Wirtschaft

Klagen gegen Griechenland Deutsche wollen Geld zurück

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Erste Klage auf Rückzahlung griechischer Anleihen ist eingereicht. Weitere sollen folgen.

(Foto: picture alliance / dpa)

Der Schuldenschnitt verschafft Athen Zeit. Er sorgt aber auch dafür, dass deutsche Anleger Geld verlieren, denn ihre Investitionen in Hellas-Anleihen sind auf einen Schlag deutlich weniger wert. Nun rollt eine Klagewelle an, die bis zu 4000 Anleger mit einem Vermögen von rund 170 Millionen Euro umfassen könnte.

Immer mehr Deutsche Anleger wollen von Griechenland ihr Geld zurück. Beim Landgericht Kiel sind die bundesweit ersten Klagen auf Rückzahlung von griechischen Anleihen eingereicht worden. Ein Sprecher der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW) bestätigte einen entsprechenden Bericht der "Kieler Nachrichten". In den kommenden Wochen würden in mehreren deutschen Großstädten, wo Käufer von Griechenland-Anleihen wohnen, weitere Klagen vor den Landgerichten folgen. Zudem sollen sich Anleger aus kleineren Ortschaften in ganz Deutschland zu einer Klagegemeinschaft zusammenfinden, um die Kosten für das juristische Verfahren im Rahmen zu halten.

Die DSW hatte bereits im März die Arbeitsgemeinschaft Griechenland Anleihen (AGA) gegründet, um auf juristischem Weg gegen den verordneten Forderungsverzicht vorzugehen. Die AGA vertrete rund 4000 Anleger mit einem Vermögen von 170 Mio. Euro. Sie haben rund 80 Prozent ihres Einsatzes beim griechischen Schuldenschnitt verloren. Im Schnitt handele es sich um Anlagen in der Größenordnung von rund 25.000 Euro, sagte der Sprecher.

Quelle: n-tv.de, dpa

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