Wirtschaft

"Costa Concordia"-Unglück wirkt nach Carnival-Kurs bricht nach Horroausblick ein

Das Wrack der "Costa Concordia" ist aufgerichtet, jubeln kann der Kreuzfahrtbetreiber Carnival darüber aber nicht. Zwar legt der Umsatz rund eineinhalb Jahre nach der Schiffskatastrophe vor der italienischen Insel Giglio wieder zu, der Gewinn aber nicht. Die neueste Prognose schockt den Markt.

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Der Kreuzfahrtveranstalter Carnival hat nach einer Reihe von Unfällen und einem Gewinneinbruch einen düsteren Ausblick gegeben. Im 4. Quartal hält die amerikanisch-britische Reederei - Branchenprimus - nun einen Verlust für möglich. Die Aktie brach daraufhin an der New Yorker Börse um knapp 7 Prozent ein.

Das Unternehmen kämpft seit der Havarie seines Kreuzfahrtschiffs "Costa Concordia" im Januar 2012 gegen rückläufige Buchungen. Bei dem Unglück vor der Insel Giglio im Mittelmeer waren 32 Menschen ums Leben gekommen. Im Februar diesen Jahres lag ein Carnival-Schiff mit 3000 Passagieren nach einem Feuer fünf Tage lang manövrierunfähig im Golf von Mexiko. Im dritten Quartal fiel der Überschuss im Vergleich zum Vorjahr um 30 Prozent auf 934 Millionen Dollar.

Carnival versucht nach den Pannen Reisende mit Preissenkungen zu locken, da die Buchungen für 2013 bislang hinter dem Vorjahreswert zurückblieben. Der Kreuzfahrtveranstalter betreibt mehr als 100 Schiffe. Für das laufende Vierteljahr geht das Unternehmen von einem Verlust von 3 Cent je Aktie bis zu einem Gewinn von drei Cent aus. Analysten hatten einen Überschuss von neun Cent prognostiziert. Im Vorjahr hatte Carnival ein Plus von 14 Cent je Anteilsschein erwirtschaftet. Der Umsatz stieg im 3. Quartal minimal auf 4,73 Milliarden Dollar.

Quelle: n-tv.de, rts

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