Wirtschaft

Zugeständnisse für EADS/BAE-Fusion Enders bietet Jobgarantien

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Tom Enders verspricht: Wächst EADS, sind die Jobs sicher.

(Foto: Reuters)

EADS-Chef Enders will die drei Regierungen, die bei einer Fusion von EADS mit BAE Systems betroffen wären, mit Jobgarantien ködern. Eine klare Absage erteilte er einmal mehr Überlegungen in Richtung einer deutschen Staatsbeteiligung.

Der Chef des europäischen Luft- und  Raumfahrtkonzerns EADS, Tom Enders, hat mit möglichen Job- und  Standortgarantien für die Fusion seines Unternehmens mit dem  britischen Rüstungskonzern BAE Systems geworben. "Ich bin so  überzeugt von unserem Projekt, dass ich bereit bin, über attraktive  Arbeitsplatz- und Standortgarantien zu sprechen", sagte Enders der  "Bild"-Zeitung. Der Zusammenschluss beider Konzerne  habe "mittel- und langfristig die besten Chancen".

Sollte die Fusion nicht zustande kommen, sehe er dagegen  schlechtere Chancen für die künftige Entwicklung von EADS. "Es gibt  weltweit kein Luft- und Raumfahrtunternehmen, das mit einem  Standbein allein auf Dauer wettbewerbsfähig wäre", sagte Enders  weiter.

Eine Staatsbeteiligung an dem neuen Konzern lehnte der EADS-Chef erneut ab. Er sei bereit, Deutschland, Frankreich und Großbritannien über eine sogenannte goldene Aktie ein Vetorecht  gegen feindliche Übernahmen einzuräumen. Der Kauf eines Aktienpakets durch den deutschen Staat würde aber "Milliarden an  Steuermitteln verschlingen, ohne dass Deutschland dafür besondere  Rechte oder Garantien bekäme".

EADS und BAE hatten Mitte September bekanntgegeben, über eine  Fusion zu verhandeln. Bis zum 10. Oktober - also nächsten Mittwoch  - müssen sie gemäß britischer Börsenregeln das Zustandekommen oder  Scheitern des Geschäfts verkünden. Das größte Hindernis ist der Streit um die künftige Verteilung der Besitzrechte.

Quelle: n-tv.de, AFP

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