Wirtschaft

Steuern sparen in Singapur Facebook-Gründer gibt Pass ab

Eduarado Saverin

Dicke Freunde: Mehr als 1,4 Millionen Nutzer verfolgen, was Eduardo Saverin bei Facebook schreibt.

(Foto: Screenshot Facebook.com)

Der bevorstehende Mega-Börsengang von Facebook treibt einen der Pioniere des sozialen Netzwerks außer Landes - aus Steuergründen. Um möglichst wenig Steuern auf sein Aktienpaket von künftig geschätzten 3,8 Mrd. Dollar zahlen zu müssen, gibt Mitgründer Saverin seine US-Staatsbürgerschaft ab. Mediengerüchten zufolge könnte der Wert durch einen höheren Emissionspreis sogar noch steigen.

Der Börsengang von Facebook wird Mitgründer Eduardo Saverin zum Milliardär machen - und er sorgt auf ungewöhnliche Weise dafür, dass er möglichst viel davon hat. Der 30-jährige gibt seine US-Staatsbürgerschaft auf, um seine Steuerrechnung zu senken. Saverin plane, bis auf weiteres in Singapur zu wohnen, erklärte sein Sprecher der Finanznachrichtenagentur Bloomberg.

Der in Brasilien geborene Saverin war als Kommilitone von Facebook-Chef Mark Zuckerberg einer der Mitgründer des Online-Netzwerks und hielt anfangs einen Anteil von rund 30 Prozent. Später verlor er jedoch an Einfluss, zog sich aus der Führung des Unternehmens zurück und seine Beteiligung wurde drastisch reduziert. Saverin verklagte Zuckerberg, sie legten den Streit aber außergerichtlich bei.

Der Börsenprospekt enthält keine Angaben dazu, wie viel Saverin noch an Facebook hält. Bloomberg bezieht sich auf die Website "whoownsfacebook.com", laut der bei ihm noch vier Prozent liegen, die zum Börsengang rund 3,8 Mrd. Dollar wert sein könnten.

Höherer Emissionspreis?

Derweil schießen die Spekulationen über einen möglicherweise höheren Emissionspreis von Facebook ins Kraut. Bloomberg berichtete zwar von einer schwächeren Nachfrage bei Großinvestoren. Der Finanzsender CNBC spricht dagegen von einer so starken Überzeichnung der Aktien, dass Facebook möglicherweise die Preisspanne anheben könnte. Auch die Nachfrage unter institutionellen Anlegern sei in Ordnung, so CNBC.

Bisher liegt die Preisspanne bei 28 bis 35 US-Dollar je Aktie. Mit dem aktuell möglichen Höchstpreis würden die Einnahmen der Aktienplatzierung bei 11,8 Mrd. US-Dollar liegen und das gesamte Unternehmen mit 96 Mrd. US-Dollar bewertet werden.

Facebook rechne damit, dass nur die üblichen 10 bis 20 Prozent der platzierten Aktien an Kleinanleger gehen würden. Bloomberg hatte berichtet, das Online-Netzwerk könnte die fehlende Nachfrage seitens der großen Investoren mit Hilfe privater Anleger ausgleichen.

Quelle: ntv.de, nne/dpa

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