Wirtschaft

Entrauchung funktioniert angeblich BER-Ingenieure bezwingen "das Monster"

Entrauchung_2.jpg

Das Monster ist bezwungen...sagt der BER-Technikchef.

(Foto: picture alliance / dpa)

Die Mitarbeiter der Flughafengesellschaft des BER nennen sie nur "das Monster" - die Entrauchungsanlage am neuen Hauptstadtflughafen. Nun verkündet der Technikchef ausnahmsweise einmal gute Nachrichten.

Die Fertigstellung des Hauptstadtflughafens BER kommt voran. Das zweite von drei "Steuerungssegmenten" der Entrauchungsanlage sei fertiggestellt worden, teilte die Flughafengesellschaft Berlin-Brandenburg (FBB) mit. Damit bewege sich das Bauvorhaben innerhalb des vor einem Jahr vorgestellten Zeitplans für eine Inbetriebnahme zum Winterflugplan 2017. "Wir haben die Entrauchungssteuerung mittlerweile in den Griff bekommen", wurde Technikchef Jörg Marks zitiert. Mitarbeiter hatten die Anlage zeitweise nur noch "das Monster" genannt.

Die nicht funktionierende Entrauchung war einer der Hauptgründe für die kurzfristig abgesagte Inbetriebnahme des BER im Sommer 2012. In der Folge waren zahlreiche weitere Mängel publik geworden. Die falsch konzipierte Steuerung der komplexen Entrauchungsanlage wurde seit Oktober 2013 von der Siemens AG aufwendig umgebaut.

Am 30. November diesen Jahres wurde schließlich das erste Segment der Entrauchungsanlage fertiggestellt. Seit Montag funktioniert der FBB zufolge auch die Entrauchung von Brandgasen sowie die Zufuhr von Frischluft im Abschnitt des Terminals Main Pier Süd. "Zwei Segmente sind fertig und die Arbeiten am dritten Abschnitt stehen kurz vor dem Abschluss", sagte Marks.

Am Sonntag erst hatte FBB-Chef Karsten Mühlenfeld im "Tagesspiegel" einen Bericht der "Bild am Sonntag" ("BamS") dementiert, demzufolge der Flughafen erst im 2018 eröffnet werden könne. "Die Grundbotschaft bleibt: Eine Eröffnung ist 2017 zu schaffen", sagte Mühlenfeld dem "Tagesspiegel". Die von der "BamS" zitierten Unterlagen stammen demnach von einem "übervorsichtigen Projektsteuerer".

Quelle: n-tv.de, vpe/dpa/AFP

Mehr zum Thema