Wirtschaft

GPS-Rivale bekommt Verstärkung ESA plant Raketenstarts

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Gedrängel im All: Ein Netz aus 30 Satelliten soll Europäer mit Positionsdaten versorgen.

(Foto: picture alliance / dpa)

Es wird eng im erdnahen Orbit: Nach den Amerikanern und den Chinesen treiben die Europäer den Aufbau eines eigenen Navigationssystems voran. Auf der Luft- und Raumfahrtausstellung ILA in Berlin kündigt die ESA den Start weiterer Satelliten an.

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In den kommenden Wochen sollen zwei weitere Satelliten für das europäische Navigationssystem " " ins All geschossen werden. Als Starttermin nannten Vertreter der europäischen Raumfahrtagentur ESA auf der Berliner Luftfahrtmesse den 10. Oktober.

Insgesamt werden dann vier Galileo-Satelliten um die Erde kreisen. Damit kommt die ESA einen großen Schritt weiter: Mit den vier künstlichen Erdtrabanten könnten erstmals vollständige Positionierungstests durchgeführt werden, hieß es.

Im Jahr 2015 sollen dann 16 Satelliten im All sein, berichteten Experten von EU, ESA und Deutschem Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR). Dann seien auch die ersten praktischen Dienste für private und kommerzielle Kunden verfügbar. Für das Jahr 2020 ist schließlich der Einsatz des kompletten Systems mit 30 Satelliten geplant.

Strategische Investitionen

Mit dem Aufbau des Galileo-Systems in den kommenden acht Jahren will Europa dem US-amerikanischen Global Positioning System (GPS) Konkurrenz machen. Wie GPS soll Galileo weltweit metergenaue Positionsbestimmungen ermöglichen.

Autos, Schiffe, Rettungsdienste, aber auch Industrie und Landwirtschaft könnten die Satelliten-gestützten Geo-Daten zur Navigation nutzen.

Benannt ist der europäische GPS-Konkurrent nach dem italienischen Naturwissenschaftler und Erfinder . Die störungsfreie Nutzung von Geo-Daten ist von wachsender wirtschaftlicher und militärstrategischer Bedeutung. Galileo soll die Versorgung mit Positionsangaben unabhängig von Entscheidungen aus Washington machen.

Parallel zu den Europäern arbeiten auch die Chinesen an einem eigenen Satellitennetz namens " ".

Quelle: ntv.de, mmo/dpa

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