Wirtschaft

"Mnuchin ist ein A..." Axl Rose pöbelt gegen US-Finanzminister

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Axl Rose will nicht, dass bei Trump-Kampagnen Songs seiner Band gespielt werden.

(Foto: picture alliance/dpa)

Der Frontmann der Rockband Guns N' Roses, Axl Rose, teilt bei Twitter gegen Steve Mnuchin aus. Als der US-Finanzminister knapp kontern will, unterläuft ihm ein peinlicher Fehler. Wachsame Follower nutzen die Reaktion als Steilvorlage für einen Shitstorm gegen Trumps einflussreichen Berater.

Axl Rose, Sänger der legendären Rockgruppe Guns N' Roses, hat US-Finanzminister Steve Mnuchin auf Twitter als "Arschloch" bezeichnet. "Es ist offiziell! Was auch immer jemand zuvor von Steve Mnuchin gedacht hat, er ist offiziell ein Arschloch", schrieb Rose am Mittwoch in einer Twitter-Botschaft an seine gut eine Million Follower.

Was seinen Tweet provoziert haben könnte, ist unklar. Einen konkreten Grund nennt Rose nicht. Ausgelöst haben könnte die Verbalattacke aber ein Besuch von Donald Trump beim US-Konzern Honeywell Anfang der Woche. Der Auftritt des US-Präsidenten beim Maskenhersteller in Arizona wurde lautstark von dem 1991 erschienenen Song "Live and Let Die" der Rockband begleitet. Schon 2018 hatte Rose sich lautstark über die Verwendung von Liedern der Band bei Trump-Veranstaltungen beklagt.

Jahrelange Kritik an Trump

Dass der Sänger kein Fan der Trump-Administration ist, ist kein Geheimnis. Er hat die Regierung über die Jahre immer wieder kritisiert. Weil ihre Songs für politische Kampagnen eingesetzt wurden, sorgte für viel Frustration bei der Band. Der Rockstar warf Trump 2018 vor, "keine Rücksicht auf Wahrheit, Ethik, Moral jeglicher Art" zu nehmen. Außerdem beschuldigte er das Weiße Haus, "Schlupflöcher" zu nutzen, um Lieder seiner Band bei politischen Kundgebungen zu spielen. Seinen Followern schrieb er damals: "Nur damit ihr es wisst. Guns N' Roses hat sich wie viele Künstler gegen die unbefugte Verwendung von Musik bei politischen Veranstaltungen ausgesprochen." In einem anderen Tweet fügte er hinzu: "Leider nutzt die Trump-Kampagne Lücken in den pauschalen Aufführungslizenzen."

Mnuchin speziell hatte bislang noch nicht im Fokus des "Gunners" gestanden - auch wenn der US-Finanzminister und ehemalige Goldman-Sachs-Banker jede Menge politischer Angriffsfläche bietet. Der Millionär ist einer der wichtigsten Wirtschaftsberater Trumps. In der Corona-Krise entscheidet er nicht nur über Hilfen für die Wirtschaft, sondern auch über das steuerliche Wohlergehen der US-Amerikaner. Gleichzeitig hat sein protziger Lebensstil in der Vergangenheit immer wieder für Kritik gesorgt.

Legendär ist ein Foto, das in den sozialen Netzwerken kursierte, auf dem er mit seiner Frau Louise Linton in der Bundesdruckerei in Washington mit Dollar-Scheinen posiert. Für Schlagzeilen sorgte auch am Tag der totalen Sonnenfinsternis 2017 ein Flug mit einem Regierungsjet nach Kentucky. Kritiker werteten diese Reise als privaten Trip, da seine Ehefrau, die Schauspielerin Louise Linton, ihn begleitete. In den sozialen Netzwerken veröffentlichte sie damals die Marken der von ihr getragenen Luxuskleidung, als sie das Flugzeug verließ.

Finanzminister von Liberia oder den USA?

Mnuchin wollte auf den Twitterangriff offenbar in aller Kürze und Würze reagieren - was ihm jedoch nicht so richtig gelang. "Was hast du in letzter Zeit für dein Land getan?", fragte er Rose. Dazu postete er in einer Ecke eine kleine Flagge. Nur war es nicht die US-amerikanische, sondern die des westafrikanischen Landes Liberia. Als Mnuchin den Fehler entdeckte, wurde der Tweet sofort gelöscht. Inzwischen kursiert er nur noch als Screenshot im Netz. Kurz darauf erschien derselbe Tweet korrigiert mit der Flagge der Vereinigten Staaten.

Nicht nur, dass ausgerechnet der US-Finanzminister die Flaggen verwechselt hatte, sorgte bei den Followern für Hohn und Spott: "Hey, ist Liberia nicht die Flagge, unter der die meisten Kreuzfahrtschiffe fahren, um Steuern und Vorschriften zu vermeiden?", fragte einer. Ein anderer beantwortete einfach mal die rhetorische Frage, was Axl Rose nicht für sein Land getan habe: "Er hat den Steuerzahler nicht belastet, indem er und seine Trophäenfrau zur Sonnenfinsternis geflogen sind."

Quelle: ntv.de, ddi

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