Wirtschaft

Geld für ein Krisenland China überweist Venezuela Milliarden

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Der niedrige Ölpreis macht Venezuela zu schaffen.

(Foto: REUTERS)

Dem südamerikanischen Land Venezuela geht es derzeit wirtschaftlich schlecht. Da kommt dem in der Kritik stehenden Präsidenten Maduro Finanzspritze aus China recht. Das Reich der Mitte ist derzeit der größte Investor Venezuelas.

Das von einer Wirtschaftskrise gebeutelte Venezuela hat von China eine Finanzspritze in Milliardenhöhe erhalten. Sein Land habe weitere fünf Milliarden US-Dollar von der Volksrepublik "zur Finanzierung von Entwicklung" bekommen, sagte Präsident Nicolás Maduro in einer Rundfunkansprache. Nähere Angaben zu dem Kredit machte er nicht.

Maduro hatte von einer China-Reise im Januar Investitionszusagen von mehr als 20 Milliarden Dollar mit nach Hause gebracht. Ob die nun gewährte Summe Teil davon ist, blieb zunächst unklar.

Venezuela kämpft derzeit gegen eine Wirtschaftskrise. Um die Planwirtschaft in Gang zu halten, ist das südamerikanische Land auf Einnahmen aus seinen Ölverkäufen extrem angewiesen. Der Ölpreis ist jedoch in den vergangenen Monaten sehr stark gesunken. In Venezuela trieb die Wirtschaftskrise die Inflation auf 68,5 Prozent. Viele Güter des täglichen Bedarfs sind knapp.

China ist der größte Investor Venezuelas und der zweitgrößte Abnehmer von Öl aus dem südamerikanischen Land. Es zählt seit dem Amtsantritt von Maduros mittlerweile verstorbenen Vorgänger Hugo Chávez im Jahr 1999 zu den Verbündeten Venezuelas.

Quelle: ntv.de, wne/AFP