Oetker und Müller vertraglich gesichert. Krekes, die den Vorsitz bei Vorstand und Aufsichtsrat innehaben, halten gegenwärtig rund 13 Prozent an Douglas. Größter Eigner ist mit gut einem Viertel der Anteile der Lebensmittel- und Schifffahrtskonzern Oetker. Der Drogeriebetreiber Erwin Müller hält 11 Prozent.

Ist das Angebot erfolgreich und wird unter anderem die Mindestannahmequote von 75 Prozent erreicht, beteiligt sich die Familie Kreke indirekt mit 20 Prozent an der Bietergesellschaft Beauty Holding Three AG. Die kartellrechtliche Freigabe der Übernahme wird bis Ende November erwartet.

Keine Zerschlagung

Die Übernahme war Mitte Oktober angekündigt worden. Dem vorausgegangen waren Monate der Spekulation, nachdem Krekes Anfang des Jahres erklärt hatten, sie würden Douglas gerne mit Hilfe eines Finanzinvestors zurückkaufen. Ein Delisting von der Börse ist nicht geplant. Eine Strategieänderung wird nach der Übernahme nicht erwartet. Einer Zerschlagung des Konzerns wurde eine Absage erteilt.

Vor allem im Parfüm- und Schmuckgeschäft - der Parfümerie Douglas und der Juweliersparte Christ - soll das "Wachstum vorangetrieben" werden. Die Restrukturierung und strategische Neuausrichtung des Buchgeschäfts soll "mit Nachdruck fortgesetzt werden". Die Buchkette Thalia ist ein teurer Sanierungsfall, der das Ergebnis belastet. Vorstandschef Kreke hatte deshalb bereits angekündigt, dass die Dividende aus diesem Grund für das gerade abgelaufene Geschäftsjahr 2011/12 geringer ausfallen könnte. Möglich sei sogar ein Ausfall der Ausschüttung.

Quelle: ntv.de, wne/DJ/dpa