Wirtschaft

Schallmauer durchbrochen Bitcoins überwinden 1000-Dollar-Marke

Das Internetgeld Bitcoin wird zunehmend zum Spekulationsobjekt. Innerhalb der vergangenen Woche verdoppelte sich der Kurs der Währung. Nun nimmt das Internetgeld eine symbolische Hürde - und klettert weiter.

Die Digitalwährung Bitcoin hat die Marke von 1000 Dollar geknackt. Das extrem schwankungsanfällige virtuelle Geld markierte auf der Handelsplattform Mt. Gox einen Rekordkurs von 1170 Dollar.

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(Foto: www.bitcoin.de)

Die oft auch als "Hacker-Währung" bezeichneten Bitcoins werden in komplizierten Rechen-Prozessen auf den Computern der Nutzer erzeugt, können aber auch im Internet mit etablierten Währungen wie Dollar oder Euro gekauft werden.

Sie kommen vor allem bei Zahlungen im Internet zum Einsatz. Die mögliche Bitcoin-Menge ist von den anonymen Schöpfern konzeptionell auf 21 Millionen Stück begrenzt. Die Knappheit trägt zusammen mit der wachsenden Bekanntheit zu dem Kursanstieg bei. Noch vor wenigen Wochen hatte der Bitcoin eine Rekordmarke bei 250 Dollar geknackt.

EZB sieht Risiken

Die Aufsichtsbehörden beäugen digitale Währungen aber kritisch. Die Europäische Zentralbank (EZB) bewertet Digitalgeld für Verbraucher als klar mit Risiken behaftet. Digitalwährungen tendierten "von Natur aus" zu Instabilität. Die Risiken blieben bislang jedoch auf die Nutzer der Systeme begrenzt. Die Bitcoins etwa machten jüngst auch deswegen von sich reden, weil ihr Wert durch Spekulationen in kurzer Zeit nach oben getrieben wurde und dann wieder drastisch fiel.

Für das Finanzsystem sind die Risiken laut EZB überschaubar, da die Geldströme vergleichsweise klein seien und die Anbindung an die reale Wirtschaft nur begrenzt vorhanden ist. Für Behörden könnten digitale Währungen hingegen eine Herausforderung sein. Geldwäscher, Kriminelle und Betrüger könnten sie für ihre Aktivitäten nutzen.

Quelle: n-tv.de, jwu/dpa/AFP

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