Wirtschaft

Markenrechtsstreit in China Firma darf Chips nicht "face book" nennen

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Warum der Hersteller den Namen "face book" für Kartoffelchips so passend findet, ist nicht überliefert.

(Foto: imago/STPP)

Ein chinesischer Hersteller darf seine Kartoffelchips nicht mehr unter der Marke "face book" vertreiben. Ein Gericht in Peking gibt dem gleichlautenden US-Konzern in dem Markenrechtsstreit recht. Dabei hat Facebook es in China sonst eher schwer.

Justizerfolg für Facebook: Eine chinesische Firma darf ihre Produkte wie Getränke und Kartoffelchips nicht mehr unter der Marke "face book" verkaufen. Das Unternehmen Zhongshan Pearl River aus der Provinz Guangdong hätte die entsprechenden Markenrechte nicht bekommen dürfen, entschied ein Gericht in Peking, wie staatliche Medien berichteten. Zhongshan hatte "face book" demnach im Jahr 2014 eintragen lassen.

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Der Internetkonzern Facebook hatte gegen die Markenregistrierung geklagt und bekam bereits in erster Instanz recht. Zhongshan legte jedoch Widerspruch ein und verlor nun erneut. Es verstoße eindeutig gegen den Wert von Markenschutzrechten und den "normalen Markeneintragungsvorgang", wenn jemand "zahlreiche bekannte Marken" registriere, um diese "zu horten und weiterzugeben" und daraus Profit zu ziehen, hieß es in einer Mitteilung des Gerichts. Von Facebook gab es zunächst keine Stellungnahme zu dem Urteil. Das soziale Netzwerk ist in China von der Internetzensur blockiert.

Ein anderer Streit um Markenrechte zwischen einem US-Konzern und einer chinesischen Firma dürfte bald in eine weitere Runde gehen: Der Technologieriese Apple will vor dem höchsten chinesischen Gericht erreichen, dass ein Lederwarenhersteller seine Produkte nicht mehr mit dem Namen "IPHONE" verzieren darf. Anfang Mai hatte in diesem Fall ein Berufungsgericht in Peking der kleinen Firma Xintong Tiandi Recht gegeben.

Quelle: n-tv.de, kst/AFP

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