Wirtschaft

ZEW-Barometer legt nur leicht zu Börsianer misstrauen dem Wachstum

Börsianer.jpg

Trotz positiver Konjunkturdaten wird die Stimmung bei den Börsianern schlechter.

(Foto: picture alliance / dpa)

Die Konjunktur in Deutschland läuft weiter rund, trotzdem wird die Stimmung bei den meisten Wirtschaftsexperten an den Börsen schlechter. Denn die Börsianer schauen über den deutschen Tellerrand hinaus auch in den Rest Europas – dort herrscht Wirtschaftskrise, soweit das Auge reicht.

Dax
DAX 15.150,03

Trotz einer Serie guter Konjunkturdaten bewerten Börsianer die Aussichten für die deutsche Wirtschaft zurückhaltend. Das ZEW-Barometer für die Entwicklung in den kommenden sechs Monaten stieg im Mai nur um 0,1 auf 36,4 Punkte. In der Umfrage unter 251 Anlegern und Analysten wurde die Lage sogar etwas schlechter bewertet, teilte das Mannheimer Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) mit. "Ein Grund könnte darin liegen, dass die Konjunkturlage in der Euro-Zone weiterhin schlecht ist", sagte ZEW-Präsident Clemens Fuest. Die Länder der Währungsunion sind nach wie vor die wichtigsten Kunden der exportabhängigen Wirtschaft. Ökonomen hatten einen Anstieg auf 38,4 Punkte erwartet.

"Wir hatten ein besseres Ergebnis erwartet, nachdem Industrieaufträge, Produktion und Exporte zuletzt gestiegen sind", sagte Ökonom Lothar Hessler von HSBC Trinkaus. "Die Daten sprechen trotzdem für eine Stabilisierung der deutschen Konjunktur." Carsten Brzeski von Global Economics ING sieht das ähnlich: "Auch wenn die Erholung derzeit nicht so stark ist wie in früheren Jahren, sieht es so aus, als ob die deutsche Wirtschaft auch in diesem Jahr wieder widerstandsfähig ist".

Auch die Finanzchefs deutscher Firmen blicken optimistisch nach vorn. "Rund 60 Prozent schätzen die Konjunkturaussichten heute positiv ein", teilte die Wirtschaftsprüfer von Deloitte zu ihrer Umfrage unter 124 Managern mit. Ökonomen gehen deshalb davon aus, dass das Bruttoinlandsprodukt im ersten Quartal um 0,3 Prozent gewachsen ist. Das Statistische Bundesamt veröffentlicht am Mittwoch eine erste Schätzung.

Quelle: ntv.de, rts

ntv.de Dienste
Software
Social Networks
Newsletter
Ich möchte gerne Nachrichten und redaktionelle Artikel von der n-tv Nachrichtenfernsehen GmbH per E-Mail erhalten.
Nicht mehr anzeigen