Wirtschaft

Kein klassischer Börsengang? Chinesen schielen auf Saudi Aramco

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Größter Börsengang aller Zeiten.

(Foto: REUTERS)

Saudi-Arabien will bis zu fünf Prozent seines Ölgiganten Saudi Aramco an die Börse bringen. Das ruft China auf den Plan, das sich Ölvorräte sichern will. Aber auch aus Südkorea und Japan wird Interesse signalisiert.

China denkt Insidern zufolge über einen Einstieg beim saudi-arabischen Ölgiganten Saudi Aramco nach. Die Volksrepublik wolle sich bis zu fünf Prozent an dem Unternehmen durch einen Direktkauf von Aktien sichern, sagten Insider.

Dadurch erhielte Saudi-Arabien die Möglichkeit, auch andere Optionen als den klassischen Börsengang in Betracht zu ziehen. "Die Chinesen wollen sich Ölvorräte sichern", sagte einer der Insider: "Sie sind bereit, die gesamten fünf Prozent zu nehmen - oder sogar mehr - alleine."

Ein Börsengang von Aramco könnte der größte aller Zeiten werden. Saudi-Arabien will nach früheren Angaben bis zu fünf Prozent der Anteile an die Börse bringen und damit schätzungsweise 100 Milliarden US-Dollar erlösen. Die Papiere sollten an der Börse in Riad sowie an einem internationalen Finanzplatz notiert werden. Als Favoriten galten zuletzt New York und London.

Die beiden Staatsunternehmen PetroChina und Sinopec hätten vor kurzem einen Brief an Saudi Aramco geschrieben und ihr Interesse an einer direkten Transaktion bekundet, verlautete weiter aus den Kreisen. Die beiden Unternehmen seien zusammen mit dem Staatsfonds Teil eines offiziellen Konsortiums. PetroChina und Sinopec wollten sich nicht dazu äußern.

Erwägen einer Privatplatzierung  

Interesse komme auch aus Südkorea und Japan, die ebenfalls Großabnehmer von saudischem Öl seien. Ein Saudi-Aramco-Sprecher sagte, dass die Börsenpläne nach wie vor auf dem Tisch lägen.

Einem Medienbericht vom Wochenende zufolge erwägt Saudi Aramco anstelle eines klassischen Börsengangs eine Privatplatzierung seiner Aktien. Die Wertpapiere könnten an die weltgrößten Staatsfonds und an institutionelle Investoren verkauft werden.

Quelle: ntv.de, wne/rts