Wirtschaft

Zoff mit Solar Millennium Claassen reicht Klage ein

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Utz Claassen

(Foto: picture-alliance/ dpa)

Der umstrittene Manager Utz Claassen hat seinen ehemaligen Arbeitgeber wegen systematischer Rufschädigung auf Schadenersatz verklagt. Die Solar Millennium AG habe "wiederholt irreführende Meldungen herausgegeben, sowie irreführende, falsche und auch herabsetzende Äußerungen über Claassen gegenüber Presse und Öffentlichkeit getätigt", erklärten dessen Anwälte in Hannover. Wie hoch die Forderung des Managers ausfalle, stehe noch nicht fest.

Der 47-jährige Claassen war Mitte März 2010 - nach nur 74 Tagen im Amt - vom Chefposten des Solarunternehmens zurückgetreten. Bis heute lasse dessen Aufsichtsrat die Öffentlichkeit "in dem völlig unzutreffenden Eindruck, Claassen habe ohne rechtliche Grundlage und ohne vernünftigen Grund sein Amt abrupt niedergelegt und sei danach für das Unternehmen nicht mehr erreichbar gewesen", erklärte die Kanzlei Silinger & Collegen, die Claassen vertritt. Dies sei falsch und widerspreche der Wahrheit "geradezu diametral".

Das Landgericht Nürnberg-Fürth verhandelt bereits über Streitigkeiten zwischen Manager und Unternehmen. Beide Seiten konnten sich bislang offenbar nicht über eine Rückzahlung seines Gehalts einigen.

Laut Schwarzbuch Börse will Claassen nicht nur seine neun Millionen Euro Antrittsgeld behalten, er fordere von dem Solarunternehmen außerdem weitere 7,1 Millionen Euro Abfindung. Bereits mit einem anderen früheren Arbeitgeber, dem Energiekonzern EnBW, hatte sich Claassen um Millionen gestritten.

Quelle: ntv.de, AFP