Wirtschaft

Neuordnung in der Luftfahrtbranche BA und Iberia besiegeln Fusion

Die Konsolidierung in der Luftfahrtbranche hält weiter an. Die britische Fluggesellschaft British Airways und der spanische Wettbewerber Iberia bringen ihre Fusion endlich unter Dach und Fach. Im Handel wird der Schritt begrüßt.

2qax4051.jpg2915090286437813935.jpg

Nach Umsatz entsteht die drittgrößte Fluggesellschaft der Welt.

(Foto: dpa)

British Airways (BA) und die spanische Fluggesellschaft Iberia haben endgültig eine Fusion vereinbart. Die beiden Unternehmen bestätigten in London, den Vertrag unterzeichnet zu haben. Er entspricht den Angaben zufolge einer Grundsatzvereinbarung, auf die sich die Airlines bereits im November verständigt hatten.

BA und Iberia sollen den Angaben zufolge in der International Consolidated Airlines Group, kurz International Airlines Group, zusammengefasst werden. Die beiden Fluglinien fliegen aber weiter autonom unter ihren bisherigen Namen weiter. Die Unternehmen erhoffen sich nach eigenen Angaben nach den ersten fünf Jahren jährliche Einsparungen von 400 Mio. Euro. Der gemeinsame Umsatz beläuft sich auf 15 Mrd. Euro. Damit entsteht durch den Zusammenschluss die drittgrößte Airline der Welt. Die Vereinbarung von November sah vor, dass die Briten 55 Prozent der Anteile an der neuen Fluggesellschaft halten, die Spanier 45 Prozent.

61 Millionen Passagiere

Zusammen bringen es die beiden Partner auf 60.282 Mitarbeiter, fliegen 205 Ziele an und zählten zuletzt 61,5 Mio. Passagiere im Jahr. Pro Tag werden im Schnitt 1.700 Flüge abgewickelt. Chef des neuen Holding-Unternehmens wird BA-Chef Willie Walsh, Aufsichtsratschef der Iberia-Verwaltungsratschef Antonio Vazquez.

BA und Iberia versprechen sich von der Fusion eine gestärkte Finanzkraft und mehr Routen im Wettbewerb mit Air France-KLM und Lufthansa.

Die Fusion steht noch unter dem Vorbehalt der Genehmigung der Europäischen Kommission. Auch die Aktionäre von Iberia und von British Airways müssen noch grünes Licht geben. Die Zustimmung der Anteilseigner soll im November eingeholt werden. Ende des Jahres könnte die Fusion demnach abgeschlossen sein.

Quelle: n-tv.de, ddi/dpa/rts/DJ

Mehr zum Thema
23.04.09