Wirtschaft

Positive Überraschung BA/Iberia bremsen Sinkflug

Nach den unbefriedigenden Zahlen der Lufthansa kann die aus British Airways und Iberia hervorgegangene Fluggesellschaft IAG ihren Verlust im ersten Quartal deutlich reduzieren. Eigentlich laufen die Geschäfte in diesem Berichtszeitraum nicht so gut. Allerdings leiden auch die Briten und die Spanier unter dem derzeit hohen Ölpreis.

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(Foto: picture alliance / dpa)

Die aus der Fusion von British Airways und der spanischen Iberia entstandene Fluggesellschaft IAG hat ihren Verlust im ersten Quartal überraschend deutlich reduziert. Dank des Aufschwungs in wichtigen Industriestaaten nahmen wieder mehr Passagiere in der First und Business Class Platz.

Sorgen bereitet IAG-Chef Willie Walsh aber weiterhin der hohe Ölpreis. "Die Spritpreise bleiben die große Herausforderung für die Industrie", sagte der Manager. Erst vergangenen Monat waren die Ölpreise wegen der Unruhen in Nordafrika auf den höchsten Stand seit zweieinhalb Jahren geklettert. Allerdings gaben sie zuletzt aus Sorge um die Erholung der US-Wirtschaft kräftig nach.

Die im Januar an den Start gegangene IAG verbuchte im Auftaktquartal im operativen Geschäft einen Verlust von 102 Millionen Euro und damit deutlich weniger als die von Analysten prognostizierten 125,3 Millionen Euro. Der Umsatz kletterte um 15,4 Prozent auf 3,64 Milliarden Euro. Für das Gesamtjahr stellte Walsh ein "signifikantes Wachstum" beim operativen Ergebnis in Aussicht.

Problem Spritpreise

In den ersten drei Monaten des Jahres laufen die Geschäfte bei den Airlines meist mau. Richtig Geld wird üblicherweise erst in der Hauptreisesaison im Sommer verdient. IAG-Konkurrent Deutsche Lufthansa hatte, gebeutelt von der Erdbebenkatastrophe in Japan, den Unruhen in Nordafrika und steigenden Spritpreisen im ersten Quartal einen operativen Verlust von 227 Millionen Euro geschrieben.

Bei IAG, nach Börsenwert die zweitgrößte Fluggesellschaft in Europa, dürften die Ereignisse in Japan und Nordafrika das Ergebnis mit 90 bis 100 Millionen Euro belasten, während sich die Treibstoffkosten im Gesamtjahr auf 5,2 Milliarden Euro belaufen könnten.

Quelle: n-tv.de, rts

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