Wirtschaft

Haniel dementiert Ablösungsplan Cordes hält Metro in Atem

Bleibt Eckhard Cordes Metro-Chef? Der Großaktionär Haniel bestreitet jedenfalls, dass er die Ablösung des Vorstandsvorsitzenden vorantreibe. Cordes erfährt laut Medienbericht Unterstützung. Finanzvorstand Koch will angeblich im Fall eines Cordes-Abgangs auch den Konzern verlassen. Koch wurden Chancen auf den Chefposten eingeräumt.

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Eckhard Cordes

(Foto: dpa)

Metro-Großaktionär Haniel ist Berichten entgegengetreten, wonach er die Ablösung des Metro-Vorstandsvorsitzenden Eckhard Cordes vorantreiben solle. Mit Blick auf die zunehmenden Spekulationen erklärte der Großaktionär, Personalfragen seien ausschließlich Sache des Metro-Aufsichtsrates respektive des Personalausschusses.

"Meldungen, wonach das Unternehmen Franz Haniel & Cie. GmbH in der Personalfrage aktiv sei, sind unrichtig und widersprechen den Regeln guter Unternehmensführung", stellte Haniel fest.
Ein Unternehmenssprecher bestätigte zwar, dass ein persönliches Gespräch zwischen Cordes und Franz M. Haniel, einem Vertreter der Aktionärsfamilie, stattgefunden hat. Dieses sei jedoch privat geführt worden und nicht im Namen des Unternehmens.

Der "Spiegel" hatte vermeldet, Haniel habe Cordes in einem Gespräch klargemacht, dass er bei der anstehenden Vertragsverlängerung "nicht mit Unterstützung" rechnen könne. Die Franz Haniel & Cie. GmbH werde sich wie bisher nicht an diesen öffentlichen Spekulationen beteiligen und keinen Kommentar zu diesen Fragen abgeben, hieß es nun von dem Unternehmen.

Koch will nicht "Königsmörder" sein

Unterdessen spitzt sich die Personaldebatte bei Deutschlands größtem Handelskonzern zu. Sollte Cordes vorzeitig abtreten, will laut "Handelsblatt" auch Finanzvorstand Olaf Koch gehen. Dieser verbinde seine Zukunft mit der des Vorstandschefs, berichtete die Zeitung unter Berufung auf Kochs Umfeld.

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Olaf Koch stellt sich hinter seinen Chef.

(Foto: picture alliance / dpa)

Beobachter hatten dem 41-jährigen Manager die besten Chancen zugeschrieben, Nachfolger von Cordes zu werden. Laut "Handelsblatt" will Koch seinem langjährigem Mentor Cordes aber nicht am Ende als "Königsmörder" gegenüberstehen.

Neben dem Finanzexperten Koch gilt der Handelsmanager Thomas Hübner als ein möglicher Nachfolger für Cordes, der bis 2008 im Düsseldorfer Konzern für die Großhandelsmärkte zuständig war.

Quelle: ntv.de, DJ/dpa