Wirtschaft

Beruhigungspille für Bahnkunden EVG streikt nicht über Pfingsten

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EVG-Kundgebung in Berlin.

(Foto: dpa)

Nach der Einigung mit der GDL über eine Schlichtung verhandelt die Bahn derzeit mit der größeren Gewerkschaft EVG. Diese hat sich einen Tarifabschluss zum Ziel gesetzt. Die EVG droht mit Warnstreiks - allerdings erst nach den Feiertagen.

Die Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) hat vor dem Hintergrund der Tarifverhandlungen mit der Deutschen Bahn einen Ausstand ihrer Mitglieder über Pfingsten ausgeschlossen. Gewerkschaftssprecher Uwe Reitz sagte, bei einem Scheitern der Verhandlungen werde es kommende Woche in jedem Fall einen Warnstreik geben, allerdings frühestens ab dem Dienstag. Grund dafür sei, dass die EVG mit dem Ausstand nicht die Reisenden, sondern allein das Unternehmen treffen wolle.

Bei der nunmehr zwölften Verhandlungsrunde seien strukturelle Fragen wie etwa die Regelung von Pausenzeiten abgeschlossen. Im Laufe des Abends und möglicherweise auch noch bis Freitagfrüh ginge es nun um "materielle Fragen" wie Lohnerhöhungen und die Laufzeiten der Tarifverträge, sagte Reitz. Insbesondere in diesen letzten Punkten hatte die Gewerkschaft Nachbesserungen von der Deutschen Bahn gefordert.

Noch kein Streik in laufender Tarifrunde

Der Auftrag der Gewerkschaft sei, für die 100.000 Mitglieder einen Tarifabschluss zu erzielen, betonte EVG-Verhandlungsführerin Regina Rusch-Ziemba. Sollte dies nicht möglich sein, würden Warnstreiks "unweigerlich die Folge" sein. Beide Seiten hatten im Vorfeld mehrfach bekundet, in der nunmehr zwölften Verhandlungsrunde einen Abschluss erzielen zu wollen.

Anders als die Lokführergewerkschaft GDL hat die EVG in dieser Tarifrunde noch kein einziges Mal zu Arbeitsniederlegungen aufgerufen. Die beiden Gewerkschaften hatten sich nicht auf ein gemeinsames Vorgehen einigen können. Deshalb verhandeln beide für alle ihre Mitglieder und damit teilweise auch für dieselben Berufsgruppen.

Die Deutsche Bahn will jedoch konkurrierende Regelungen innerhalb einer Berufsgruppe verhindern. Mit der GDL tritt der Konzern in der nächsten Woche in eine Schlichtung ein.

Quelle: n-tv.de, wne/AFP

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