Wirtschaft

Gewinn gekentert "Costa"-Havarie trifft Carnival

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Nur noch für ein Foto gut: gekenterte "Costa Concordia" vor der toskanischen Küste

(Foto: REUTERS)

25 Menschen tot, 7 noch vermisst: Das ist die traurige Bilanz des "Costa Concordia"-Unglücks vor der toskanischen Küste. Die US-Kreuzfahrtgesellschaft Carnival bekommt nun die wirtschaftliche Quittung: Statt eines Gewinns wie im Vorjahr steht in den Büchern ein dickes Minus.

Die Havarie des Kreuzfahrtschiffes "Costa Concordia" verhagelt der Muttergesellschaft Carnival die Bilanz. Die weltgrößte Kreuzfahrt-Reederei wies für das im Februar zu Ende gegangene zweite Quartal einen Verlust von 139 Mio. Dollar aus. Im Vergleichszeitraum des Vorjahres hatten die Schiffe von Carnival noch einen Gewinn von 152 Mio. Dollar eingefahren.

Auch für den Rest des Jahres plagen den Kreuzfahrer Sorgen: Der Konzern nahm deshalb seine Prognose um 1,15 Dollar auf 1,40 bis 1,70 Dollar Gewinn je Aktie zurück.

Die "Costa Concordia", 290 Meter lang, war am Abend des 13. Januar vor der italienischen Küste zu nahe an die Insel Giglio herangefahren und auf Grund gelaufen. Es rammte einen Felsen und war mit mehr als 4200 Passagieren und Crew-Mitgliedern gekentert. 25 Leichen wurden seitdem geborgen, 7 Menschen werden immer noch vermisst.

Carnival droht zudem ein gerichtliches Nachspiel. Dutzende Passagiere klagen auf Entschädigungen durch die italienische Reederei Costa Crociere, eine Carnival-Tochter. Nach dem Kentern des Schiffes im Januar hatte das Unternehmenjedem Überlebenden zunächst 11.000 Euro Entschädigung angeboten. Die Dutzende Passagiere klagen war im Januar vom Anwaltsbüro Ribbeck Law Chartered in Chicago eingereicht worden. Dieses Büro wird nach eigenen Angaben rund 200 Klienten vertreten.

Quelle: n-tv.de, bad/rts

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