Wirtschaft

Trotz Gewinnrückgang Beiersdorf hält Dividendenkurs

Der Konzernumbau bei Beiersdorf drückt den Gewinn des Kosmetikkonzerns 2010 unter dem Strich nach unten. Aktionäre soll das aber nicht jucken, denn die Dividende bleibt unverändert. Auch an den Geschäftsaussichten will Beiersdorf nicht rütteln. Ein Umsatzanstieg fällt damit in diesem Jahr aus.

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(Foto: dpa)

Der Kosmetikhersteller Beiersdorf hält die Dividende für das abgelaufene Jahr trotz eines deutlich niedrigeren Gewinns stabil. Wie im Vorjahr sollen 70 Cent je Anteil an die Aktionäre ausgeschüttet werden. Der Reingewinn schrumpfte 2010 indes wegen der Restrukturierung von 380 auf 326 Mio Euro.

Beiersdorf hatte Anfang Dezember ein umfangreiches Investitionsprogramm aufgelegt und angekündigt, margenschwache Produkte aus seinem Sortiment zu streichen. Dafür hat der Konzern 2010 Kosten von 120 Mio. Euro kalkuliert.

Auch das operative Ergebnis (EBIT) ging leicht von 587 auf 583 Mio. Euro zurück. Ohne Sondereffekte legte es auf 699 Mio. Euro zu. Der Umsatz stieg um 7,8 Prozent auf 6,2 Mrd. Euro. Am deutlichsten wachsen konnte die Klebersparte Tesa. Beiersdorf hatte Anfang des Jahres bereits Eckdaten vorgelegt.

Stabiler Ausblick

Den Ausblick für dieses und das nächste Jahr beließ das von der Tchibo-Mutter Maxingvest kontrollierte Traditionsunternehmen unverändert. Demnach soll der Umsatz wegen des laufenden Umbaus erst im kommenden Jahr wieder zulegen. Die operative Rendite (Ebit-Marge) werde 2011 sinken und solle 2012 wieder steigen, teilte der Konzern mit. Die Umstrukturierungen schlagen in der Kosmetiksparte zu Buche, während die Klebstoff-Tochter Tesa auch im laufenden Jahr wachsen soll.

Der Konzern mit über 20.000 Mitarbeitern macht den Großteil seiner Erlöse mit Kosmetikartikeln wie Nivea, Eucerin, Labello und 8x4. Tesa steht für etwa 15 Prozent des Konzernumsatzes von zuletzt rund 6,2 Mrd. Euro.

Quelle: ntv.de, nne/rts