Wirtschaft

Enttäuschende Zahlen Arbeitslosigkeit in den USA steigt

Der Stellenaufbau am US-Arbeitsmarkt bricht drastisch ein, während die Arbeitslosenquote weiter in die Höhe geht. Zugleich werden die Angaben für den März nach unten korrigiert. Die schlechten Nachrichten kommen zu einem ungünstigen Zeitpunkt.

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(Foto: REUTERS)

Neue Probleme auf dem US-Jobmarkt: Die Arbeitslosenquote ist im Mai auf 9,1 Prozent gestiegen. Das ist der höchste Wert in diesem Jahr. Noch im Vormonat lag sie bei 9,0 Prozent.

Wie das Arbeitsministerium mitteilte, wurden im Mai lediglich 54.000 neue Jobs geschaffen – das ist der geringste Zuwachs seit acht Monaten. Noch im April waren es revidierte 232.000 neue Stellen außerhalb der Landwirtschaft.

Die neuen Zahlen wurden von Experten überwiegend als enttäuschend gewertet. "Das signalisiert einen deutlichen Rückgang der Dynamik", sagte ein Analyst der Wirtschaftsagentur Bloomberg. Er äußerte die Hoffnung, dass es sich lediglich um eine "vorübergehende Delle" handelt. Noch bis März war die Beschäftigungslosigkeit vier Monate lang hintereinander gesunken, wenn auch nur leicht.

Hohe Schulden

Insgesamt seien 13,9 Millionen Amerikaner ohne Arbeit, teilte das Ministerium mit. Am höchsten Lag die Arbeitslosenquote bei Teenagern (24,2 Prozent) und bei Schwarzen (16,2 Prozent).

Zugleich werden die Angaben für den Vormonat nach unten korrigiert: Das Ministerium meldete für April nun ein Stellenplus von 232.000, nachdem zunächst ein Anstieg um 244.000 gemeldet worden war. Auch für den März wurde die Zahl nach unten revidiert, auf ein Plus von 194.000 Jobs, nach bislang gemeldeten 221.000 Stellen.

Die schlechten Nachrichten kommen zu einem ungünstigen Zeitpunkt: Erst am Vortag hatte die Ratingagentur Moody's die Kreditwürdigkeit der USA in Frage gestellt, falls Regierung und Opposition sich nicht bald auf eine Erhöhung des Schuldenlimits einigen sollten. Die hohen Schulden machen auch weitere staatliche Schritte zur Ankurbelung der Wirtschaft schwieriger.

Quelle: n-tv.de, dpa/DJ

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