Wirtschaft

Großaktionäre einig Cordes soll Metro weiter führen

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Eckhard Corde, Kopf der Metro AG

(Foto: picture alliance / dpa)

Eckhard Cordes ist Vorstandschef beim Handelsriesen Metro - und er wird es wohl auch bleiben. Nach der Eigentümerfamilie Schmidt-Ruthenbeck spricht sich nun auch mit der Familie Haniel der zweite Großaktionär des Dax-Konzerns für einen Verbleib von Cordes an der Firmenspitze aus.

Im Machtkampf beim Handelskonzern Metro hat sich auch Großaktionär Haniel hinter Vorstandschef Eckhard Cordes gestellt. Die Familie Haniel sprach sich für die Verlängerung des im Oktober kommenden Jahres auslaufenden Vertrags von Cordes aus. "Wir möchten die öffentliche Diskussion um die Zukunft des Vorstandsvorsitzenden beenden", ließ Franz Markus Haniel, Aufsichtsratsvorsitzender der Franz Haniel & Cie, durch einen Sprecher mitteilen. In den vergangenen Wochen war an Cordes sowohl in Kreisen der Eigentümer als auch der Arbeitnehmervertreter Kritik laut geworden.

Die Familie habe die Entscheidung sorgfältig überdacht, hieß es in der Mitteilung. In den vergangenen Wochen hieß es, Cordes habe die Unterstützung von Teilen der Haniel-Familie. Jetzt teilte Haniel mit, die Diskussion der vergangenen Wochen sei geeignet, dem Unternehmen und seinem Vorstand Schaden zuzufügen. Die Metro AG stehe angesichts der nachlassenden Konjunktur vor großen Herausforderungen. "Um diese Aufgaben zu lösen, verdient der Vorstandsvorsitzende die Rückendeckung beider Großaktionäre."

Großaktionäre einig

Am Wochenende hatte sich bereits die bereits die Eigentümerfamilie Schmidt-Ruthenbeck für eine Verlängerung des Vertrags von Cordes ausgesprochen. Man habe ein großes Interesse an der Fortsetzung der Zusammenarbeit mit Cordes, hatte der Vertreter der Familien im Metro-Aufsichtsrat, Peter Küpfer, dem Nachrichtenmagazin «Focus» gesagt. Haniel ist mit gut 34 Prozent größter Metro-Aktionär, die Familie Schmidt-Ruthenbeck hält knapp 16 Prozent.

Metro-Aufsichtsratschef Jürgen Kluge begrüßte laut Haniel-Mitteilung "die eindeutige Haltung der beiden Großaktionäre zu Personalfrage". Der Aufsichtsrat werde sie bei beider weiteren Beratung «berücksichtigen». Die nächste Aufsichtsratssitzung ist am 2. November.

Quelle: ntv.de, dpa